So., 19.05.2019

Mindener Achim Post wird von Abgeordneten als möglicher Nachfolger genannt Löst ein Ostwestfale Andrea Nahles ab?

Der Mindener Bundestagsabgeordnete Achim Post wird von einigen Abgeordneten als möglicher Nachfolger von Andrea Nahles gehandelt.

Der Mindener Bundestagsabgeordnete Achim Post wird von einigen Abgeordneten als möglicher Nachfolger von Andrea Nahles gehandelt. Foto: Oliver Schwabe

Berlin/Minden (WB/dpa). In der krisengeplagten SPD gibt es nach einem Medienbericht Überlegungen zu einem Aufstand gegen Partei- und Fraktionschefin Andrea Nahles. Als möglicher Nachfolger wird der Mindener Bundestagsabgeordnete Achim Post gehandelt.

Falls die Europa- und Bremenwahl am 26. Mai verloren gehen sollte, solle Nahles aus der Bundestagsfraktion heraus dazu bewegt werden, freiwillig auf das Amt der Fraktionsvorsitzenden zu verzichten. Das hat die »Welt am Sonntag« unter Berufung auf mehrere SPD-Abgeordnete und -Funktionäre aus Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen berichtet. Demnach hätten sich bereits Anfang des Jahres Sozialdemokraten aus Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen zu einer gemeinsamen Strategie-Tagung getroffen. Zuletzt soll sich ein Teil der Gruppe am vergangenen Freitag getroffen haben.

60-Jähriger führt mächtige SPD-Landesgruppe seit 2017

Als möglicher Nachfolger werde von einigen Abgeordneten der bisherige Vizefraktionschef Achim Post genannt. Der 60-Jährige leitet die große und deshalb mächtige NRW-Landesgruppe in der Fraktion und gilt dem Bericht der »WamS« nach als ausgleichend und integrativ. Seit der Bundestagswahl 2017 führt er die Landesgruppe der SPD-Abgeordneten aus Nordrhein-Westfalen. Der Europa- und Finanzpolitiker werde zudem vor allem von den Kollegen in der Bundestagsfraktion geschätzt, die sich über die jüngsten Enteignungsfantasien des Juso-Vorsitzenden Kevin Kühnert empört haben, heißt es weiter.

Nahles sollen ungenügende Führungsfähigkeiten vorgeworfen werden

Der Schritt soll dem Bericht zufolge gegangen werden, wenn die Sozialdemokraten bei der Europawahl deutlich unter 20 Prozent bleiben (2014: 27,3 Prozent) und hinter die Grünen auf Platz drei zurückfallen oder bei der Bürgerschaftswahl in Bremen am selben Tag besonders schlecht abschneiden. Für beides würden ungenügende Führungsfähigkeiten von Nahles mitverantwortlich gemacht, schreibt das Blatt.

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