Mi., 07.08.2019

Drogenlabor in Börninghausen: Preußisch Oldendorfer unter Auflagen auf freiem Fuß Verdächtiger aus U-Haft entlassen

35.000 Liter an Chemikalien waren Ende April im Zuge eines Routineeinsatzes der Feuerwehr entdeckt worden.

35.000 Liter an Chemikalien waren Ende April im Zuge eines Routineeinsatzes der Feuerwehr entdeckt worden. Foto: Louis Ruthe/Archiv

Von Kathrin Kröger

Preußisch Oldendorf-Börninghausen (WB). Neuigkeiten nach dem Fund eines Drogenlabors in Börninghausen: Der 37-jährige Tatverdächtige aus Preußisch Oldendorf , der Anfang Juli von Polizeibeamten der Ermittlungskommission »Limberg« festgenommen worden war, ist wieder auf freiem Fuß. Das hat der Bielefelder Rechtsanwalt Jan-Christian Hochmann am Mittwoch auf Nachfrage dieser Zeitung mitgeteilt.

Auf seine Veranlassung hin habe es am Mittwochmorgen einen Haftprüfungstermin beim Amtsgericht Bielefeld gegeben. Daraufhin sei die Untersuchungshaft, in der der Preußisch Oldendorfer seit einem Monat saß, außer Vollzug gesetzt worden – unter Auflagen, sich zweimal in der Woche bei der Polizei zu melden. Es sei entschieden worden, dass kein dringender Tatverdacht bestehe, so der Anwalt.

Die Ermittlungen gehen weiter

Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft und der Polizei gehen indes weiter. Wie lange diese dauern würden, ließe sich schwer einschätzen, sagte Hochmann. »Eventuell sind sie in den nächsten zwei bis drei Monaten abgeschlossen. Wir werden uns aber nicht nur wie jetzt geschehen gegen die U-Haft zur Wehr setzen, sondern auch gegen eine Anklage.« Die Argumentation des Anwalts und seines Mandanten: Der 37-Jährige habe nicht gewusst, dass es sich um ein Drogenlabor handele, als er dort Trockenbauarbeiten vornahm.

Wegen Fluchtgefahrs hatte einst ein Richter die Untersuchungshaft gegen den Preußisch Oldendorfer angeordnet. Der Tatvorwurf lautet auf »Bandenmäßiges Handeltreiben mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge«. Ein damals ebenfalls festgenommener Verdächtiger aus Rödinghausen (29) wurde am Tag seiner Festnahme wieder aus dem Polizeigewahrsam entlassen, da nach Einschätzung der Polizei keine akute Fluchtgefahr bestand.

Das im Eggetal entdeckte Drogenlabor gilt als eines der größten, die bislang in Deutschland gefunden wurden. Die 35.000 Liter an Chemikalien sowie spezielle Gerätschaften wurden von einem Spezialunternehmen entsorgt. Bis dahin war die Lagerhalle 24 Stunden täglich von der Lübbecker Polizei bewacht worden.

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