Fr., 27.03.2020

Berufskolleg Lübbecke praktiziert „Distance Learning“ Der Unterricht geht weiter

Aktueller Alltag für Lehrkräfte des Lübbecker Berufskolleg: Fachlehrerin Nicole Nolte hält ihren Unterricht per Videokonferenz.

Aktueller Alltag für Lehrkräfte des Lübbecker Berufskolleg: Fachlehrerin Nicole Nolte hält ihren Unterricht per Videokonferenz.

Lübbecke (WB). Wie wird in Zeiten von Corona unterrichtet, wenn die Schulen geschlossen sind? Ganz einfach: virtuell und digital. Dank einer funktionierenden IT-Infrastruktur kann auch der Unterricht am Berufskolleg Lübbecke in Zeiten von Corona weitergehen. Das neue Schlagwort heißt „Distance Learning“, auf Deutsch „Fernunterricht“. Alle Schüler bekommen Aufgaben über die Lernplattformen Moodle, Microsoft Office 365 oder per E-Mail gestellt.

In der Höheren Handelsschule stehen im Mai die Prüfungen zur Fachhochschulreife an. Um ihre Klasse möglichst gut darauf vorzubereiten, stellte die Lehrerin Nicole Nolte Aufgaben für das Fach Betriebswirtschaft auf der Lernplattform Office 365 zur Verfügung, mit der die Schüler bereits seit Beginn ihrer Schulzeit am Berufskolleg regelmäßig in allen Fächern arbeiten. Nachdem die Schüler die Aufgaben bearbeitet hatten, trafen sich alle mit Nicole Nolte zu einer Videokonferenz.

Schüler hören diszipliniert zu und können Fragen stellen

„Anhand der vorgefertigten Excel-Datei, die ich während der Besprechung mit den Schülern teilen konnte, habe ich das methodische Vorgehen bei der Kostenermittlung erläutert. Die Schüler hörten diszipliniert zu und hatten die Gelegenheit, Fragen zu stellen. Nach etwa 50 Minuten war die Aufgabe besprochen und es waren keine Fragen mehr offen“, berichtet Nicole Nolte.

„Die Videokonferenz war etwas Neues und eine aufregende Erfahrung. Ich würde mich freuen, wenn das in mehreren Fächern umgesetzt wird. Ich bin für das ‚Distance Learning‘“, sagt Schüler Fabian Schnieder aus der Klasse HH20A. Im Gegensatz zum normalen Unterricht in der Schule habe man sich viel mehr auf die Aufgabe und den Lehrer konzen­triert, als auf seine Umgebung. Schwierigkeiten seien eventuell die Kamera oder eine schlechte Internetverbindung. Ein Vorteil sei, dass man sich die Videokonferenz jederzeit wieder angucken könne, falls man sie verpasst habe.

Da alle mit der Videokonferenz zufrieden waren, war dies nicht der letzte virtuelle Unterricht für die Klasse. Die Einladung zur nächsten Videokonferenz ist bereits erfolgt. „Im digitalen Klassenbuch können die Schüler bereits lesen, welches Thema erklärt wird und mit welchen Seiten im Lehrbuch sie sich auf die Sitzung vorbereiten können“, sagt Nicole Nolte. „Ich bin froh, dass wir digital sehr gut auf diese Situation vorbereitet sind und sie meistern können“, sagt Nicole Nolte.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Anzeige


https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7344866?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198399%2F2516047%2F