SuS Holzhausen bringt mit Antrag neuen Standort ins Gespräch
Wohin mit dem Kunstrasenplatz?

Preußisch Oldendorf (WB/vw). Eigentlich war schon alles klar. Der Beschlussvorschlag für den Bauausschuss Preußisch Oldendorf sollte die Planung für einen Kunstrasenplatz an der Sekundarschule vorantreiben. Doch dann kam kurz vor der Sitzung der SuS Holzhausen mit einem anderen Vorschlag um die Ecke – einem für die Stadt sehr verlockenden.

Samstag, 21.09.2019, 09:00 Uhr
Eigentlich war die Rasenfläche an der Sekundarschule in Preußisch Oldendorf für den Kunstrasenplatz vorgesehen, jetzt schlägt der SuS Holzhausen den Rasenplatz zwischen Bahndamm und Kurpark in Bad Holzhausen als Standort vor. Foto: Viola Willmann
Eigentlich war die Rasenfläche an der Sekundarschule in Preußisch Oldendorf für den Kunstrasenplatz vorgesehen, jetzt schlägt der SuS Holzhausen den Rasenplatz zwischen Bahndamm und Kurpark in Bad Holzhausen als Standort vor. Foto: Viola Willmann

Nach erster Kostenschätzung würde ein neuer Kunstrasenplatz an der Sekundarschule etwa eine Million Euro kosten. Der Standort in Bad Holzhausen würde die Stadt deutlich billiger kommen. »Durch Eigenleistung und Gelder des Vereins lässt sich das Projekt in Bad Holzhausen mit einem Zuschuss von 400.000 Euro seitens der Stadt Preußisch Oldendorf realisieren«, schreibt der Vereinsvorsitzende Holger Haake in dem SuS-Antrag.

Eine Summe, die die Ausschussmitglieder ins Grübeln brachte, denn so könnte man für die Million nicht einen, sondern gleich zwei Plätze bauen – einen Rasenplatz an der Sekundarschule und einen Kunstrasenplatz in Bad Holzhausen zwischen Bahndamm und Kurpark. Fakt ist, dass alle drei Vereine – der OTSV, der SuS und der SVE Börninghausen – einen Kunstrasenplatz im Stadtgebiet begrüßen würden. Zwei Förderanträge wurden bisher abgelehnt, nun will die Stadt selber Geld in die Hand nehmen. »Von Seiten des SuS Holzhausen und des SV Eggetal wird für einen Kunstrasenplatz an der Sekundarschule allerdings keine finanzielle Beteiligung oder eine Beteiligung in Form von Eigenleistung in Aussicht gestellt«, sagte Bürgermeister Marko Steiner, der im Vorfeld das Gespräch mit den Vereinen gesucht hatte. Lediglich der OTSV würde die laufende Pflege übernehmen. Alle drei Vereine würden einen festen Spieltag auf dem Kunstrasenplatz erhalten. Steiner: »Weitere Tage müssten die Vereine untereinander absprechen.«

Lage als Pluspunkt

Nun argumentiert Holger Haake für den Standort in Bad Holzhausen: »Der SuS Holzhausen hat die ältesten Sportplätze im Stadtgebiet. Eine Nachrüstung im Bereich Bewässerung würden die Stadt etwa 25.000 Euro kosten und es kämen auch zusätzliche Wasserkosten von mehr als 6.000 Euro pro Jahr dazu.« Der am Parkplatz befindliche Sportplatz verfüge über keine vernünftige Drainage, bedürfe erheblich höherer Pflegemaßnahmen als alle anderen Plätze im Stadtgebiet. »Und durch drei Seniorenmannschaften wird er am meisten genutzt. Hier einen DIN-konformen Trainingsplatz herzustellen, wäre mit Kosten um die 300.000 Euro verbunden.« Weiterhin sei durch den Gastronomiebetrieb im Sportlerheim des SuS Holzhausen die Betreuung des Kunstrasenplatzes an allen Tagen ab 17 Uhr gesichert. Ein Pluspunkt sei auch die Lage. Es würden keine privaten Anwohner durch Lärm oder Flutlicht belästigt. Haake: »Aus unserer Sicht sind die Baumaßnahmen in Preußisch Oldendorf und Bad Holzhausen trotz Arbeiten an zwei Standorten günstiger und der Erfolg für Stadt und Sport größer.«

Wilfried Niemeyer (CDU) wollte wissen, ob denn der OTSV mit dem Standort Bad Holzhausen leben könnte. »Natürlich möchte der Verein den Platz lieber an der Sekundarschule haben«, sagte Bürgermeister Steiner, der den Auftrag erhielt, nochmals mit den Vereinen zu sprechen und den neuen Antrag zu diskutieren. Der Bauausschuss verwies das Thema zurück an den Schulausschuss, der am 13. November das nächste Mal zusammen kommt. Bis dahin soll auch eine konkretere Kostenschätzung vorliegen. Niemeyer: »Schön wäre es, wenn wir alle Vereine zufrieden stellen.«

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6945121?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198399%2F2516040%2F
Auch NRW-Regionen als Standort für Atommüll-Endlager geeignet
Symbolfoto. Foto: dpa
Nachrichten-Ticker