Polizeieinsatz am Mindener Bahnhof nach Rechten-Demo in Bielefeld
Übergriff auf zwei Bahnreisende in Minden

Minden/Bielefeld (WB). Ein Angriff aus einer etwa 15 bis 20 Personen umfassenden Gruppe auf zwei Reisende im Regionalzug (RE 70) der Westfalenbahn ist der Polizei im Kreis Minden-Lübbecke am frühen Samstagabend gemeldet worden.

Montag, 12.11.2018, 16:48 Uhr aktualisiert: 15.11.2018, 08:02 Uhr
Die Rechten-Demo zum 90. Geburstag von Holocaust-Leugnerin Ursula Haverbeck. Foto: Christian Müller
Die Rechten-Demo zum 90. Geburstag von Holocaust-Leugnerin Ursula Haverbeck. Foto: Christian Müller

Nach Angaben der Polizei führte dies zu einem größeren Einsatz am Bahnhof in Minden. Da es sich bei der Gruppe um rückreisende Teilnehmer der Demonstration in Bielefeld handeln sollte und einige vermummt auftraten, forderte die Mindener Polizei Unterstützung bei ihren Kollegen in Lippe und Herford an.

Gegen 18.50 Uhr waren mehrere Anrufe bei der Leitstelle der Polizei in Minden eingegangen. Einsatzkräfte, darunter auch ein heimischer Diensthundführer, sicherten beim Eintreffen des Zuges auf Gleis 12 zunächst die Türen. Anschließend wurden in den Waggons die Personalien von 17 Personen festgestellt.

Darunter befanden sich auch drei Männer im Alter von 22, 25 und 27 Jahren aus Hannover, die einen 17-Jährigen aus dem Landkreis Mansfeld-Südharz in Sachsen-Anhalt und einen 43-jährigen Mann aus dem Kreis Steinburg in Schleswig-Holstein getreten und geschlagen haben sollen.

Verdacht auf Körperverletzung

Zuvor sollen die beiden Reisenden, sie erlitten leichte Verletzungen, beleidigt worden sein. Zwei andere Zugreisende sprachen gegenüber den Beamten von einem Tumult zwischen einer sieben- bis achtköpfigen Gruppe und den beiden Männern. Dieser ereignete sich während der Fahrt auf Höhe von Bad Oeynhausen.

Die Regionalbahn konnte nach einer Stunde Zwangsaufenthalt gegen 20 Uhr den Mindener Bahnhof in Richtung Braunschweig verlassen. Die beiden leicht verletzten Reisenden verließen Minden mit einem nachfolgenden Zug. Die Polizei leitete ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts auf Körperverletzung, Bedrohung und Beleidigung ein.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6186346?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198399%2F2643776%2F
Verständnis für Gjasula
In der Zweitliga-Saison 2018/19 spielte Klaus Gjasula (rechts) noch gegen den HSV, künftig läuft er für die Hamburger auf. Foto: dpa
Nachrichten-Ticker