Mo., 10.06.2019

18 Jahre alter Austauschschüler verschwand beim Baden in der Weser in Minden Vermisster Taiwanese noch nicht gefunden

Rettungskräfte suchten in der Weser nach dem vermissten Taiwanesen. Der junge Mann wurde bisher nicht gefunden.

Rettungskräfte suchten in der Weser nach dem vermissten Taiwanesen. Der junge Mann wurde bisher nicht gefunden. Foto: Christian Müller

Minden (WB/dpa). Ein Austauschschüler aus Taiwan ist beim Baden in der Weser wahrscheinlich ertrunken. Die Polizei stellte am Wochenende die Suche nach dem 18-Jährigen ein. »Es gibt keine neuen Erkenntnisse«, sagte ein Sprecher der Polizei am Pfingstmontag.

Der Teenager war mit rund 60 anderen Austauschschülern aus verschiedenen Ländern in Minden unterwegs. Die Jugendlichen waren in einem Zeltlager an der Weser untergebracht. Der 18-Jährige soll am Freitagabend in Höhe eines Rudervereins schwimmen gegangen und dabei abgetrieben sein.

Bis zum Einbruch der Dunkelheit wurde mit einem Hubschrauber, Booten und einem Rettungsschwimmer nach ihm gesucht. Am Samstag wurde die Suche über Stunden fortgesetzt – und schließlich eingestellt.

Buddhistische Zeremonie am Sonntag in Minden

Mittlerweile sind die Eltern des 18-Jährigen in Minden eingetroffen. Daher wurde die Promenade an der Weser für etwa zwei Stunden abgesperrt. Dort hatten die Eltern sowie weitere Personen die Möglichkeit, um ein buddhistisches Ritual zu Ehren des 18-Jährigen durchzuführen. Gegen 15 Uhr war die Zeremonie am Sonntag beendet und die Sperrung wurden aufgehoben.

In den Tagen zuvor suchte die Polizei auch mit einem Hubschrauber nach dem jungen Mann. Die Besatzung eines Polizeihubschraubers aus Düsseldorf flog am Morgen im Suchgebiet über die Weser, um aus der Luft nach dem Vermissten Ausschau zu halten.

Suchhunde schlugen in Minden an der Weser an

»Am Nachmittag unterstützten noch zwei Suchhunde der Polizei die Maßnahmen«, sagt der Polizeisprecher. Da die speziell ausgebildeten Tiere im Bereich zwischen der Mindener Glacisbrücke und einem Wassersportverein an mehreren Stellen Nahe des Ufers Witterung aufnahmen, suchten Taucher der Feuerwehr Petershagen diese akribisch ab.

»Letztlich blieben aber alle Anstrengungen der Einsatzkräfte ohne den erhofften Erfolg«, sagt der Polizeisprecher am Samstag. Nach einer rund neunstündigen intensiven Suche wurden die Maßnahmen am Samstagnachmittag schließlich eingestellt. »Sollten sich in den kommenden Tagen neue Anhaltspunkte ergeben, wird die Suche wieder aufgenommen«, ergänzt der Polizeisprecher.

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