Fr., 12.07.2019

Nach Brand im Kraftwerk gibt »Umsonst & Draußen«-Team Entwarnung Festival findet statt

Von Florian Weyand

Porta Westfalica/ Vlotho(WB). Musikfans können aufatmen: Nach dem Brand im stillgelegten Kraftwerk Veltheim in Porta Westfalica ist das dort angesiedelte Umsonst & Draußen-Musikfestival nicht in Gefahr. »Stand jetzt gibt es für das Festival keine Einschränkungen«, sagt der Organisator Karsten Weishaar aus Bielefeld.

Am Mittwochabend war im Bereich der ehemaligen Rauchgasentschwefelungsanlage des Kraftwerks ein Feuer ausgebrochen. Zuvor hatte es dort Abrissarbeiten gegeben. Auf dem Smartphone von Karsten Weishaar, dem Vorsitzenden des Vereins »Umsonst & Draußen Kultur« in Bielefeld, gingen zahlreiche Videos und Fotos ein, die den Brand dokumentierten. Zudem erhielt er viele Anfragen und Nachrichten über die sozialen Medien. »Die Leute wollten natürlich wissen, ob das Festival stattfinden wird«, sagt Weishaar.

Festivalgelände liegt in Nachbarschaft

Das Festivalgelände, auf dem sich vom 2. bis zum 4. August etwa 50 Bands den Fans präsentieren werden, liegt in direkter Nachbarschaft des stillgelegten Kraftwerks. Der beim Musikfest genutzte Bereich ist laut Weishaar aber nicht vom Brand betroffen. Auch durch Rauchpartikel und umherfliegende Trümmer, die zum Beispiel im Kalletal niedergegangen waren, sieht der Organisator keine Probleme. Zwar müssen noch die Ergebnisse der Bodenproben abgewartet werden, doch Weishaar ist zuversichtlich. »Ich glaube nicht, dass das Auswirkungen auf das Festival hat«, sagt der Organisator. Die Trümmer und Partikel seien nicht direkt neben dem Kraftwerk zu Boden gegangen. Auch die Beschädigung am Kraftwerk wirke sich nicht aus. »Wir arbeiten autark und gewinnen unseren Strom aus Generatoren.«

Brandursache weiterhin unklar

Warum das Feuer am Mittwochabend ausbrach, gab den Ermittlern auch am Donnerstag noch Rätsel auf. Möglich ist, dass der Brand bei Abbrucharbeiten entzündet wurde. Einer der ersten Beobachter vor Ort war Claus Oedekoven, der in der Nähe einen Spaziergang machte. In Veltheim angekommen, sah er hektische Arbeiter auf dem Kraftwerkgelände. »Sie haben schnell ihre Fahrzeuge weggefahren«, berichtet der Augenzeuge, der auch die Feuerwehr informierte.

Am Donnerstagmittag waren zwar keine Flammen mehr zu sehen, aber es gab nach Auskunft von Feuerwehrsprecher Michael Horst eine große Rauchsäule. Die Einsatzkräfte waren mit einer Brandwache vor Ort, um das Übergreifen eines Feuers auf Nachbargebäude zu verhindern. Um sicherzustellen, dass es im Innern nicht noch Glutnester und Flammen gibt, müssten die Trümmer auseinanderzogen werden. Das sei aber wegen der Hitze erst in den nächsten Tagen möglich.

Auch die Polizei und ein Sicherheitsdienst waren vor Ort. »Wegen der Einsturzgefahr wurde der Bereich in einem Radius von 300 Metern abgesperrt«, sagte Michael Horst. Eine Gefahr für die Bevölkerung bestand nach ersten Erkenntnissen nicht.

Allerdings soll im Einzugsgebiet der Rauchfahne in den Kreisen Minden-Lübbecke und Lippe frisch geerntetes Obst und Gemüse vor dem Essen gründlich gewaschen und geschält werden. Zudem soll das Einatmen der Stäube vermieden werden.

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