Unfall auf unbeschranktem Bahnübergang in Petershagen – Fahrer (19) schwer verletzt
20-Jähriger stirbt bei Kollision mit Zug

Petershagen (WB/igs). Ein 20-Jähriger aus Petershagen ist am Sonntag bei einem Unfall im Ortsteil Frille ums Leben gekommen. Er saß in einem Wagen, der auf einem unbeschrankten Bahnübergang mit einem Zug der Eurobahn kollidiert war.

Sonntag, 27.09.2020, 17:05 Uhr aktualisiert: 27.09.2020, 20:02 Uhr
Der Passat wurde durch den Zusammenprall mit dem Zug aufs Dach geschleudert. Foto: Christian Müller
Der Passat wurde durch den Zusammenprall mit dem Zug aufs Dach geschleudert. Foto: Christian Müller

Nach Auskunft der Polizei war der 20-Jährige als Beifahrer mit einem 19-Jährigen am Steuer eines VW Passat auf der Holzstraße unterwegs gewesen. Auf dem unbeschrankten Bahnübergang kam es gegen 12.10 Uhr zum Zusammenstoß mit der Eurobahn. Der Zug, der auf der Strecke von Bielefeld in Richtung Nienburg fuhr, krachte in die Beifahrerseite.

Der VW wurde ins Gleisbett geschleudert und blieb dort auf dem Dach liegen. Der Zug kam rund 270 Meter hinter dem mit Andreaskreuzen gekennzeichneten Bahnübergang zum Stehen.

Nach Auskunft von Zeugen soll der Zugführer noch mehrfach per Signal vor dem nahenden Zug gewarnt haben, außerdem habe er noch versucht zu bremsen – allerdings vergeblich. Der Fahrer soll laut Zeugen auf das Signalhorn nicht reagiert haben und sei mutmaßlich ohne anzuhalten über die Schienen gefahren.

Rettungshubschrauber im Einsatz

Einsatzkräfte von Rettungsdienst und Polizei eilten zum Unfallort, auch ein Rettungshubschrauber wurde angefordert. Der 19-jährige Fahrer wurde bei dem Zusammenstoß schwer verletzt. Er wurde mit dem Hubschrauber Christoph 13 ins Mindener Klinikum gebracht. Für den 20-jährigen Beifahrer kam jede Hilfe zu spät. Die 21 Insassen der Eurobahn – Fahrgäste und Personal – überstanden den Unfall körperlich unversehrt. Der Zugführer erlitt einen Schock

Der Zug war im Frontbereich erheblich beschädigt und konnte seine Fahrt nicht fortsetzen. Der weitere Transport der Fahrgäste erfolgte anschließend mit einem Bus. Die Bahnstrecke konnte um 15.37 Uhr wieder für den Verkehr freigegeben werden.

Der total beschädigte VW wurde von der Polizei sichergestellt. Zudem forderten die Einsatzkräfte einen Polizeihubschrauber aus Dortmund an. Dessen Besatzung fertigte Luftaufnahmen von der Unglücksstelle.

Neben den Beamten der Polizei Minden-Lübbecke und der Bundespolizei aus Bielefeld waren zahlreiche Kräfte der Feuerwehr sowie des Rettungsdienstes im Einsatz. Zudem waren ein Notfallmanager und weitere Mitarbeiter der Bahn sowie mehrere Notfallseelsorger vor Ort.

 

 

 

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