Sa., 13.07.2019

Paul Gauselmann schenkt dem Kurpark Bad Holzhausen zwei junge Trauerschwäne Schwanensee

Erste Tour über den Teich: Nach dreijähriger Unterbrechung leben wieder Trauerschwäne im Kurpark Bad Holzhausen.

Erste Tour über den Teich: Nach dreijähriger Unterbrechung leben wieder Trauerschwäne im Kurpark Bad Holzhausen. Foto: Kai Wessel

Von Kai Wessel

Preußisch Oldendorf (WB). Sie sind zurück: Im Kurpark von Bad Holzhausen leben wieder Trauerschwäne. Die Jungvögel sind ein Geschenk von Unternehmer Paul Gauselmann. Er hat es sich am Freitag nicht nehmen lassen, persönlich bei der Freilassung der Schwäne am großen Teich zu helfen.

Über Jahrzehnte hinweg war der Kurpark die Heimat von Trauerschwänen. Touristen erfreuten sich an ihrem Anblick. Vor drei Jahren hatte das ein unerwartetes Ende. Nacheinander türmten die letzten schwarzen Schwäne. Sichtungen gab es noch am Mittellandkanal und in Porta Westfalica, doch keine Rückkehr.

Nun sollen die Jungvögel von Schloss Benkhausen die Tradition der Trauerschwäne im Kurpark fortsetzen. Paul Gauselmann sprach am Freitag von »Nachbarschaftshilfe«, die er gerne zu leisten bereit sei. In Benkhausen waren im vergangenen Jahr gleich drei Jungvögel geschlüpft. Da die Altvögel sie ohnehin nur für einige Monate in ihrer Nähe dulden, bot sich ein Umzug an.

»Wir haben die Vögel mit Futter angelockt«

Der Transport verlief ohne Zwischenfälle. Klemens Oelmann, Hausmeister in Benkhausen, berichtete: »Wir haben die Vögel mit Futter angelockt. Dann habe ich sie mir geschnappt, den Hals sachte festgehalten und sie in die Kartons verfrachtet.« Nach wenigen Kilometern Fahrt war Bad Holzhausen erreicht. Wenige Minuten später trugen Paul Gauselmann und Christian Streich, Touristikchef in Preußisch Oldendorf, die Kisten vom Brunnen des Kurparks ans Ufer des Teichs.

Hier öffneten sie die Kisten. Mit einem warnenden Zischen tauchten die Köpfe der Schwäne auf. Etwas zögerlich erkundeten sie die Umgebung und begaben sich – leicht angestuppst von Paul Gauselmann – schließlich ins Wasser. Kanada- und Höckergänse paddelten näher heran und beäugten die Neuankömmlinge durchaus skeptisch.

»Damals wurde der Altvogel aggressiv und hat Besucher attackiert«

Die Trauerschwäne sollen jetzt angefüttert werden, damit sie sich mit ihrem neuen Heim anfreunden. Zudem sollen ihre Flügel alle paar Monate gestutzt werden, damit sie nicht doch irgendwann das Weite suchen. Christian Streich kündigte an, dass in einem Wettbewerb Namen für die Trauerschwäne gesucht werden.

Die Tiere können bis zu 40 Jahre alt werden. Dass sie Nachwuchs bekommen, ist nicht unbedingt erwünscht. Streich erinnert sich noch gut an das letzte Mal, als es junge Trauerschwäne im Kurpark gab: »Damals wurde der Altvogel aggressiv und hat Besucher attackiert.« Einmal musste der Touristikchef selbst flüchten.

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