Kreisbehörde vermeldet Feuer, Raube und Prügeleien in Minden – Einbruch in Glühweinstand in Lübbecke
92 Polizeieinsätze zum Jahreswechsel

Minden/Lübbecke/Rahden/Espelkamp (WB). Die Polizei Minden-Lübbecke hat eine arbeitsreiche Silvesternacht hinter sich. In der Zeit von 18 bis 5.30 Uhr wurden 92 Einsätze verzeichnet, bei denen Streifenwagen ausrückten. Neben den üblichen Streitigkeiten, Körperverletzungen und Ruhestörungen lag der Schwerpunkt bei 19 Brandeinsätzen. In Minden wurden drei Autos durch Flammen beschädigt.

Mittwoch, 01.01.2020, 17:57 Uhr aktualisiert: 01.01.2020, 18:00 Uhr
In der Silvesternacht sind die Beamten der Polizei im Kreis Minden-Lübbecke zu insgesamt 92 Einsätzen gerufen worden. Foto:
In der Silvesternacht sind die Beamten der Polizei im Kreis Minden-Lübbecke zu insgesamt 92 Einsätzen gerufen worden.

Mülltonnen-, Hecken- und Containerbrände verteilten sich auf das gesamte Kreisgebiet. Zudem wurden die Beamten zu zwei Raubdelikten gerufen. Die Anfahrten zu den kreisweiten Einsatzorten wurden durch den starken Nebel in der Nacht erschwert. Verkehrsunfälle mit Verletzten wurden der Polizei nicht gemeldet.

Für zwei Personen verlief der Jahreswechsel hingegen ruhig. Während um Mitternacht die Menschen im Mühlenkreis das neue Jahrzehnt begrüßten, saßen sie in einer Zelle im Polizeigewahrsam.

Glühweinstand aufgebrochen

In Lübbecke waren in der Silvesternacht Einbrecher aktiv. In der Langen Straße wurde um kurz nach halb zwei ein Glühweinstand aufgebrochen. Die Täter flüchteten, eine Fahndung nach ihnen brachte keinen Erfolg.

Während einer Verkehrskon­trolle in Rahden-Wehe fiel einer Polizeistreife der Alkoholgeruch eines Autofahrers auf. Es folgte eine Blutprobe auf der Polizeiwache und der Führerschein wurde sichergestellt. Aus Espelkamp berichtet die Polizei davon, dass sich in einem Kellerschacht einer Volksbankfiliale Laub entzündete.

Drei Autos brennen in Bärenkämpen

In Minden hatte die Polizei alle Hände voll zu tun. Auf der Humboldstraße in Bärenkämpen brannten gegen 1 Uhr drei Autos und mussten von der Feuerwehr gelöscht werden. Ersten Ermittlungen zufolge war zunächst ein VW in Brand geraten. Durch die Flammen und die Hitze wurden zudem ein Citroen und ein Mercedes in Mitleidenschaft gezogen. Die Polizei schätzt die Höhe des Schadens durch die Brände auf etwa 20.000 Euro.

Ein 55-jähriger Mann wurde an der Königstraße/Rodenbecker Straße von vier Personen zusammengeschlagen. Dem Opfer wurde die Geldbörse geraubt. Der Mann ging erst nach Hause und informierte von dort die Polizei. Eine Fahndung nach den 20- bis 25-jährigen blieb erfolglos.

Raubüberfall in Minden

Auf der Friedrich-Wilhelm-Straße zwangen vier Jugendliche um etwa 1.20 Uhr mit einem Messer einen Passanten dazu, ihnen sein Handy zu geben. Dann flüchtete das Quartett in Richtung Innenstadt. Eine Person war auffällig mit einem roten Nike-Jogginganzug mit weißem Logo auf dem Rücken bekleidet. Die Fahndung mit mehreren Streifenwagen verlief negativ.

Eine Schlägerei größeren Ausmaßes wurde der Polizei um 0.30 Uhr von der Kampstraße in Minden gemeldet. Zwischenzeitlich befanden sich etwa 40 Streithähne und Unbeteiligte am Einsatzort. Mehrere Streifenwagen wurden zusammengezogen. Eine Person wurde nach einem Tritt in den Bauch ins Klinikum gebracht. Die Einsatzkräfte leiteten ein Ermittlungsverfahren ein.

Opfer schlägt mit Kopf auf – Not-Operation

Eine zivile Streifenwagenbesatzung kam um 22.35 Uhr auf dem Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) auf eine Schlägerei zu. Eine Person erhielt dabei einen Fußtritt gegen den Oberkörper, stürzte und schlug mit dem Kopf auf. Nach Behandlung durch einen Notarzt wurde er mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert und musste notoperiert werden. Der Täter wurde vor Ort festgenommen und ins Gewahrsam gebracht. Eine weitere Person flüchtete vom Tatort.

Um 0.25 Uhr prügelten sich zwei Gruppen auf der Obermarktstraße. Eine Person kam mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus. Zwei Personen mussten auf der Wache eine Blutprobe abgeben.

Mehr Streitigkeiten

Bei Streitigkeiten in Dankersen kurz nach Mitternacht musste ein Beteiligter den Gang in das Gewahrsam antreten, da er einen Platzverweis der Polizisten nicht befolgte.

Gegen 4.15 Uhr randalierte eine Mann gegenüber Rettungskräften im Stadtteil Minderheide. Die Besatzung des Streifenwagens stellte fest, dass der Mann sich offenbar verlaufen hatte und brachte ihn nach Hause.

Schon am frühen Abend um kurz vor 21 Uhr trat ein 30-jähriger Mann eine Tür in Leteln ein. Auch er verbrachte den Jahreswechsel im Polizeigewahrsam. Zudem kommt auf den Mann ein Strafverfahren zu.

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