Mi., 14.08.2019

Julia Loose betreibt Mini-Pferde Hof in der Hedemer Masch Liebe auf den ersten Blick

Die preisgekrönte Stute Gwyneth kam schon als Jährling zu Julia Loose. Die 15 Jahre alte Stute, die zu den so genannten Farbwechslern gehört, zeigt hier das Steigen als Übung. Als Belohnung gibt es ein Leckerli.

Die preisgekrönte Stute Gwyneth kam schon als Jährling zu Julia Loose. Die 15 Jahre alte Stute, die zu den so genannten Farbwechslern gehört, zeigt hier das Steigen als Übung. Als Belohnung gibt es ein Leckerli. Foto: Eva Rahe

Von Eva Rahe

Preußisch Oldendorf-Hedem (WB). In Hedem gibt es Neuzuwachs. Das kleine Mini-Pony-Fohlen Granny Smith tollt mit seiner Mutter über die Weide. Züchterin Julia Loose sieht dem verrückten Treiben gelassen zu. Sie und ihr Mann Thomas Jürgens haben sich vor einem halben Jahr einen Traum erfüllt und ein Haus auf dem Lande gekauft.

Dort im Hedemer Süden, in der so genannten Masch, wollen die beiden ihrer Leidenschaft nachgehen und einen Pferdehof betreiben. Mit von der Partie sind siebzehn Mini-Ponys, sechs Großpferde und die beiden Hunde Bearny und Findus.

»Mini-Ponys dürfen nicht größer als 87 Zentimeter sein«, erklärt Julia Loose. Aber was macht man mit so kleinen Pferden, denn geritten werden können sie von Erwachsenen nicht. »Für mich waren die Mini-Ponys Liebe auf den ersten Blick«, erklärt sie weiter. Ihr erster Kontakt zu den Mini-Shetland-Ponys, wie die genaue Bezeichnung ist, war bei einer Auktion. Dort habe ihr erster Hengst direkten Kontakt zu ihr aufgenommen, indem er sie in die Wade gezwickt habe. Da sei ihr klar gewesen: »Den muss ich haben!« Seitdem ist ihre Liebe zu den kleinen Vierbeinern stetig größer geworden. Und mit dieser Liebe auch ihre Herde. Siebzehn Mini-Ponys stehen jetzt in Hedem. Der Rest der Herde befindet sich noch in Pflege in ihrer alten Heimat Bielefeld.

Loose will Zucht von Mini-Shetlands aufbauen

In Hedem möchte Julia Loose das etablieren, was sie in Bielefeld schon angefangen hat. Sie züchtet und verkauft eine edlere und feinere Linie der Mini-Shetlands und legt dabei Wert auf außergewöhnliche Farben. Eine Besonderheit seien zum Beispiel die so genannten Farbwechsler, erklärt sie. Dadurch, dass diese Tiere ein weißes Unterfell hätten, würden sie beim Wechsel vom Sommer- zum Winterfell erstmal weiß. So würden sie im Laufe eines Jahres vier Mal die Farbe wechseln.

Das vier Wochen alte Mini-Pony-Fohlen Granny Smith tollt mit Mama Lisette über die Wiese hinterm Haus. Foto: Eva Rahe

Neben der Zucht bietet Julia Loose Veranstaltungen für Kinder an. Eine ihrer Hauptaktivitäten sind Kindergeburtstage. Für eineinhalb Stunden können Geburtstagsgruppen kommen und Zeit mit den Ponys verbringen. Dabei stehen Putzen, Spazierengehen und Geschicklichkeitsübungen auf dem Plan. Im kleinen Rahmen sollen auch Kurse für Kinder angeboten werden, um den Umgang mit den Ponys zu lernen. Wenn sich die Gelegenheit ergibt, tritt Julia Loose mit ihren Ponys im Show-Programm von Veranstaltungen auf. Hier können die Kleinen zeigen, was alles in ihnen steckt. Übungen wie Sitzen, Steigen, das sogenannte Kompliment oder die Kapriole gehören zur Grundausbildung bei Julia Loose. Bei den Shows würden die Ponys die Übungen dann passend zur Musik in einer eingeübten Choreographie zeigen.

Ein zweiter Job ist momentan noch nötig

Auf die Frage, wie es denn um die Verträglichkeit mit den kleinen Shettys stände, muss Julia Loose schmunzeln und erklärt, dass die Shetland-Ponys ihren schlechten Ruf eigentlich zu unrecht hätten: »Zuerst einmal muss man den Ponys auf Augenhöhe begegnen und sie nicht von oben herab behandeln«. Mit dieser Grundvoraussetzung könne man mit ihnen sehr gut auskommen. Mini-Shettys seien nämlich sehr schlaue Tiere. »Wenn man sie von Anfang an gut erzieht, sind sie sehr verträglich“, erklärt die Züchterin.

In der Hedemer Masch hätten sich alle schon gut eingelebt, erklärt Thomas Jürgens. Sie freuen sich darauf, dass sie hier mit ihren Pferden ein einträgliches Leben führen können. Ganz ohne Zubrot laufe das Geschäft allerdings noch nicht, sagt Julia Loose. Beide sind noch berufstätig. Julia Loose arbeitet als Immobilien-Verwalterin und Thomas Jürgens als Lehrer und Reitlehrer.

Für die Pflege ihrer Ponys suchen die Beiden noch Kinder und Jugendliche, die gerne ein Pflegepferd übernehmen möchten. Wer Julia Loose und ihre Mini-Pferde kennenlernen möchte und nicht nach Hedem kommt, kann dies beim Kreismühlentag am 25. August auf dem Museumshof Rahden tun.

Weitere Infos gibt es im Internet.

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