Fr., 21.02.2020

Mutmaßliche Terrorgruppe: Pannen bei der Polizei Hamm Mindener hatte ein Waffenverbot

In Handschellen und mit einem weißen Handtuch über dem Kopf wird Ulf R. aus Porta Westfalica abgeführt.

In Handschellen und mit einem weißen Handtuch über dem Kopf wird Ulf R. aus Porta Westfalica abgeführt. Foto: Althoff

Minden/Hamm/Porta Westfalica  (WB/ca). Im Fall der mutmaßlich rechten Terrorgruppe, die vor einer Woche aufgeflogen war, hatte die Mindener Polizei zwei der 13 Verdächtigen bereits seit Jahren als sogenannte Reichsbürger in den Akten.

Die Behörde untersagte Thomas N. (55) aus Minden deshalb 2018 vorsorglich den Besitz von erlaubnisfreien Waffen wie Gaspistolen und größeren Stichwaffen. Thomas N. zog dagegen vor Gericht und unterlag in erster Instanz. Einem weiteren Terrorverdächtigen, Ulf R. (47) aus Porta Westfalica, nahm die Polizei einen bereits erteilten Kleinen Waffenschein ab, nachdem sie von dessen Nähe zur „Reichsbürger“-Szene erfahren hatte.

Unterdessen wurde bekannt, dass im Polizeipräsidium Hamm Hinweise auf eine mögliche Radikalisierung eines Beamten 2018 nicht konsequent verfolgt wurden. Der Beamte zählt ebenfalls zu den 13 Terrorverdächtigen. Das NRW-Innenministerium hat eine umfassende Untersuchung angeordnet.

Video: Ulf R. wird abgeführt

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