So., 09.06.2019

Eltern des 18-Jährigen sind am Sonntag in der Weserstadt angekommen Vermisster Taiwanese: Gedenkfeier in Minden

Ein Taucher der Feuerwehr sucht an einer seichten Stelle der Weser nahe der Mindener Schiffsmühle nach dem 18-Jährigen aus Taiwan. Er wird seit Freitag vermisst.

Ein Taucher der Feuerwehr sucht an einer seichten Stelle der Weser nahe der Mindener Schiffsmühle nach dem 18-Jährigen aus Taiwan. Er wird seit Freitag vermisst. Foto: Polizei Minden

Minden (WB/fw). Im Fall des vermissten Austauschschülers aus Taiwan hat es am Sonntag bereits eine Gedenkfeier in Minden gegeben. Der 18-Jährige war am Freitag beim Schwimmen in der Weser abgetrieben. Von dem jungen Mann fehlt weiterhin jede Spur.

Nachdem auch am Samstag die Suchmaßnahmen erfolglos blieben, tendiert die Wahrscheinlichkeit, den jungen Mann noch lebend zu finden, gegen Null. Dafür spreche die Erfahrung, wie ein Polizeisprecher im Gespräch erklärte.

Mittlerweile sind die Eltern des 18-Jährigen in Minden eingetroffen. Daher wurde die Promenade an der Weser für etwa zwei Stunden abgesperrt. Dort hatten die Eltern sowie weitere Personen die Möglichkeit, um ein buddhistisches Ritual zu Ehren des 18-Jährigen durchzuführen. Gegen 15 Uhr war die Zeremonie am Sonntag beendet und die Sperrung wurden aufgehoben.

Junger Taiwanese war in einem Zeltlager an der Weser

Wie bereits berichtet, hielt sich der 18-Jährige am Freitag als Mitglied einer rund 60-köpfigen internationalen Gruppe von Austauschschülern zu einem Zeltlager an der Weser in Minden auf. Als er am frühen Abend zum Schwimmen ins Wasser gegangen war, trieb er plötzlich ab. Trotz sofort eingeleiteter Hilfsmaßnahmen gelang es nicht, den jungen Mann aus dem Wasser zu retten.

Dutzende Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr suchten am Freitag und Samstag nach dem jungen Mann – mit Hunden, Booten, einem Polizeihubschrauber und Tauchern. Die Aktion wurde nach vielen Stunden eingestellt. »Sollten sich in den kommenden Tagen neue Anhaltspunkte ergeben, wird die Suche wieder aufgenommen«, teilte die Polizei am frühen Samstagabend mit.

Polizeihubschrauber flog am Samstag die Weser ab

Die Besatzung eines Polizeihubschraubers aus Düsseldorf flog am Morgen im Suchgebiet über die Weser, um aus der Luft nach dem Vermissten Ausschau zu halten. »Am Nachmittag unterstützten noch zwei Suchhunde der Polizei die Maßnahmen« , sagt der Polizeisprecher.

Da die speziell ausgebildeten Tiere im Bereich zwischen der Mindener Glacisbrücke und einem Wassersportverein an mehreren Stellen Nahe des Ufers Witterung aufnahmen, suchten Taucher der Feuerwehr Petershagen diese akribisch ab.

Kein Hinweis auf den Verbleib des 18-Jährigen

»Letztlich blieben aber alle Anstrengungen der Einsatzkräfte ohne den erhofften Erfolg«, sagt Steinmeyer. Nach einer rund neunstündigen intensiven Suche wurden die Maßnahmen am Samstagnachmittag schließlich eingestellt. »Sollten sich in den kommenden Tagen neue Anhaltspunkte ergeben, wird die Suche wieder aufgenommen«, ergänzt der Polizeisprecher.

 

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