Frank Papes Buch »Gott, du kannst ein Arsch sein« wird mit Prominenten verfilmt
Von Getmold auf die Kinoleinwand

Preußisch Oldendorf (WB). Was früher ein Tabu war, ist heute geradezu ein Trend. So greifen erfolgreiche Serien und Filme wie »Der Club der roten Bänder« oder »Knockin’ on Heaven's Door« immer häufiger Themen wie Krankheit und Tod aus. Nun wird das Buch »Gott, du kannst ein Arsch sein« von Frank Pape mit deutschen Starschauspielern verfilmt. Heike Makatsch und Jürgen Vogel haben zugesagt.

Freitag, 19.04.2019, 13:06 Uhr aktualisiert: 19.04.2019, 13:08 Uhr
Frank Papes autobiografisches Buch »Gott, du kannst ein Arsch sein« ist jetzt zu einem Drehbuch umgearbeitet worden. UFA Fiction produziert den Kinofilm, in dem Heike Makatsch als Mutter, Jürgen Vogel als Vater und Sinje Irslinger als krebskranke Tochter mitwirken sollen. Fotos: Silke Birkemeyer

Die Geschichte der 16-jährigen Steffi, die nach 296 Tagen an Krebs verstarb, hat viele Menschen in der Region und darüber hinaus berührt. Seit der Veröffentlichung des Buches hat der Getmolder Frank Pape Talkshows besucht und viele Fernsehteams in Preußisch Oldendorf begrüßt. Sie alle interessierten sich für seinen Pferdehof mit dem besonderen therapeutischen Ansatz, für den Verein »Ein Lächeln für Dich«, den er mit seiner Frau Nicole gegründet hat, und für die Geschichte der krebskranken Stefanie, die in dem Buch »Gott, du kannst ein Arsch sein« erzählt wird. Jetzt freut sich Frank Pape auf die Verfilmung auf Grundlage des Werks.

Hohe Filmförderung

Die offizielle Nachricht erreichte Pape am Mittwoch während der Arbeitszeit. Der 49-Jährige ist Vorstandsberater und war geschäftlich unterwegs, als er von den guten Neuigkeiten erfuhr. Mit 950.000 Euro wird die Film- und Medienstiftung NRW die Produktion bezuschussen, die die Produktionsfirma UFA Fiction aus Potsdam in die Kinos bringen wird. RTL ist als Fernsehsender beteiligt. Das Drehbuch haben Katja Kittendorf und Tommy Wosch bearbeitet. Kittendorf schrieb unter anderem schon Drehbücher für die Fernsehserie »Die Pfefferkörner« und Wosch ist als Regisseur und Produzent aktiv.

Heike Makatsch

Heike Makatsch Foto: dpa

In ihrer Adaption haben sie auf Basis des autobiografischen Buchs von Pape ein tragikomisches Roadmovie entwickelt. Die Handlung: Als Steffi 16 ist, erhält sie die Diagnose unheilbar an Krebs erkrankt zu sein. Doch davon will sie sich nicht aufhalten lassen und trampt mit Steve nach Paris, wo ihre Klassenkameraden gerade auf Abschlussfahrt sind. Die besorgten Eltern folgen ihr.

Heike Makatsch und Jürgen Vogel als Eltern

Jürgen Vogel

Jürgen Vogel Foto: dpa

Heike Makatsch und Jürgen Vogel spielen die Rollen der Eltern. Die Hauptrolle der sterbenskranken Steffi übernimmt Sinje Irslinger, die 2014 für ihre Darstellung in »Es ist alles in Ordnung« mit dem Deutschen Förderpreis ausgezeichnet wurde. Dennis Mojen (unter anderem bekannt aus »Tatort«- und SOKO-Folgen) spielt ihren Freund, der sie auf der abenteuerlichen Reise nach Paris begleitet. Die Regie führt André Erkau.

SInje Irslinger

SInje Irslinger Foto: dpa

Die Hälfte der Drehtage soll gemäß der Förderrichtlinien der Stiftung in NRW stattfinden. Ob auch Originalschauplätze in Preußisch Oldendorf und Getmold konnte Pape am Donnerstag noch nicht beantworten. Bei ihm und allen Familienmitgliedern war erst einmal die Freude groß, dass nach fast dreijähriger Bearbeitungszeit mit den finanziellen Zuschüssen ein weiterer wichtiger Schritt Richtung Kinopremiere gemacht wurde. »Es wird ein großartiger, bewegender Film mit toller Besetzung, einem super Regisseur und mit Tommy Wosch einem erfahrenem Produzenten. Das wird richtig gut«, sagt Frank Pape.

Vorfreude auf Dreharbeiten

Auch nach vielen Lesungen und Fernsehinterviews gehe ihm das Erzählen und Erinnern immer wieder nahe. »Ruhiger werden die Tage nicht in Getmold, aber die Freude über das Erreichte und die Vorfreude auf die nun anstehende Drehzeit ist groß«, sagt Frank Pape. Er schreibt derweil schon an einem neuen Buch: über das Leben einer blinden Frau.

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