Motoryachtclub Lübbecke hat sich den Umweltschutz auf die Fahne geschrieben
Blaue Flagge weht im Hafen

Lübbecke (WB). Gerade die heutige Zeit mit ihren weltweit steigenden Umweltproblemen erfordert so dringend Initiativen, die der Umwelterhaltung Rechnung tragen. Insofern ist es erfreulich, wenn auch Vereine sich entschließen, ihren Beitrag dazu zu leisten. Der MYC (Motoryachtclub) Lübbecke hat sich das aus Überzeugung zur Pflicht gemacht.

Samstag, 13.06.2020, 10:00 Uhr
Die stellvertretende Vorsitzende Regina Wellpott sowie der Vorsitzende Franz Stork zeigen stolz die blaue Fahne. Foto:
Die stellvertretende Vorsitzende Regina Wellpott sowie der Vorsitzende Franz Stork zeigen stolz die blaue Fahne.

Zum 21. Mal erhielt der Club jetzt die begehrte „Blaue Flagge“, eine Umweltauszeichnung für vorbildliches Umweltverhalten. Auch wenn die Coronazeiten das Flaggehissen nur mit Maske erlauben, ist dieser Moment immer ein Augenblick des Innehaltens. „Gerade als anerkannte Ausbildungsstätte ist es eine der unabdingbaren Aufgaben des MYC Lübbecke, Bewusstsein und Verantwortung für die Umwelt zu fördern“, sagte der Vorsitzende Franz Stork.

Die Vergabe der Blauen Flagge startete bereits im Jahr 1985 in Frankreich als Auszeichnung für seine Küstenregionen. Ab 1987 wurde dann in enger Zusammenarbeit mit der FEE (Foundation for Enviremental Education) der Kriterienkatalog vervollständigt, um das Gütesiegel mit Unterstützung der Europäischen Kommission europaweit einzuführen. Die FEE ist eine länderübergreifende nicht staatliche Stiftung mit Sitz in Kopenhagen, die sich dem Umweltschutz und der Umweltbildung verschrieben hat. Als Initiative agiert die Kampagne Blaue Flagge im Sinne des Aktionsprogramms Agenda 21. In dieser Agenda wurde 1992 auf einer Konferenz der vereinten Nationen in Rio de Janeiro ein Kriterienkatalog für Umwelt und Entwicklung und einem umweltbewussten Umgang mit Landschaft und Natur festgeschrieben.

Umfangreiche Kriterien

Die FEE fungiert mittlerweile weltweit in vielen Ländern als Dachorganisation in Kooperation mit den Mitgliedsorganisationen der jeweiligen Länder. Seit 1987 koordiniert die Deutsche Gesellschaft für Umwelterziehung (DGU) zusammen mit der FEE diverse Umweltprojekte, unter anderem die Blaue Flagge. Sie ist das erste gemeinsame Umweltsymbol, das für jeweils ein Jahr an nachhaltige Sportboothäfen und Badestellen in mehr als 50 Ländern international vergeben wird. Im Jahr 2020 wehen 4594 Blaue Flaggen weltweit.

Alle mit der Blauen Flagge ausgezeichneten Sportboothäfen oder Badestellen müssen regelmäßig einen umfangreichen Kriterienkatalog erfüllen. Ihre vorbildliche Umweltarbeit bezogen unter anderem auf Wasserqualität und Umweltmanagement ist bei den zuständigen Gremien jährlich neu nachzuweisen. Es lohnt ein Blick auf die Bedingungen, die jeder Verein für diese Umweltzertifikation zu erfüllen hat. Die Kriterien sind streng und beziehen sich auf alle Belange des Umweltschutzes.

Jährlich werden die Bedingungen an die aktuellen Erkenntnisse und den sich daraus ergebenen Neuorientierungen angepasst und akribisch unter die Lupe genommen. Hat man es geschafft, die hochgesteckten Hürden zu nehmen, ist die Erleichterung groß. Für den Motoryachtclub Lübbecke, der sowohl dem Deutschen Motoryachtverband, dem Landesverband NRW, dem deutschen Sportbund und dem Stadtsportbund Lübbecke angehört, ist die Blaue Flagge natürlich ein Muss. Zeigt sie doch nachdrücklich eine Vereinshaltung mit Vorbildcharakter. Klar gibt es immer wieder mal kontroverse Diskussionen, wie weit so ein auf die Umwelt bezogener Kriterienkatalog für die Blaue Flagge gehen soll, doch letztlich herrscht Einigkeit darüber, was man will, nämlich sich im Rahmen der Möglichkeiten in der eigenen Welt so zu bewegen, dass es der Umwelt dient und ihr nicht durch unsachgemäßes Verhalten geschadet wird.

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