Do., 15.08.2019

Til Schweiger spielt Hauptrolle in »Gott, du kannst ein Arsch sein« Deutsche Stars verfilmen bewegendes Buch aus OWL

Vorfreude beim ersten Drehtag (von links): Viola-Franziska Bloess (Ufa Fiction), Jürgen Vogel, Tommy Wosch (Ufa Fiction), Sinje Irslinger, Philipp Steffens (RTL), Regisseur André Erkau, Max Conradt (Universum), Heike Makatsch und Max Hubacher.

Vorfreude beim ersten Drehtag (von links): Viola-Franziska Bloess (Ufa Fiction), Jürgen Vogel, Tommy Wosch (Ufa Fiction), Sinje Irslinger, Philipp Steffens (RTL), Regisseur André Erkau, Max Conradt (Universum), Heike Makatsch und Max Hubacher. Foto: Universumfilm

Von Florian Weyand

Preußisch Oldendorf (WB). Stefanie ist 15, als sie die Diagnose Lungenkrebs bekommt. Ihr letzter Wunsch: An der Seite ihres Pferdes Luna sterben. Ihr Vater Frank Pape aus Preußisch Oldendorf hat die Geschichte unter dem Titel »Gott, du kannst ein Arsch sein« aufgeschrieben. Der Stoff wird seit dem 8. August mit Stars wie Til Schweiger, Heike Makatsch und Dietmar Bär verfilmt.

Mit der Besetzung ist Frank Pape sehr zufrieden. »Wir haben die besten deutschen Schauspieler dabei«, sagt der Autor, der im Film von Til Schweiger gespielt wird. »Er ist selbst Vater und engagiert sich im sozialen Bereich. Das passt sehr gut«, sagt er. Mutter Eva wird von Heike Makatsch (Männerpension, Tom Sawyer) verkörpert.

Til Schweiger spielt die Hauptrolle. Er verkörpert Frank Pape.

Sinje Irslinger, die zuvor in Krimis wie Tatort oder Soko München vor der Kamera stand, wird Stefanie spielen. »Die Rolle ist sehr anspruchsvoll«, sagt Frank Pape. Schließlich verkörpert Sinje Irslinger ein hoffnungsvolles Mädchen, das wenig später von ihrer tödlichen Krankheit erfährt. Nach dem ersten Treffen mit der Schauspielerin ist Pape schnell überzeugt, dass Sinje Irslinger die richtige Darstellerin für die Rolle ist. »Wer das Mädchen einmal vor der Kamera gesehen hat, der muss sie einfach lieben«, sagt er.

Neben den bereits erwähnten Schauspielern konnten die Filmemacher auch Jürgen Vogel (Kleine Haie, Hotel Lux), Benno Fürmann (Nordwand, Babylon Berlin) und Jasmin Gerat (Zweiohrküken, Kokowääh) für weitere Rollen gewinnen. »Alle Schauspieler sind mit Herzblut dabei. Das habe ich schon beim Warm-Up gespürt«, sagt Frank Pape.

Gedreht wird der Streifen, der im Herbst 2020 in die Kinos kommen soll, aber nicht in Ostwestfalen-Lippe, sondern in Köln und Paris. Gern hätte es der Autor natürlich gesehen, wenn einige Szenen an den Originalplätzen in Preußisch Oldendorf und Umgebung gefilmt worden wären. Aus logistischen Gründen ist das aber nicht möglich. Allein für die ersten Szenen sei ein riesiges Zirkuszelt benötigt worden, berichtet Frank Pape. »Das ist für einen Laien schon sehr beeindruckend.« Dazu kommen die vielen Mitarbeiter am Set, die Kostüme und die Technik. »Dafür hätte man bei uns zwei Straßen absperren müssen«, sagt er.

Nicht alles, was später im Kino gezeigt wird, entspricht der Realität. Das darf Frank Pape verraten. Die Abschlussfahrt, die Stefanie im Film nach Paris führt, habe es so nicht gegeben. Für die kleinen Änderungen hat der Autor aber Verständnis. »Ein Buch, das Gefühle beschreibt, kann so nicht einfach verfilmt werden«, sagt Frank Pape, der heute mit Hilfe des Vereins »Ein Lächeln für dich« Kranken die Möglichkeit gibt, Tage auf seinem Hof zu verbringen.

»Gott, du kannst ein Arsch sein« – diesen Satz ließ sich Stefanie kurz vor ihrem Tod auf den Bauch stechen. Pape: »Weil sie nicht begreifen konnte, warum sie dieses Schicksal erleiden musste.«

Frank Pape hat die Geschichte seiner Tochter Stefanie aufgeschrieben.

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