Mi., 10.07.2019

Breitbandausbau soll Mitte 2021 beginnen – Alternativen im Gespräch Hedem muss warten

Nachdem Dorfkümmerin Eva Rahe (links) die Ausbausituation in Hedem erklärt hat, führt Jörg Blomenkamp von der Dorfgemeinschaft die Versorgungsproblematik durch die Firma Eifel-Net aus.

Nachdem Dorfkümmerin Eva Rahe (links) die Ausbausituation in Hedem erklärt hat, führt Jörg Blomenkamp von der Dorfgemeinschaft die Versorgungsproblematik durch die Firma Eifel-Net aus.

Preußisch Oldendorf-Hedem (WB). Die Arbeitsgruppe »Digitales Dorf Hedem« hat im Dorfgemeinschaftshaus über den Breitbandausbau in Hedem gesprochen.

Nach Einschätzung von Michael Reimann vom Bauamt der Stadt wird der Ausbau erst Mitte 2021 beginnen. In Hedem seien davon aber nur wenige Häuser in Randlage betroffen. Der Ortskern wird durch den Internetprovider Eifel- Net versorgt. Nachdem die Verlegung eines Kabels durch Hedem lange gar nicht eingeplant war, hat die Stadt Preußisch Oldendorf zusammen mit dem Kreis Minden-Lübbecke dafür gesorgt, dass nun doch ein Glasfaserkabel durch Hedem verlegt werden soll, wie Eva Rahe aus der Dorfgemeinschaft berichtete.

Während des Ausbaus soll an der Kreuzung In der Feldwiese/ Lübbecker Straße ein Netzknotenpunkt entstehen. Von dort aus soll das Glasfaserkabel entlang der Straße In der Feldwiese in südliche Richtung bis zur Hüffer Straße und weiter an der Firma Niemann vorbei in Richtung Ruhewald und Alswede gelegt werden. Somit könnte auch Hollwinkel, das als unterversorgt gilt, erschlossen werden.

Mitspracherecht Fehlanzeige

Wer das Netz im Ort betreiben wird, ist noch unklar. Nach Auskunft von Michael Reimann würden die Telekommunikationsbetreiber untereinander aushandeln, wer sich wo »einmieten« könne. Ein Mitspracherecht für die Dorfbewohner gebe es nicht. Diese könnten allerdings an ihren Wunschbetreiber herantreten und erklären, dass eine Infrastruktur geschaffen wird.

Martin Manski, Geschäftsführer der Karl Schmidt Beteiligungs GmbH erklärte, dass die Bäckerei Schmidt ein großes Interesse daran habe, dass Hedem schnellstmöglich ein schnelles und stabiles Internet bekomme. »Bei den einzelnen Arbeitsschritten in der Firma baut sich immer mehr Datenleistung auf.« Durch die schlechte Verbindung werde die Arbeit extrem verlangsamt. Und das sei für die Bäckerei Schmidt ein großer Wettbewerbsnachteil, der zu denken gebe, erklärte Manski.

Ausbau muss schneller vorangehen

Einigkeit herrscht in der Dorfgemeinschaft darüber, dass für eine zukunftsfähige Versorgung der Ausbau mit Glasfaser bis in jeden Haushalt anzustreben ist. Da Hedem aber kein weißer Fleck in der Versorgung mit schnellem Internet mehr sei, müssten die Dorfbewohner Geduld aufbringen, erklärte Eva Rahe. Der Plan für den Ausbau werde von der Regulierungsbehörde und den Fördergebern beschlossen. Teilnehmerin Manuela Michi brachte die Situation auf den Punkt: »Wir können dann mit dem Ausbau in Hedem erst in drei bis fünf Jahren rechnen.«

Eine Option, den Ausbau zu beschleunigen könnte nach Einschätzung von Eva Rahe die Firma Gustav-Internet sein. Schon vor zwei Jahren hat die Gemeinschaft erste Gespräche mit dem Unternehmen geführt. In der Sitzung einigten sich die Hedemer darauf, dass der Kontakt zu Gustav-Internet wieder aufgenommnen werden soll. »Hedem hat das Glück, einen Ausgang mit Glasfaseranschluss im Dorf zu haben, der genutzt werden könnte«, sagte Eva Rahe. 

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