Di., 23.07.2019

NRW-Heimatministerium unterstützt ländliche Regionen – Höchstbetrag für den Kreis »Dörfer so wichtig wie Bienen«

250.000 Euro erhält die Stadt Preußisch Oldendorf für die Umgestaltung der Remise im Kurpark von Bad Holzhausen. Das Heilbad verzeichnete 2018 mehr als 136.000 Gäste-Übernachtungen. Preußisch Oldendorf ist zweitstärkste Tourismus-Kommune im Kreis.

250.000 Euro erhält die Stadt Preußisch Oldendorf für die Umgestaltung der Remise im Kurpark von Bad Holzhausen. Das Heilbad verzeichnete 2018 mehr als 136.000 Gäste-Übernachtungen. Preußisch Oldendorf ist zweitstärkste Tourismus-Kommune im Kreis.

Lübbecke/Preußisch Oldendorf (WB/wk). Das Heimatministerium NRW hat am Montag Zahlen zum »Dorferneuerungsprogramm 2019« bekannt gegeben. Demnach werden in diesem Jahr 282 Projekte aus 129 Gemeinden mit rund 23 Millionen Euro gefördert. Der Kreis Minden-Lübbecke erhält davon drei Millionen Euro, den mit Abstand größten Betrag. Am wenigsten bekommen der Rheinisch-Bergische Kreis (26.000 Euro) und Bottrop (7000 Euro).

Im Mühlenkreis profitieren vor allem Stemwede (1,5 Millionen Euro), Rahden (485.000 Euro), Petershagen (320.000 Euro), Hüllhorst (93.000 Euro) und Preußisch Oldendorf (338.000 Euro). Im Heilbad Bad Holzhausen wird der Umbau der alten Remise im Kurpark mit 250.000 Euro unterstützt. Ein Arbeitskreis der Touristik denkt bereits über die Umgestaltung nach. »Die Remise soll wieder ein attraktives Angebot für Besucher werden«, sagt Bürgermeister Marko Steiner.

Er begrüßt die Unterstützung des Landes: »Jeder Euro, der nach Preußisch Oldendorf fließt, ist ein guter Euro.« Weitere 44.000 Euro erhält die Stadt für den Abriss des alten Asylbewerberheims an der Getmolder Straße 14. Das Haus, das während der Flüchtlingskrise 2015 bewohnt war, galt schon vorher als stark sanierungsbedürftig beziehungsweise als marode. Sobald der Förderbescheid vorliegt, sollen die Abbrucharbeiten beginnen. Auf der Freifläche soll dann eine Streuobstwiese entstehen.

 

»Zukunftsfähige Dörfer sind für Nordrhein-Westfalen so wichtig, wie Bienen für das Ökosystem«

Ein vergleichsweise kleiner Betrag fließt in den Lübbecker Stadtteil Gehlenbeck. Das Land stellt 14.000 Euro zunächst nur für Planungsarbeiten zur Verfügung, mit dem der Bereich vom Alten Speicher westwärts (Höhen- und Zwischenstraße) städtebaulich aufgewertet werden soll.

NRW-Heimatministerin Ina Scharrenbach: »Zukunftsfähige Dörfer sind für Nordrhein-Westfalen so wichtig, wie Bienen für das Ökosystem. Die ländlichen Räume in Nordrhein-Westfalen mit ihren Dörfern und dörflich geprägten Kommunen sind Heimat, Lebens- und Wirtschaftsräume für nahezu die Hälfte der Einwohner unseres Landes.« Nachdem im Förderjahr 2018 nicht sämtliche Anträge zur »Dorferneuerung« bedient werden konnten, hat der Landtag Nordrhein-Westfalen zusätzliche landeseigene Finanzmittel zur Verfügung gestellt, um die Orte und Ortsteile bis zu 10.000 Einwohner zu stärken.

»Das Programm unterstützt da, wo Heimat gelebt wird«

Viele Maßnahmen zielten auf die Stärkung des örtlichen Zusammenhalts ab, würden Begegnungsräume schaffen und Infrastruktur zukunftsfest, sagte Scharrenbach. Das Förderprogramm beschränkt sich nicht nur auf öffentliche und gemeinschaftliche Bereiche, sondern bezieht ausdrücklich auch private Vorhaben ein. Scharrenbach: »Gerade die Investitionen der privaten Bauherrschaft in leerstehende Bausubstanz, in markante alte Gebäude und in die Modernisierung nicht mehr zeitgemäßer Häuser tragen dazu bei, dass die Ortsbilder gewahrt und zum Wohle der Allgemeinheit weiterentwickelt werden.«

Die heimischen Landtagsabgeordneten Bianca Winkelmann (Rahden) und Kirstin Korte (Minden) begrüßen die »Rekordsumme« für den Mühlenkreis: »Die bereitgestellten Mittel bringen die Kommunen bei uns im Kreis ein weites Stück voran.« Die CDU-Abgeordneten sehen eine Trendwende: »Nachdem es unter Rot-Grün noch so schien, als ob NRW hinter Bielefeld aufhöre, spielt der ländliche Raum nun endlich die Rolle, die er verdient«, sagt Bianca Winkelmann. Alle Generationen würden von den Projekten profitieren. Kirstin Korte ergänzt: »Das Programm unterstützt da, wo Heimat gelebt wird.«

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