Corona-App beantwortet Fragen
Notbetreuung an Schulen erweitert

Minden (WB). Seit dem 18. März bieten die heimischen Schulen insbesondere für die Klassen eins bis sechs eine Notbetreuung an. Wo ein Ganztagsangebot besteht, ist ab sofort auch eine Betreuung aller Schülerinnen und Schüler bis in den Nachmittag sichergestellt. Dies gilt unabhängig davon, ob das Kind einen Ganztagsplatz hat. Das hat der Kreis Minden-Lübbecke mitgeteilt.

Sonntag, 22.03.2020, 17:46 Uhr aktualisiert: 22.03.2020, 17:48 Uhr
Der Kreis Minden-Lübbecke erweitert jetzt das Betreuungsangebot für Schulkinder. Foto: dpa
Der Kreis Minden-Lübbecke erweitert jetzt das Betreuungsangebot für Schulkinder. Foto: dpa

Ab dem 23. März wird die bestehende Regelung erweitert, sodass nun auch die Beschäftigten in so genannten Schlüsselberufen einen Anspruch auf Notbetreuung haben, deren Partner nicht in kritischen Infrastrukturen beschäftigt sind. Ebenfalls wird ab dem 23. März bis einschließlich 19. April der zeitliche Umfang ausgeweitet. Ab dann steht die Notbetreuung bei Bedarf an allen Tagen der Woche, also auch samstags und sonntags, und in den Osterferien (mit Ausnahme von Karfreitag bis Ostermontag) zur Verfügung.

Ein Elternteil ist unabkömmlich

Ein Anspruch auf diese Notbetreuung bestand bislang, wenn beide Elternteile als Schlüsselpersonen in der so genannten kritischen Infrastruktur arbeiten, sie dort unabkömmlich sind und eine Kinderbetreuung durch die Eltern selbst nicht ermöglicht werden kann. Einen Anspruch haben auch Alleinerziehende mit einer beruflichen Tätigkeit im Bereich kritischer Infrastrukturen.

Neue App beantwortet Fragen

„Was tun bei Corona-Verdacht?“ Eine neue App der Charité Berlin hilft, die Notwendigkeit eines Arztbesuches oder Coronavirus-Tests besser einzuschätzen: „CovApp“. Die medizinisch relevanten Informationen für ein etwaiges Arztgespräch werden am Ende eines Online-Fragebogens zusammengefasst. Weitere Informationen zu dieser App finden sich auf https://covapp.charite.de/

Die „CovApp“ erbringt keine diagnostischen Leistungen. Nutzer erhalten aber nach Beantwortung des Fragenkatalogs konkrete Handlungsempfehlungen, Ansprechpartner und Kontakte sowie eine Zusammenfassung ihrer Daten. Ziel ist es, die Patientenströme in Krankenhäuser und Teststellen zu optimieren.

153 Erkrankte im Kreis

Stand Sonntag, 11 Uhr, sind im Kreis Minden-Lübbecke 153 Corona-Infektionen bestätigt. Vier Erkrankte werden im Klinikum Minden auf der Isolierstation (nicht Intensivstation) behandelt, ebenso fünf Verdachtsfälle. Fünf Menschen sind vom Gesundheitsamt aus der häuslichen Isolation entlassen worden.

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