Schulen reagieren auf die Warnungen zu Sturm „Sabine“ – Eltern entscheiden
Orkanwarnung: Das sagen die Schulen im Mühlenkreis zur Öffnung am Montag

Lübbecke/Espelkamp/Hüllhorst/Preußisch Oldendorf/Rahden/Stemwede (WB/fn/fs/fq/weh). Den Schulen im Land steht es frei, wie sie auf den für Sonntag und Montagmorgen vorausgesagten Orkan reagieren. Während beispielsweise in den Städten Delbrück , Bielefeld , Bad Oeynhausen und auch im Kreis Gütersloh Schulen vorsorglich geschlossen bleiben, sollen Eltern im Mühlenkreis dagegen größtenteils selber entscheiden, ob sie ihre Kinder losschicken.

Sonntag, 09.02.2020, 10:18 Uhr aktualisiert: 10.02.2020, 09:54 Uhr
Nach dem Sturm „Friederike“ im Jahr 2018 hatten viele Schulen im Lübbecker Land schulfrei gegeben. Foto: Kai Wessel (Archiv)
Nach dem Sturm „Friederike“ im Jahr 2018 hatten viele Schulen im Lübbecker Land schulfrei gegeben. Foto: Kai Wessel (Archiv)

Die Schulen in Lübbecke warten ab

In Lübbecke wollen Ordnungsamt und Freiwillige Feuerwehr kurzfristig reagieren und am Montag in der Frühe in Absprache mit den Schulleitungen entscheiden, welche Folgen der Sturm für den Unterricht hat und wie sich der Schulweg sichern lässt.

Die Grundschulen in Lübbecke stellen es den Eltern frei, ihre Kinder zur Schule zu schicken. Sollten die Grundschulen kurzfristig geschlossen werden, steht eine Notbetreuung für dennoch eintreffende Schüler bereit.

Das Wittekind-Gymnasium teilte bereits am Sonntag auf der Homepage der Schule mit: „Eltern bzw. volljährige Schülerinnen und Schüler entscheiden, ob der Schulweg zumutbar und sicher ist. Bei extremen Wetterlagen können Eltern entscheiden, ihr Kind nicht in die Schule zu schicken. In diesem Fall ist die Schule von den Eltern umgehend zu informieren.“

Gleiches gilt auch für die Schüler der Stadtschule.

Infos gibt es auf den Internetseiten der Schulen

In Espelkamp hat das Sturmtief „Sabine“ ebenfalls Auswirkungen auf den Unterricht am Söderblom-Gymnasium und die Birger-Forell-Sekundarschule . Die beiden Bildungseinrichtungen haben auf ihrer Homepage bekannt gegeben, dass „aufgrund der Unwetterlage (Sturmwarnung) für Sonntag, 9. Februar, und Montag 10. Februar, die Eltern entscheiden können, ob der Schulweg für Ihre Kinder zumutbar und sicher ist“.

Die Schulen bitten darum, sich umgehend in der jeweiligen Einrichtung zu melden, sollten die Eltern entscheiden, ihr Kind nicht am Montag in die Schule zu schicken. „Bei extremen Wetterlagen können die Eltern entscheiden, ihre Kinder nicht in die Schule zu schicken“, heißt es in dem Schreiben der beiden Schulen an die Eltern weiter. Hinweise dazu finden Interessierte auch im Bildungsportal NRW.

Am Freitagnachmittag gaben die Bildungseinrichtungen auf Nachfrage bekannt, dass sie aber in jedem Fall Montag geöffnet haben werden. Eine Schließung der Grundschulen war am Freitag im Schulamt der Stadt ebenfalls noch kein Thema.

