Frau will Urteil nicht akzeptieren
Berufung nach Bewährungsstrafe für Erzieherin

Minden (dpa). Der Fall einer verurteilten Erzieherin wird möglicherweise ein Nachspiel am Landgericht Bielefeld haben. Nachdem das Amtsgericht Minden eine 38-Jährige zu sechs Monaten Haft auf Bewährung verurteilt hat, will die Frau das Urteil nicht akzeptieren.

Montag, 27.02.2017, 14:12 Uhr
Die Angeklagte (rechts) mit ihrer Anwältin. Foto: Christian Althoff
Die Angeklagte (rechts) mit ihrer Anwältin. Foto: Christian Althoff

Ihre Anwältin habe Berufung eingelegt, sagte eine Gerichtssprecherin am Montag.

Das Amtsgericht Minden lag mit dem Urteil deutlich über der Forderung der Staatsanwaltschaft nach einer Geldstrafe und war dem Antrag der Nebenkläger gefolgt. Der Richter am Amtsgericht hatte es als erwiesen angewiesen, dass die Leiterin der Tagesstätte ihre Sorgfalts- und Aufsichtspflicht verletzt hat.

Unter ihrer Aufsicht war im Juni 2015 ein 16 Monate alter Junge in Porta Westfalica nach dem Sturz in einen wenige Zentimeter hoch mit Wasser gefüllten Maurerkübel gefallen und ertrunken. Über den Berufungsantrag muss jetzt das Landgericht Bielefeld entscheiden.

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