Fr., 24.01.2020

Spitzenreiter in Lübbecker sind Lea, Sophie und Ben Beliebteste Vornamen: Greta schafft es in die Top Ten

Ben und Emma waren 2019 die beliebtesten Vornamen. In Lübbecke sieht die Statistik anders aus. Hier schaffte es der Name Greta anders als im Bundestrend unter die Top Ten. Insgesamt stieg die Zahl der Neugeborenen im Mühlenkreis leicht an.

Ben und Emma waren 2019 die beliebtesten Vornamen. In Lübbecke sieht die Statistik anders aus. Hier schaffte es der Name Greta anders als im Bundestrend unter die Top Ten. Insgesamt stieg die Zahl der Neugeborenen im Mühlenkreis leicht an. Foto: dpa

Von Kai Wessel

Lübbecke (WB). Welcher Name darf’s denn sein? Das Standesamt Lübbecke hat die beliebtesten Vornamen des vergangenen Jahres bei Neugeborenen ermittelt. Demnach liegen bei den Mädchen Lea und Sophie gleichauf an der Spitze. Auf Platz drei folgt Mila. Bei den Jungen entschieden sich die Eltern am häufigsten für Jonas, gefolgt von Ben und Elias.

Bei den Mädchen schaffte es der Name Greta, der fünf Mal gewählt wurde, auf Platz 8 der Statistik. Das dürfte kein Zufall sein. Offenbar haben sich die Eltern bewusst am Namen der Klimaaktivistin Greta Thunberg orientiert. In den Vorjahren tauchte Greta nämlich noch nicht in der Liste der beliebtesten Lübbecker Vornamen auf. Bundesweit liegt der Name unverändert auf Platz 30. Blick in die Nachbarschaft: In Minden findet sich der Name Greta nicht unter den Top Ten.

Namensstatistik hat sich deutlich verändert

Im Vergleich zu 2018 ist die Lübbecker Statistik, die sich auf die Namen von 857 Neugeborenen stützt, deutlich verändert. Bei den Mädchennamen rutschte Leonie von Platz 1 auf Platz 5 ab, Mia von Platz 2 auf Platz 7. In die Top Ten schafften es außerdem noch Mila, Johanna, Lotta, Amelie und Emily. Bei den Jungen folgen auf das Spitzentrio Liam, Louis, Luis, Henri, Jannik, Levi und Lukas. Einige dieser Namen finden sich auch in der bundesweiten Statistik. Hier liegen Ben und Emma vorne, die auch in Minden an der Spitze geführt werden. Ben lag in Minden bereits zum neunten Mal in Folge auf Platz 1, Emma zum vierten Mal seit 2014. Wie in Lübbecke wurde auch der Name Liam oft gewählt. Er lag in Minden nur knapp hinter Ben auf Platz 2. Bundesweit taucht Liam nicht unter den ersten zehn Namen auf.

Nach Einschätzung von Namensforschern bestätigen die Statistiken eine Vorliebe für kurze Namen. Ben gilt dafür als Paradebeispiel. Bei Zweitnamen liegen Sophie und Marie sowie Alexander, Elias und Maximilian vorne. Einen Aufwärtstrend beobachten die Forscher bei den Namen Frieda und Ella sowie Matteo und Emil. Bayern hat einen Sonderstatus. Hier werden Kinder noch auf die Namen Andreas und Michael getauft, die sonst nur noch extrem selten vergeben werden.

Nach Auskunft des Lübbecker Standesamtes gab es im vergangenen Jahr keine Namensvorschläge, die abgelehnt werden mussten, weil sie die Zukunft des Kindes beeinträchtigen könnten. „Auf Namen wie Pumuckl kommen die Lübbecker nicht“, erklärte Sprecherin Sabine Oldemeier.

Mehr Geburten im Kreis verzeichnet

In den Häusern der Mühlenkreiskliniken wurden im vergangenen Jahr 3413 Geburten gezählt. Die meisten in Minden mit 1925, gefolgt von den Krankenhäusern in Lübbecke (855) und Bad Oeynhausen (633). An allen drei Standorten stiegen die Geburtenzahlen gegenüber dem Vorjahr leicht an, insgesamt waren es 121 mehr als 2018, ein Anstieg um 3,68 Prozent. Die meisten Zwillingsgeburten fanden in Minden statt.

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