Fr., 22.12.2017

Bundesligaspieler Svitlica will von Kokainschmuggel nichts gewusst haben GWD-Spieler hinterlegt 30.000 Euro Kaution

Aleksandar Svitlica, hier beim Bundesligaspiel am Donnerstagabend in Lübbecke, will von Kokainschmuggel nichts gewusst haben.

Aleksandar Svitlica, hier beim Bundesligaspiel am Donnerstagabend in Lübbecke, will von Kokainschmuggel nichts gewusst haben. Foto: Thomas F. Starke

Von Christian Althoff

Minden/Hamburg (WB). Der Handballspieler Aleksandar Svitlica (35) vom Erstligisten GWD Minden hat im November 30.000 Euro Kaution hinterlegt, damit ein Haftbefehl gegen ihn außer Vollzug gesetzt wurde. Das erfuhr das WESTFALEN-BLATT aus dem Umfeld des Sportlers. Svitlica bestreitet, in Drogengeschäfte verwickelt gewesen zu sein.

Wie am Donnerstag exklusiv berichtet, ermittelt die Staatsanwaltschaft Hamburg im Zusammenhang mit Kokainlieferungen aus Südamerika gegen den Spieler. Er soll für andere Verdächtige Flüge gebucht, ihnen einen fünfstelligen Betrag geliehen und gedolmetscht haben. Svitlica ist einer von sieben Verdächtigen, gegen die sich das Ermittlungsverfahren richtet. Die Hauptverdächtigen sitzen in U-Haft­. Sie sollen mindestens 240 Kilogramm Kokain nach Deutschland geschafft haben. Svitlica wird Beihilfe vorgeworfen.

Das teilte GWD Minden mit

GWD Minden teilte am Donnerstag mit, man nehme die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft ernst und erwarte, dass der Spieler uneingeschränkt mit den Ermittlungsbehörden zusammenarbeite. Für Svitlica gelte aber die Unschuldsvermutung. Am Donnerstag verlor Minden mit Svitlica im Bundesliga-Derby bei Lübbecke 22:29.

Anwalt Rostek: »Für meinen Mandanten waren es Freundschaftsdienste«

Svitlicas Anwalt Dr. Holger Rostek aus Bielefeld erklärte, es sei keinesfalls erwiesen, dass sich sein Mandant der Beihilfe schuldig gemacht habe. »Es stimmt zwar, dass er Flüge gebucht, Geld geliehen und gedolmetscht hat. Er kannte aber die wahren Hintergründe nicht.« Bei einer Zahlung sei er davon ausgegangen, dass das Geld für einen Autokauf verwendet werde. »Für meinen Mandanten waren es Freundschaftsdienste, die er geleistet hat. Er hat von Kokainlieferungen nichts gewusst.« Das habe Aleksandar Svitlica den Ermittlern auch bei einer erneuten Vernehmung in der vergangenen Woche versichert.

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