Fr., 24.01.2020

Baumfällungen in Lübbecke in den nächsten Wochen – Nachfragen zur Barrierefreiheit Pläne für Busbahnhof beschlossen

Sieben Linden am Niederwall müssen dafür weichen.

Sieben Linden am Niederwall müssen dafür weichen. Foto: Kai Wessel (Archiv)

Von Friederike Niemeyer

Lübbecke (WB). Jetzt könnte alles sehr schnell gehen: Bis Ende Februar sollen die sieben Linden am Niederwall gefällt werden, die dem neuen Busbahnhof weichen müssen. Und dann wird voraussichtlich im Frühjahr parallel zum Abriss des Parkhauses West der neue Haltepunkt nördlich und südlich der dann verkehrsberuhigten Straße gebaut. Der Bauausschuss hat in seiner Sitzung am Mittwochabend den Entwurf für die entsprechende Straßenbauplanung mehrheitlich gegen drei Stimmen von Grünen und CDU beschlossen. Weitere zwei CDU-Fraktionsmitglieder enthielten sich.

Baudezernent Ingo Ellerkamp betonte gleich zu Beginn: „Es geht hier heute nicht mehr um das Ob der Verlegung, sondern um das Wie.“ Er stellte die Eckdaten der Planung kurz vor: Dazu gehören neben den acht Haltestellen noch die Buswartehäuschen, die rot unterlegten Radwege, die sieben Ersatzpflanzungen bei drei verbleibenden Linden, die Mittelinseln und Fußgängerquerungen, die Verkehrsregelung ohne Ampel an der Kreuzung mit der Jahn- und Gerichtsstraße sowie die Markierungen für Sehbehinderte und ein öffentliches WC.

Der größte Teil der Baumaßnahme ist nach Auskunft von Ellerkamp förderfähig, und da eine entsprechende Zusage über knapp 1,1 Millionen Euro bereits vorliege, blieben noch 118.000 Euro an Kosten für den Busbahnhof, die der Westertor-Investor HBB trägt. Es bleiben Baukosten von 493.000 Euro für die Straßenflächen, die die Stadt zu tragen hat.

Die Beschlusslage erlaubt nun die Feinplanung

Nachfragen der Ausschussmitglieder gab es zu der WC-Anlage (das Modell ist nicht selbstreinigend), zu den Taxiständen (Haltebuchten sind am nordwestlichen Niederwall nahe des Kreisverkehrs bereits angelegt) und zur Barrierefreiheit. Michael Biesewinkel, Vorsitzender des Behindertenbeirats, fragte: „Ist eine sichere Querung ringsum möglich?“ Dies bejahte der Baudezernent und verwies auf sogenannte Aufmerksamkeitsfelder an den Querungen, auf taktile Führstreifen auf den Gehwegen und abgesenkte Bordsteine.

Aus der Beschlussvorlage geht zudem hervor, dass die Straßenbreite zweimal 3,25 Meter und die Radwegbreite 1,85 Meter betragen wird. Der Fußgängerbereich ist zwischen 2,85 und 7,50 Meter breit. Der verbleibende Schulbusverkehr für das Gymnasium soll auf die Süd-Haltebuchten konzentriert werden, so dass Schüler den Niederwall nicht queren müssen.

Die Beschlusslage erlaubt nun die Feinplanung. Die Ausschreibung soll nach Beginn des Parkhaus-Abrisses erfolgen. Die Bauarbeiten werden sich voraussichtlich über sechs bis sieben Monate hinziehen. Bis zur Fertigstellung werde der alte ZOB nutzbar bleiben, sicherte Ingo Ellerkamp einen nahtlosen Übergang zu.

Der Bauausschuss hat diesem Ausbauplan für den neuen Busbahnhof am Niederwall zugestimmt.

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