Di., 09.07.2019

Ermittler durchsuchen mehrere Wohnungen in Rödinghausen und Preußisch Oldendorf Drogenlabor: 37-Jähriger in Untersuchungshaft

Nach mehr als zwei Monaten nach dem Fund des Drogenlabors in einer Lagerhalle in Preußisch Oldendorf, haben die Ermittler zwei Verdächtige festgenommen.

Nach mehr als zwei Monaten nach dem Fund des Drogenlabors in einer Lagerhalle in Preußisch Oldendorf, haben die Ermittler zwei Verdächtige festgenommen. Foto: Louis Ruthe

Preußisch Oldendorf/Rödinghausen (WB/lmr). Nach mehr als zwei Monaten nach dem zufälligen Fund eines der größten bisher gefunden Drogenlabore Deutschlands in Preußisch Oldendorf (Kreis Minden-Lübbecke) sind zwei Tatverdächtige vorläufig fest genommen worden, für einen der Männer ordnete ein Haftrichter Untersuchungshaft an.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Bielefeld haben Beamte der Ermittlungskommission Limberg mehrere Wohnungen und Geschäftsräume in Rödinghausen und Preußisch Oldendorf durchsucht. »Die Durchsuchungen standen im Zusammenhang mit dem Drogenlabor, welches Ende April nach einem Brand in einer Firmenhalle in Preußisch Oldendorf entdeckt wurde «, teilt die Staatsanwaltschaft mit.

Zwei Verdächtige vorläufig festgenommen, einer sitzt in U-Haft

Zwei Tatverdächtige sind bei den Durchsuchungen vorläufig festgenommen worden. Bei den Verdächtigen handelt es sich um einen 29-jährigen Mann aus Rödinghausen und um einen 37-jährigen Mann aus Preußisch Oldendorf. »Die bisherigen Ermittlungen erhärteten den Verdacht, dass beide Personen an der Ausstattung und Einrichtung des Drogenlabors beteiligt waren«, heißt es seitens der Staatsanwaltschaft.

Während der 29-jährige aus Rödinghausen noch am selben Tag – mangels Haftgrundes – wieder entlassen werden musste, ordnete ein Haftrichter des Amtsgerichts Bielefeld die Untersuchungshaft für den 37-jährigen Mann aus Preußisch Oldendorf an.

Drogenlabor vor Wochen entsorgt

Mitte Juni hat ein Spezialunternehmen die 35.000 Liter Chemikalien sowie die zahlreichen Gerätschaften entsorgt . Fünf Mitarbeiter eines Entsorgungsfachbetriebs aus Iserlohn machen sich in gelber Spezialkleidung und unter Atemschutz daran, die gefährlichen Stoffe wegzuschaffen. Die Polizei gewährt vor dem Abtransport einen Einblick in eine der größten jemals in Deutschland entdeckten Drogenküchen.

»Alles, was sie in diesen Räumen sehen, ist zum Herstellen von Drogen genutzt worden«, erklärt Michael Kötter, Sprecher der ermittelnden Bielefelder Polizei.

 

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