Di., 20.08.2019

Sommerfest beim Verein »Ein Lächeln für Dich« in Getmold Wild-West-Spaß für die ganze Familie

Sicher auf dem Kutschbock: Antonia Kucza und ihr Vater Toni haben die Gäste des Wild-Wild-West-Sommerfestes beim Verein »Ein Lächeln für Dich« durch die spätsommerliche Landschaft am Schloss Hüffe vorbei kutschiert.

Sicher auf dem Kutschbock: Antonia Kucza und ihr Vater Toni haben die Gäste des Wild-Wild-West-Sommerfestes beim Verein »Ein Lächeln für Dich« durch die spätsommerliche Landschaft am Schloss Hüffe vorbei kutschiert. Foto: Silke Birkemeyer

Von Silke Birkemeyer

Preußisch Oldendorf-Getmold (WB). Können Indianer und Cowboys auch Gummistiefel tragen? Die Antwort darauf erhielten die zahlreichen Besucher am Sonntag auf dem Wild-Wild-West-Sommerfest in Getmold. Zum vierten Mal hatte der Verein »Ein Lächeln für dich« ein attraktives Programm zusammengestellt und verwandelte das Grundstück am Niederfeldweg in eine kleine Westernoase.

Krokodile und Flamingos im Pool, ein Bär auf dem Reitplatz und natürlich viele echte Pferde: Dieses bunte Tiergemenge erlebten die Gäste auf dem kleinen Hof von Nicole und Frank Pape, den Gründern des Vereins in Getmold. Dass es auch in diesem Jahr vor Beginn der Veranstaltung wieder regnete, tat dem gut organisierten Fest keinen Abbruch. Sowohl die Gäste wie auch die Akteure passten sich mit der Kleidung und dem Schuhwerk den Bedingungen an, tauschten den leichten Sommerschuh gegen wetterfeste Gummistiefel und erlebten so einen vergnüglichen Tag.

Insbesondere die Angebotsvielfalt überrascht die Gäste immer wieder. Ponyreiten, Kutschfahrten, Verkleidungsaktionen, eine Hüpfburg, Schwimm- und Bastelspaß, Tombola, der Hofladen und eine Liveband sorgten für einen hohen Wohlfühlfaktor. »Schon um 11.30 Uhr waren die ersten 50 Gäste hier und seitdem gibt es stetiges Kommen und Gehen«, sagte Nicole Pape, erfreut über die gute Resonanz.

Die ehrenamtlichen Helfer machen das Fest erst möglich

Möglich wird das Fest nur durch viele ehrenamtliche Helfer, die sich aus Vereinsmitgliedern und den Gästen zusammensetzen. Einige dem Verein verbundene Westernreiterinnen hatten auf dem zum Grundstück gehörenden Reitplatz einen Westernparcours aufgebaut. Tilda Wullbrandt (fast 3) aus Preußisch Oldendorf war von dem Mix aus Wippe, Bärenfalle und dem Transport des Indianerfeuers auf dem Rücken von Pony Betty so begeistert, dass sie gleich mehrmals die rote Treppe nutzte, um in den Sattel zu steigen. Immer begleitet von Celine Heuer erlebte sie wie viele andere an dem Tag das besondere Glück auf dem Rücken eines Pferdes. Für Trockenübungen

Tilda Wullbrandt (fast 3)  aus Preußisch Oldendorf hat den Parcours mit Pony Betty gleich mehrfach gemeistert. Immer an ihrer Seite war Celine Heuer, eine der ehrenamtlichen Helferinnen. Foto: Silke Birkemeyer

stand den Gästen ein weißes Holzpferd zur Verfügung.

Austoben konnten sich die kleinen Gäste sowohl in der Hüpfburg als auch im Pool, in dem es an diesem Tag ein friedliches Miteinander von Krokodilen und Flamingos zu sehen gab. Angesichts der Wassertemperatur entschieden sich aber viele Kinder fürs Anschauen und hielten nur probehalber den Fuß oder eine Hand ins Wasser. Reine Mädchensache war die Verkleidungsstation, an der innerhalb weniger Minuten aus Tara Grabe (10) eine glitzernde Meerjungfrau wurde. So wie ihre zwei kleinen Schwestern war sie ein begehrtes Fotomodell für ihre Eltern. Bücher, selbst gebasteltes aus Wolle, Ton und Holz wie zum Beispiel Steckenpferde gab es im kleinen Hofladen, der ebenso wie ein Kicker und kleine Sitzgelegenheiten in den Stallungen untergebracht war.

Auch unter dem großen Apfelbaum und auf der Terrasse gab es Platz, um Kaffee, Kuchen oder etwas Gegrilltes zu verzehren. Und wer noch 30 Minuten Zeit im Gepäck hatte, konnte an einer zwei PS starken Tour durch die Engershauser Masch teilnehmen. Kutschfahrer Toni Kucza und seine Frau Anne waren den ganzen Nachmittag vor Ort, um die Gäste in dem stets voll besetzten Planwagen durch die schöne Landschaft vorbei am Schloss Hüffe zu chauffieren. Zufrieden und glücklich mit dem Verlauf der Veranstaltung war auch Vereinsvorsitzender Frank Pape und betonte, dass so ein Fest nur durch die Unterstützung durch Vereinsfreunde und auch Betroffene möglich sei: »Jeder Einzelne leistet hier einen wertvollen Beitrag zum Gelingen.«

Lediglich ein rotes Windlicht im Garten erinnerte an diesem fröhlichen Tag an die andere Seite der Vereinsarbeit. Am Vorabend war ein Gast im Kreis der Familie verstorben.

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