Baudezernent stellt Abfallkonzept vor – Gelbe Tonne frühestens 2020
Freiberg denkt an die Zukunft

Preußisch Oldendorf  (WB). »Die Entsorgung von Müll ist nicht mehr zeitgemäß«, sagt Lutz Freiberg (61). Der Kreisbaudezernent und Betriebsleiter der Abfallwirtschaftsbetriebe war auf Einladung der SPD Preußisch Oldendorf am Donnerstag zu Gast im Gasthaus Deeke.

Samstag, 01.09.2018, 10:00 Uhr
Bau- und Umweltdezernent Lutz Freiberg (links) ist auf Einladung des SPD-Ortsvereins zu Gast in Preußisch Oldendorf gewesen. Er stellte ein zukunftsweisendes Konzept vor. Begrüßt wurde Ramsberg vom Vorsitzenden Marvin Schrodke (Mitte) und von Uwe Ramsberg Foto: Kokemoor
Bau- und Umweltdezernent Lutz Freiberg (links) ist auf Einladung des SPD-Ortsvereins zu Gast in Preußisch Oldendorf gewesen. Er stellte ein zukunftsweisendes Konzept vor. Begrüßt wurde Ramsberg vom Vorsitzenden Marvin Schrodke (Mitte) und von Uwe Ramsberg Foto: Kokemoor

Vor 35 Zuhörern stellte Freiberg ein neues Konzept der Abfallwirtschaft für den Kreis Minden-Lübbecke vor. Es steht unter dem Leitsatz »Von der Deponie zum Innovationsstandort für regionale Wertschöpfung«. Freiberg führte aus: »Wir müssen umdenken. Wir müssen unserem Abfall und dem Umgang damit ein neues Image geben.« Das Konzept möchte Freiberg ab dem nächsten Jahr auf der Pohlschen Heide in Hille realisieren. Freiberg rechnet mit Kosten in Höhe von 20 bis 25 Millionen Euro. Er setzt auf Fördermittel von Land und Bund, bei stabil bleibenden Gebühren für die Bürger des Kreises.

Deponie als Rohstoffquelle

Ziel sei eine Deponie als Rohstoffquelle. Darüber hinaus sollen ein außerschulischer Lern- und Forschungsstandort, ein regionales Kompetenzzentrum für Energie- und Klimaschutz sowie eine produktive Landschaft für Natur und Naherholung entstehen. In den Planungen Freibergs ist ebenfalls die Schaffung eines Kompetenzzentrums für neue Energien und Klimaschutz vorgesehen.

Unter dem Begriff »Smart Recycling Factory« möchte Freiberg auf der Pohlschen Heide ein regionales Innovationszentrum errichten. Dort sollen Reststoffe und nachwachsende Rohstoffe gesammelt und sortiert werden. Anschließend sollen daraus neue Wertstoffe werden. Gleichzeitig möchte Freiberg erreichen, dass sich am Standort innovative Betriebe ansiedeln, die sich in laufende Prozesse einklinken. Außerdem soll die »Smart Recycling Factory« mit Fachhochschulen und Hochschulen kooperieren.

Naturschutzprojekte auf den freien Flächen

Freiberg strebt auch einen Rückbau der Deponie an. Die Reaktivierung von Flächenpotenzialen soll der wirtschaftlichen Entwicklung zugute kommen. Gleichzeitig sollen Renaturierungs- und Naturschutzprojekte auf den freien Flächen realisiert werden.

»Die Pohlsche Heide hat großes Potenzial für Ostwestfalen«, sagt Freiberg. »Wir sollten zusehen, dass wir jetzt agieren und nicht später reagieren.« Minden-Lübbecke müsse am Anfang der Wertstoffkette stehen. »Ressourcen schonen, zurückgewinnen und dem Umweltkreislauf zurückführen. Und das alles wirtschaftlich, gesellschaftspolitisch und ökologisch sinnvoll. Dafür stehe ich«, erklärte Freiberg. Er verspüre eine große Euphorie und möchte diese auf möglichst viele Mitstreiter übertragen.

Lutz Freiberg ging auch auf das Dauerthema Gelbe Tonne ein. »Die wird 2020 oder 2021 kommen«, sagte Freiberg. In der Diskussion wurde die schwierige Entsorgung von Industriemüll sowie die aufwändige Dokumentationspflicht kritisiert.

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