Weltweiter Aktionstag zum Bauchspeicheldrüsenkrebs betrifft auch den Mühlenkreis
Einen Abend lang ist der Kaiser lila

Lübbecke/Minden (WB) -

Anlässlich des Welt-Pankreas-Krebstages 2020 wird am Donnerstag, 19. November, in den Abendstunden das Kaiser-Wilhelm-Denkmal in Porta Westfalica lila erleuchtet werden. Die Aktion wird verantwortet vom Arbeitskreis der Pankreatektomierten (AdP), einer bundesweit aktiven und gerade in Ostwestfalen und Minden engagierten Selbsthilfegruppe von Erkrankten der Bauchspeicheldrüse. Das Pankreaszentrum Minden am Universitätsklinikum Minden unterstützt diese Aktion.

Mittwoch, 18.11.2020, 14:56 Uhr aktualisiert: 18.11.2020, 15:04 Uhr
Anlässlich des Welt-Pankreas-Krebstages wird am Donnerstag in den Abendstunden das Kaiser Wilhelm-Denkmal lila erleuchtet sein. Die Aktion wird verantwortet vom Arbeitskreis der Pankreatektomierten, einer Selbsthilfegruppe von Erkrankten der Bauchspeicheldrüse.
Anlässlich des Welt-Pankreas-Krebstages wird am Donnerstag in den Abendstunden das Kaiser Wilhelm-Denkmal lila erleuchtet sein. Die Aktion wird verantwortet vom Arbeitskreis der Pankreatektomierten, einer Selbsthilfegruppe von Erkrankten der Bauchspeicheldrüse.

 

In Deutschland erkranken jährlich rund 15.000 Menschen an Krebs der Bauchspeicheldrüse (Pankreaskarzinom), weltweit fast eine halbe Million. Betroffen sind Menschen meist nach dem 60. Lebensjahr. Glücklicherweise kann heute bedeutend wirksamer behandelt werden als früher. In den Fällen, in denen eine Heilung das Ziel der Erkrankung ist, spielt die Operation die zentrale Rolle, eine Chemotherapie kann und muss häufig unterstützend eingesetzt werden.

Die Behandlungen sind aufwändig und langwierig. Aus diesem Grunde ist auch die Selbsthilfe für die Betroffenen von sehr großer Bedeutung. Hier holen sich Betroffene und Angehörige Rat und Unterstützung, während, aber auch vor allem nach der Behandlung. Denn trotz erfolgreicher Operation können Folgeprobleme wie zum Beispiel Zuckerkrankheit oder Verdauungsbeschwerden auftreten.

Der AdP wurde 1976 von Betroffenen gegründet und hat seinen Sitz in Bonn. Dem Verein gehören 1600 Mitglieder in rund 60 Regionalgruppen an. Der Arbeitskreis steht unter der Schirmherrschaft der Stiftung Deutsche Krebshilfe (DKH). In Ostwestfalen ist der AdP sehr aktiv und hat hier etwa 120 Mitglieder in insgesamt drei Regionalgruppen. Die Gruppen werden von Friedhelm Möhlenbrock, stellvertretender Vorsitzender des AdP-Bundesverbandes, geleitet. Dieter Prey und Matthias Erlenburg stehen als Stellvertreter ebenfalls mit Rat und Tat zur Verfügung.

Bereits zum siebten Mal in Folge findet am 19. November der weltweite Aktionstag zum Bauchspeicheldrüsenkrebs statt. Die US-Organisation „World Pancreatic Cancer Coalition (WPCC)“ richtet seit 2014 diese Kampagne aus. Der AdP ist Mitglied im WPCC und organisiert rund um den Aktionstag bundesweit Aktionen und Veranstaltungen, öffentliche Gebäude werden zum Beispiel in Lila angestrahlt. Das ist die Motto-Farbe.

Seit vielen Jahren gibt es Kooperationen des AdP mit Kliniken, die sich auf dem Gebiet der Pankreas-Erkrankungen im Besondern spezialisiert haben. Mit der Klinik für Klinik für Allgemeinchirurgie Viszeral-, Thorax- und Endokrine Chirurgie am Johannes Wesling Klinikum unter Leitung von Professor Dr. Berthold Gerdes und der Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und unter Leitung von Professor Dr. Carsten Gartung, sowie der Universitätsklinik für Hämatologie, Onkologie, Hämostaseologie und Palliativmedizin unter Leitung von Professor Dr. Martin Griesshammer ist genau dies der Fall. Gemeinsam bilden sie das sogenannte Pankreaskarzinomzentrum-Minden (PKZM), welches 2013 von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifiziert wurde.

Wichtige Partner sind aber auch die Rehabilitationskliniken. In OWL arbeitet der AdP mit drei Kliniken sehr intensiv zusammen. Mit der Klinik Bad Oexen und der Klinik Porta-Westfalica in Bad Oeynhausen gibt es gleich zwei Reha-Kliniken im Kreis. Aber auch die Reha-Klinik Rosenberg in Bad Driburg gehört zu den verlässlichen Partnern.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7683535?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198399%2F2516047%2F
Maskenattest: Diagnose nennen ist nicht Pflicht
Beschäftigte in den Ordnungsämtern kontrollieren - wie hier in Pforzheim - die Maskenpflicht.
Nachrichten-Ticker