Do., 25.07.2019

Regierungspräsidentin besucht Altes Pfarrhaus – Qualität in der Kleiderkammer Viel Gutes unter einem Dach

Sommerlicher Chic aus zweiter Hand: Lydia Kanzler (Dritte von rechts), Erika Melcher und Gerda Lohmeyer zeigen der Regierungspräsidentin eine Kombination für Damen. Bürgermeister Marko Steiner (von links) und Pfarrer Michael Weber wissen um die Qualität und gute Betreuung in der Kleiderkammer. Die Regierungspräsidentin hat sich das Alte Pfarrhaus angesehen.                 

Sommerlicher Chic aus zweiter Hand: Lydia Kanzler (Dritte von rechts), Erika Melcher und Gerda Lohmeyer zeigen der Regierungspräsidentin eine Kombination für Damen. Bürgermeister Marko Steiner (von links) und Pfarrer Michael Weber wissen um die Qualität und gute Betreuung in der Kleiderkammer. Die Regierungspräsidentin hat sich das Alte Pfarrhaus angesehen.                  Foto: Silke Birkemeyer

Von Silke Birkemeyer

Preußisch Oldendorf (WB). Vor drei Jahren hat Marianne Thomann-Stahl den rettenden Förderbescheid für den umfangreichen Umbau des Alten Pfarrhauses persönlich an Bürgermeister Marko Steiner und die damalige Pfarrerin Antje Kasten übergeben. Diese Woche kam sie erneut, um sich das fertig gestellte Begegnungszentrum und die neuen Außenanlage anzusehen.

Pfarrer Michael Weber, der Bürgermeister und viele Vertreter der Vereine, die das Alte Pfarrhaus nutzen, waren gekommen, um der Regierungspräsidentin und dem Leiter des Dezernats für Städtebau der Bezirksregierung, Uwe Rafflenbeul, das umfangreich sanierte Gebäude zu zeigen. Dass das umgewidmete und denkmalgeschützte Alte Pfarrhaus vielseitig ist und rege genutzt wird, war am Dienstag unverkennbar.

Denn dienstags haben die Tafel, die Kleiderkammer und das Begegnungscafé geöffnet – drei wichtige Angebote für etliche Preußisch Oldendorfer Bürger. Davon, von der engen Begleitung durch die vielen Ehrenamtlichen und der guten Qualität der Waren, überzeugte sich Thomann- Stahl und suchte den Dialog mit den Betroffenen.

»Die Sachen sind ja wirklich alle richtig gut«

Martina Heydenreich kommt jede Woche zur Ausgabe der Tafel und zeigte der Vertreterin der Bezirksregierung die Milch- und Fleischprodukte, Obst und Gemüse und andere Lebensmittel, die ihr die Versorgung in der kommenden Woche sicherstellen. »Die Sachen sind ja wirklich alle richtig gut«, war das Fazit nach der Begutachtung. Petra Weingärtner, die seit einigen Jahren die Tafel unterstützt, weiß inzwischen genau, was wer gerne mag und kann auch die besonderen Bedürfnisse der Flüchtlinge gut einschätzen.

Gute Erfahrungen machte die Regierungspräsidentin auch in der Kleiderkammer. Seit zehn Jahren sind Lydia Kanzler und ihre Kolleginnen Ansprechpartner für bereits Getragenes und haben das große Sortiment aus Bettwäsche, Kinderschlafanzügen, Röcken, Hosen, Schuhen und Spielzeug bestens im Griff. Sie machten im Gespräch mit Thomann- Stahl deutlich, dass das Thema Qualität einen hohen Stellenwert hat.

Ehrenamtskarte soll attraktiv bleiben

Schnell holten sie ein Kostüm aus dem großen Fundus, präsentierten das gute Stück den Gästen und erhielten viel Lob für die gute Qualität und Auswahl. Auf die Frage, ob die Gäste einen Bezugsschein vorlegen müssten, kam die prompte Antwort: »Ja, schon. Aber ich kenne die doch alle auswendig.« Marko Steiner nutzte die Gelegenheit, um die Helferinnen auf die Ehrenamtskarte hinzuweisen, mit der sie an vielen Stellen in der Stadt und im Kreis Vergünstigungen erhalten würden.

Im Obergeschoss warteten indessen die Helferinnen des Begegnungscafés mit einer Erfrischung. Die Räume in der ersten Etage werden außer vom Arbeitskreis »AsylPrO« noch von weiteren Vereinen und Organisationen genutzt, etwa von Lisa Cordes vom Fachbereich Ordnung und Soziales, sowie zur Integration von Flüchtlingen genutzt. Von montags bis donnerstags werden Beratungen und Deutschkurse, Kindertreffs, Einzelnachhilfe, gesellige Stunden in Café-Atmosphäre und Nähprojekte angeboten. Sowohl das große Angebot als auch die räumliche Ausstattung überzeugte die Delegation aus Detmold. In der anschließenden Diskussion konnte Thomann-Stahl noch Querverweise aus anderen Städten und Gemeinden zum Thema Seniorenintegration weitergeben. Beeindruckend und faszinierend fanden sie und Dirk Rafflenbeul das Angebot, das für die Menschen vor Ort geschaffen wurde.

Das Sonderprogramm »Hilfen im Städtebau für Kommunen zur Integration von Flüchtlingen« des Landes NRW hatte für den Bewilligungszeitraum 18. März 2016 bis 31. Dezember 2018 finanzielle Hilfen in Höhe von 679.347 Euro zugesichert.

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