Fr., 30.08.2019

Freibad Obernfelde wird Bürgerpark: Land bezuschusst »Maßnahme mit Vorbildcharakter« mit 2,4 Millionen Spitzenförderung ist eingetroffen

Freude über die Förderbescheide für den Bürgerpark Obernfelde und die Sanierung der Tonstraße (von links): Karin Schulte vom Bauamt, Bürgermeister Frank Haberbosch, Anke Recklies von der Bezirksregierung und Dezernent Ingo Ellerkamp.

Freude über die Förderbescheide für den Bürgerpark Obernfelde und die Sanierung der Tonstraße (von links): Karin Schulte vom Bauamt, Bürgermeister Frank Haberbosch, Anke Recklies von der Bezirksregierung und Dezernent Ingo Ellerkamp. Foto: Niemeyer

Lübbecke (fn). Mehr als drei Millionen Euro an Städtebauförderung des Landes für eine Stadt mit gut 25.000 Einwohnern – solche Förderbescheide sind auch für langjährige Mitarbeiter des Regierungspräsidiums eine Seltenheit.

Die stellvertretende Regierungspräsidentin Anke Recklies brachte Donnerstag neben der Förderzusage über 609.000 Euro für die Sanierung von westlicher Langer Straße und Tonstraße auch noch den Bescheid über 2,41 Millionen Euro für den neuen Bürgerpark mit ins still gelegte Freibad an der Obernfelder Allee. »Das ist eine der höchsten Förderungen des Landes NRW in diesem Jahr«, sagte Recklies. Die gebürtige Herforderin fügte mit einem Augenzwinkern an: »Ich gucke sicher nach, was draus geworden ist.«

Wie mehrfach berichtet, soll das 2002 geschlossene Freibad für 3,46 Millionen Euro zu

Bald wieder erkennbar: Die zugewucherten Durchlaufbecken werden in den neuen Bürgerpark integriert. Foto: Niemeyer

einer Erholungsfläche in Innenstadtlage umgebaut werden. In Werkstattgesprächen konnten Bürger ihre Vorstellungen mit einbringen, und so soll es neben Entspannungsmöglichkeiten auch Bewegungsangebote geben, beispielsweise Klettern am alten Sprungturm. Das zugehörige Gebäude mit den Umkleiden ist noch nicht einbezogen und soll in einem zweiten Schritt umgestaltet werden.

Technisches Denkmal

Das Freibad ist als technisches Denkmal eingetragen, und so war es Auflage des Denkmalschutzes, dass die Beckenstruktur und Besonderheiten wie der Sprungturm erkennbar bleiben, erläuterte Ingo Ellerkamp. In den jetzt verabschiedeten Plänen sollen auch die Durchlaufbecken erhalten werden und ein Teil des Schwimmerbeckens als »Geschichtsfenster« restauriert werden – vergleichbar etwa mit Teilen der Berliner Mauer, die zur Erinnerung stehen bleiben. Noch in diesem Jahr soll mit den vorbereitenden Arbeiten auf dem stark zugewucherten Areal begonnen werden, 2021 könnte die Eröffnung sein, so Ellerkamp.

Die stellvertretende Regierungspräsidentin gab gerne die Bewertung aus dem Ministerium weiter: »eine gelungene Maßnahme mit Vorbildcharakter für viele Kommunen«. Bürgermeister Frank Haberbosch freute sich über einen guten Draht seines Rathauses nach Düsseldorf und dankte seinen Mitarbeitern im Bauamt für die überzeugenden Vorarbeiten zu diesem Projekt.

Für 905.000 Euro soll als nächster Abschnitt der Straßensanierungen in der Kernstadt der Bereich Tonstraße/Lange Straße West umgestaltet werden. 70 Prozent NRW-Zuschuss gibt es auch hier. Mit Blick auf die angedachte Weiterführung der Innenstadtsanierung sagte Anke Recklies: »Das war bestimmt nicht das letzte Geld aus Düsseldorf, das nach Lübbecke gekommen ist.«

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Mehr zum Thema

Anzeige


https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6885148?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198399%2F2516047%2F