Verein „Stockhausen für Europa“ plant Themenabend zum Brexit
„Die Briten gehören dazu“

Stockhausen  (WB). Während bei den 27 verbleibenden EU-Nationen noch überwiegend lange Gesichter und eine allgemeine Ratlosigkeit vorherrschen, stehen die Zeichen im Verein „Stockhausen für Europa“ am Freitagabend längst auf Re-Union.

Donnerstag, 06.02.2020, 08:00 Uhr
Der Vorstand mit Flaggen und Siegerpokal: (von links) Juliane Piene (zweite Kassenwartin), Christoph Köster, Karl-Hermann Blaue (Beisitzer), Gerd H. Niemeyer (Vorsitzender), Torsten Stank (Schriftführer), Dr. Martin Kühhirt (Kassenwart), Dr. Alexander Niemeyer (zweiter Vorsitzender), Friedhelm Heckelmeyer (zweiter Schriftführer), Wilm Trescher und Dieter Köster (Beisitzer) Foto: Peter Götz
Der Vorstand mit Flaggen und Siegerpokal: (von links) Juliane Piene (zweite Kassenwartin), Christoph Köster, Karl-Hermann Blaue (Beisitzer), Gerd H. Niemeyer (Vorsitzender), Torsten Stank (Schriftführer), Dr. Martin Kühhirt (Kassenwart), Dr. Alexander Niemeyer (zweiter Vorsitzender), Friedhelm Heckelmeyer (zweiter Schriftführer), Wilm Trescher und Dieter Köster (Beisitzer) Foto: Peter Götz

„Die Briten gehören dazu“, formuliert es Gerd H. Niemeyer im Interview nach dem obligatorischen Vorstandsfoto, „und wir können also nur versuchen, die Engländer zu unterstützen, die wieder in die EU wollen. Vielleicht kommen sie in ein paar Jahren doch wieder – wenn der Brexit katastrophal wird, kann dies durchaus sein.“ Nicht nur diese Hoffnung bewegt den energischen Vereins-Chef, auch eine gewisse Emotionalität ist Niemeyer durchaus anzumerken. „Ich finde es ungeheuer bescheuert, was die da machen, diesen „Trumpismus“, diesen Populismus. Es ist inzwischen überall die gleiche Masche. Da wird mit Lügen gearbeitet, und die englische Presse spielt auch noch mit“, sagt er.

Achim Post beim Themanabend zu Gast

Weiter geht es diesbezüglich im Verein am Samstag, 29. Februar, um 17 Uhr mit dem „Themenabend Brexit“, zu dem der Vorstand nicht nur viele interessierte Gäste aus Lübbecke und Umgebung begrüßen wird, sondern auch Bundestagsmitglied Achim Post sowie weitere Fachleute beziehungsweise Betroffene für die Teilnahme und kurze Beiträge gewinnen konnte.

Es ist schon recht erstaunlich was der kleine, 78 Mitglieder zählende Verein im Verlauf seiner erst zweijährigen Vereinsgeschichte schon alles auf die Beine gestellt hat. Allein 100, meist großformatige Zeitungsartikel und vier Fernsehberichte, so steht es im viereinhalbseitigen Jahresbericht zu lesen, begleiteten die Umtriebe der Europa-Aktivisten. Mit Vorträgen, Hausbesuchen, Fahrten und vielen weiteren Beteiligungen haben sie immer wieder für Aufmerksamkeit geworben, wenn es um den Europäischen Gedanken ging.

Europafest im Mai war ein Höhepunkt

Höhepunkt war natürlich das große Europafest am Wahlwochenende im Mai – mit Jazz, Symphoniekonzert, Spiel und Spaß und einer daraus resultierenden Wahlbeteiligung von 74,44 Prozent im Bezirk Stockhausen. Dieser Wert liegt gut 13 Prozent über dem Bundestrend und ermöglichte zusätzlich das Erringen des Siegerpokals im internen Wettstreit mit dem Rosendahler Partnerverein aus dem Kreis Coesfeld, dessen amtliches Ergebnis von 74,33 Prozent hauchdünn getoppt werden konnte.

Auch in finanzieller Hinsicht verliefen alle Belange der großen und kleinen Veranstaltungen im vergangenen Jahr erfolgreich; so werden Vorstand und Kasse von der Mitgliederversammlung einstimmig entlastet beziehungsweise die betreffenden Personen in ihren Ämtern bestätigt. Neu im Team ist lediglich Ulrike Spieker als Kassenprüferin.

„Wir haben davon geträumt“

Der wiedergewählte erste Vorsitzende bedankt sich bei allen Beteiligten und Unterstützern für die gute Kooperation und beschließt seinen Jahresbericht mit folgenden Worten: „Das Jahr 2019 war für den Verein ‚Stockhausen für Europa‘ ein Höhepunkt, der wohl nicht zu wiederholen ist. Ohne Übertreibung wird man sagen können, dass diese Festveranstaltung zur Europawahl mit ganz großer Wahrscheinlichkeit das größte Ereignis in der 1000-jährigen Geschichte des Dorfes Stockhausen gewesen ist. Wir waren nicht nur dabei, sondern wir haben davon geträumt, wir haben es geplant, wir haben es vorbereitet und wir haben es schließlich mit großem Erfolg durchgeführt“, sagte Niemeyer. „Wir, das sind die Mitglieder des Vereins ‚Stockhausen für Europa‘ und viele, viele andere Helfer und Spender aus Stockhausen und auch von außerhalb. Allen noch einmal ein ganz herzliches Dankeschön!“

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7241391?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198399%2F2516047%2F
BGE: Deckgebirge in Gorleben nicht ausreichend für Endlager
Stefan Studt (r.), BGE-Vorsitzender und Steffen Kanitz, Mitglied der Geschäftsführung der BGE, zeigen eine Landkarte mit Teilgebieten für die Endlagersuche.
Nachrichten-Ticker