Do., 16.01.2020

Glamouröser Auftritt von Megy B. beim Künstlerpodium in Lübbecke Eine Diva zum Anfassen

Glamourös, kokett, frech, charmant:  Marc Rudolf alias Megy B. beherrscht die Rolle der Diva in allen Nuancen. Beim Lübbecker Künstlerpodium wird viel gelacht, geklatscht, mitgesungen oder auch einfach mal staunend zugehört.

Glamourös, kokett, frech, charmant:  Marc Rudolf alias Megy B. beherrscht die Rolle der Diva in allen Nuancen. Beim Lübbecker Künstlerpodium wird viel gelacht, geklatscht, mitgesungen oder auch einfach mal staunend zugehört. Foto: Ria Stübing

Von Ria Stübing

Lübbecke (WB). Die jüngste Auflage des Künstlerpodiums im Alten Amtsgericht beschreibt man am besten mit einem einzigen Wort: Glamour! Wenn Megy B. sich auf scheinbar endlos langen Beinen und halsbrecherisch hohen Absätzen im paillettenbesetzten, gewagt geschlitzten Abendkleid ihren Weg durch den Zuschauerraum bahnt und elegant die Bühne betritt, singt sie die Worte „Sei doch einfach mal Diva“ nicht nur, sondern sie verkörpert diese Aufforderung mit jeder Faser ihrer beeindruckend hochgewachsenen, grazilen Erscheinung.

Marc Rudolf, 38, verkörpert Megy B. brillant, ist frech, witzig, mal unverschämt und mal charmant. Sie kokettiert mit ihrem Alter, welches keine Dame je gern vor großem Publikum verrät, beklagt die immer länger dauernden Sitzungen vor dem Schminkspiegel und nimmt sich und ihre Rolle auch gern mal selbst auf die Schippe. „Die Sauna ist ja schon gemischt, wenn ich alleine drin bin“, ist nur einer der Sprüche, mit denen die Diva den ausverkauften Saal zum Brüllen bringt. „Bei mir gehen ‚Happy‘ und ‚Birthday‘ schon lange getrennte Wege“, beklagt sie an anderer Stelle ihrer Show, als zwischendurch noch ein anwesendes Geburtstagskind mit einem Ständchen vom versammelten Publikum beglückwünscht wird.

Jeder bekommt sein Fett weg

Gerade noch die glamouröse Diva mit perfektem Make up, präsentiert sich der Künstler am Ende des unterhaltsamen Abends demaskiert dem Lübbecker Publikum. Foto: Ria Stübing

Ob Veganer, Landwirte, Schwiegermütter, humorlose Gäste, an diesem Abend bekommt jeder, immer begleitet von einem langbewimperten Augenzwinkern, sein Fett weg. Hämorrhoiden werden zu „Perlen der Arschitektur“ und ganz nebenbei erfährt der Zuschauer auch noch, dass das anmutige Geschöpf auf der Bühne seine Brüste bei 40 Grad in der Maschine waschen kann. Gelacht wird viel. Und geklatscht, mitgesungen oder auch einfach mal staunend zugehört, wenn Megy B. Lieder von Udo Jürgens, Rudi Carrell, Hannes Wader oder Frank Sinatra zum Besten gibt.

Die Figur Megy B. zieht das Publikum in ihren Bann, ist so herrlich künstlich und dabei doch so menschlich. In der Pause zwischen den beiden fast einstündigen Programmabschnitten lässt sie es sich nicht nehmen, zwischen den Tischen mit dem Publikum auf Tuchfühlung zu gehen. Es wird mit einem Getränk angestoßen, gescherzt oder einfach nur Hallo gesagt.  Für die, die sich bereits seit Beginn der Show gefragt haben „Was ist es, woher kommt es, darf man es füttern?“ lüftet die Diva nach zwei Stunden Glamour das Geheimnis. Ein wenig Abschminklotion, ein Handtuch, schnell noch die künstlichen Wimpern abgezupft und schon steht Marc Rudolf auf der kleinen Bühne im Alten Amtsgericht. Sein weißer Bademantel eine Hommage an Udo Jürgens, der eigens für ihn angefertigte Schmuck auf einmal irgendwie deplatziert, das maßgeschneiderte Kleid, ebenfalls ein Unikat, achtlos am Boden liegend.

Kommentare

Mit * markierte Felder sind Pflichtfelder

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Anzeige


https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7195832?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198399%2F2516047%2F