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Do., 21.08.2014

Riesen-Stau löste sich nur langsam auf – Polizei schätzt Schaden auf 100.000 Euro A2 nach Lkw-Brand fast neun Stunden gesperrt

Der Brand eines Lastwagens, der Metallteile geladen hatte, war der Auslöser für das Verkehrschaos auf der A2 am Donnerstag. Der Stau löste sich im Laufe des Tages nur langsam auf.

Der Brand eines Lastwagens, der Metallteile geladen hatte, war der Auslöser für das Verkehrschaos auf der A2 am Donnerstag. Der Stau löste sich im Laufe des Tages nur langsam auf. Foto: dpa/Holger Hollemann

Porta Westfalica/Bad Nenndorf (dpa). Der kilometerlange Stau nach dem Brand eines Lastwagen-Anhängers auf der Autobahn 2 bei Bad Eilsen in Niedersachsen hat sich am Donnerstagnachmittag nur langsam aufgelöst. Fast neun Stunden war die Fahrbahn Richtung Hannover gesperrt.

Vor Ort bot sich ein Bild wie auf einem Schrottplatz. Überall verstreut lagen von dem mit Autoteilen beladenen Anhänger ausgebrannte Kühler, Batterien oder alte Autoradios. Auch Motorenteile aus Aluminium ragten unter dem Löschschaum der Feuerwehr heraus. Die Hitzeentwicklung war so groß, dass die Oberfläche der Fahrbahndecke zu schmelzen begann. Ein Teleskopkran hievte gegen 11 Uhr das Wrack auf einen Sattelschlepper.

Aufgrund der aufwendigen Aufräumarbeiten musste die Autobahn in Richtung Hannover/Berlin so lange gesperrt bleiben. Ab Porta Westfalica wurde der Verkehr von der Autobahn abgeleitet. Auch in der Fahrtrichtung Dortmund kam es wegen der zeitweisen Umleitung zu starken Behinderungen. Erst ab 14 Uhr wollte die Autobahnmeisterei die Bahn wieder freigeben. Die festsitzenden Lastwagen wurden über die Gegenfahrbahn abgeleitet.

Wegen einer Baustelle war in dem Bereich sowieso nur Tempo 60 erlaubt. Die Fahrbahndecke wurde durch geschmolzene Metallteile zwar beschädigt, ist aber vorübergehend befahrbar. Der geschmolzene Asphalt wurde nach den Aufräumarbeiten abgeschabt und von der Fahrbahn entfernt. Ab Montag soll sie dann an der Unglücksstelle komplett erneuert werden.

Gegen 5.30 Uhr war der Anhänger eines mit Autoteilen beladenen Lastwagens in Brand geraten. Infolgedessen beschädigten geschmolzene Metall- und Kunststoffteile die Fahrbahn. Der litauische Lastwagenfahrer wurde nicht verletzt. Er brachte den Sattelzug rasch zum Stehen und koppelte den brennenden Anhänger ab. Der Grund für das Feuer war zunächst unklar, möglicherweise war es ein technischer Defekt. Die Polizei schätzt den Schaden auf etwa 100.000 Euro.

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