Das Gymnasium , die Sekundarschule und auch die Grundschulen aus Rahden teilen mit: „Falls Sie entscheiden, Ihre Kinder nicht zur Schule zu schicken, melden Sie sie bitte telefonisch oder per E-Mail im Sekretariat ab“ heißt es von beiden Bildungseinrichtungen. Die Grundschulen der Stadt wollten auf ihren Homepages informieren, ob es zum Unterrichtsausfall kommt oder nicht. Unabhängig davon gelte, dass die Eltern selbst entscheiden könnten, ob ihr Kind zum Unterricht komme oder nicht.“

Grundschulen in Hüllhorst, Preußisch Oldendorf und Stemwede bleiben geschlossen

Beim Schulverbund im Mühlengrund in Hüllhorst , zu denen die Grundschulen Tengern und Büttendorf gehören, fällt der Unterricht am Montag dagegen sicher aus. „Aufgrund dieser Unwetterlage findet nach Rücksprache mit dem Schulträger an den Hüllhorster Grundschulen aus Vorsorgegründen kein Unterricht statt. Für dennoch zu betreuende Schülerinnen und Schüler werden Lehrkräfte vor Ort sein. Zusätzliche Informationen entnehmen Sie bitte der Veröffentlichung des Schulministeriums“, heißt es auf der Internetseite des Schulverbundes.

Auch die Schüler der Preußisch Oldendorfer Grundschule sollen am Montag zu Hause bleiben, teilt die Schule im Internet mit.

In Stemwede lassen die Schulen, die in öffentlicher Trägerschaft sind, den Unterricht ebenfalls ausfallen.

„Aufgrund der Wetterverhältnisse und der Sturmwarnung findet am Montag, 10. Februar, kein Unterricht bei uns statt“, teilte die Stemweder-Berg-Schule in Wehdem am Sonntag auf ihrer Homepage mit. „Sollten Eltern eine Betreuung wünschen, so können wir diese von 8.10 Uhr bis 12.30 Uhr gewährleisten.“

Und die Grundschulen schreiben: „Es wird am Montag in Haldem, Levern und Oppenwehe kein Unterricht stattfinden. Sollten Eltern ihr Kind trotz der zu erwartenden Wetterlage schicken, ist für die Betreuung gesorgt.“ Unterschrieben ist die Mitteilung vom Sonntag von Jörg Bartel (Fachbereichsleiter Schulen in der Gemeindeverwaltung) sowie von den Grundschulleitern Ansgar Matern, Martina Weiffen-Flore und Belinda Weller.

So sieht die Wettervorhersage für den Mühlenkreis aus

Der heimische Meteorologe Friedrich Föst erklärt auf Facebook die genaue Wettervorhersage für Lübbecke: „Die Böen nehmen jetzt von Stunde zu Stunde zu und nach dem Mittagessen erreichen die dann auch Sturmstärke. Zum Kaffeekränzchen sind dann Böen im Bereich um 90 bis 100 km/h wahrscheinlich.“ Und weiter: „In etwa vom Kaffeekränzchen bis Mitternacht ist dann auch der Höhepunkt des Sturms. Die meisten Böen liegen im Bereich um 90 bis 100 km/h, bei durchziehenden Schauerstaffeln und der Kaltfront kurz vor Mitternacht sind einzelne Böen um 110 km/h möglich, auch eine Orkanböe kann dann schon mal mit von der Partie sein.“

Auch am Montag und vereinzelt am Dienstag könne es laut Föst dann immer noch Böen mit Windgeschwindigkeiten zwischen 70 und 80 km/h geben.

Schulen öffneten auch bei „Friederike“ nicht

Beim Sturmtief „Friederike“ im Januar 2018 hatten die weiterführenden Schulen in Lübbecke nach der sechsten Stunde „sturmfrei“ gegeben und den Eltern freigestellt, ihre Kinder auch früher aus dem Unterricht abzuholen.

Video: Sturm „Sabine“ über Ostwestfalen-Lippe

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7247921?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198399%2F2516047%2F
Macht dunkle Haut verdächtig?
Polizisten kontrollieren Dunkelhäutige: Ist der Anlass für die Überprüfung nur die Hautfarbe, ist die Kontrolle illegal. Foto: Imago
Nachrichten-Ticker