Fr., 14.06.2019

15 Jahre Förderstiftung der Kirchengemeinde Preußisch Oldendorf Ein-Frau-Musical zum Festakt

Freude über die Ausschüttung der Stiftungserträge 2018 (von links): Bürgermeister Marko Steiner sowie Judith Kammann, Michael Weber, Bernd Kammann und Christiane Lohmeyer.

Freude über die Ausschüttung der Stiftungserträge 2018 (von links): Bürgermeister Marko Steiner sowie Judith Kammann, Michael Weber, Bernd Kammann und Christiane Lohmeyer. Foto: Birkemeyer

Preußisch Oldendorf (WB/bir). Im Gottesdienst an Pfingstmontag ist es in Preußisch Oldendorf seit 2012 gute Tradition, die Arbeit der Stiftung zur Förderung der Gemeinde zu würdigen und Schecks an die Empfänger zu übergeben.

Gegründet wurde die Stiftung 2004 von Bernd Kammann. Anlässlich des 15-jährigen Bestehens bot die Kirchengemeinde diesmal ein außergewöhnliches feierlich-musikalisches Abendprogramm mit Miriam Küllmer-Vogt im Gemeindehaus.

»Erhalten, fördern und gestalten«

Unter dem Motto »Erhalten, fördern und gestalten« skizzierte Bernd Kammann die erfolgreiche Arbeit der Stiftung, die »keine goldene Kuh zum Melken ist«. Sie sei Mittel zum Zweck und der liege in der individuellen, lebendigen und bunten Gestaltung der Gemeinde. Seit vielen Jahren trägt die Stiftung mit ihren Spenden an die Kirche dazu bei. Die Quelle für die guten Erträge sind die Fotovoltaik-Anlagen, die Kirche auf gemeindeeigenen Gebäuden installiert hat.

Die Einspeisevergütungen bescherten der Gemeinde so in den 15 Jahren Zuwendungen im Gesamtwert von 137.600 Euro und in Spitzenjahren eine Rendite von 8,7 Prozent. Allein in diesem Jahr konnte der fünfköpfige Stiftungsrat 4600 Euro Zuschuss für die Kirchenfenster, 4000 Euro für die Jugendarbeit, 2000 Euro für die Arbeit in den Kindergärten und 300 Euro für die Kirchenmusik in den Kindergottesdiensten bereitstellen. Die entsprechenden Schecks wurden im Rahmen des Pfingstgottesdienstes feierlich übergeben.

»Erlebnisse wie diese kann uns niemand nehmen«

»Die Stiftung investiert nachhaltig in den Erhalt der Kirche, Jugendarbeit und Kunst«, sagte Kammann und verwies auf das Jubiläums-Musical mit den Worten: »Erlebnisse wie diese kann uns niemand nehmen.« Zu den besonderen Erlebnissen zählen mittlerweile drei Konzerte pro Jahr. Den Auftritt der Prinzen bezeichnete er als Türöffner für die Gäste, die sonst eher nicht in die Kirche kommen würden. Beeindruckt von den Zahlen und Aktivitäten zeigte sich auch Bürgermeister Marko Steiner, der der Stiftung noch viel Sonnenschein, gute Erfolge und natürlich Stifter wünschte.

Zum besonderen Programm zählte an diesem Abend der Auftritt der Theologin und Künstlerin Miriam Küllmer-Vogt, die mit dem Pianisten Peter Krausch das neue Musical »In einem anderen Licht« inszenierte. Leidenschaftlich, glaubhaft und gedankenreich nahm sie die zahlreichen Gäste mit auf eine Reise in die lebensverändernden Erfahrungen berühmter biblischer Persönlichkeiten. So erlebten die Zuhörer einen Dialog zwischen Nicodemus und Jesus, erfuhren in erzählerischer Weise von den Gefühlen und Ängsten von Jakob, der im Streit mit seinem Bruder lebte, von der Demütigung der Sklavin Hagar und weiteren Figuren im Zwiegespräch mit Gott.

Ein-Frau-Musical

Einfühlsam und mit großem schauspielerischem Talent verschaffte sie den Figuren Raum und Gehör, um dann mühelos in den musikalischen Teil überzugehen. In ihren Texten formulierte sie Fragen zu Gedanken, wie jedes Gemeindemitglied sie manchmal hat, zu dem wer, was und warum, dem Reich Gottes, zu Themen wie Hoffnung, Glaube und Zuversicht. Mit großer Leichtigkeit schaffte sie es, die Balance zwischen Geschichtenerzählerin, Schauspielerin und Sängerin zu halten, viele Facetten und Stimmungen auf die karg gestaltete Bühne zu bringen und den Spannungsbogen bis zum guten Schluss zu halten.

Gebannt und mucksmäuschenstill folgten ihr die Gäste durch sechs Geschichten. Zu jeder zündete sie eine Kerze an. Zum Schluss widmete sie die letzte Kerze den Zuhörern und deren persönlicher Erfahrung mit Gott und fragte: »Welche Geschichte fehlt noch? Ich weiß es nicht, denn es ist deine!« Miriam Küllmer-Vogt war Fragestellerin und Antwortgeberin in einer Person und überzeugte die Zuschauer mit ihren gesungenen Ideen, ihrer klaren Stimme und der leidenschaftlichen Spielweise. Dafür wurde die Künstlerin mit viel Applaus belohnt und die Gäste mit einer Zugabe belohnt.

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