Do., 10.10.2019

Rat und Finanz- und Hauptausschuss genehmigen neue Attraktion am Jugendtreff Treppe wird zum Kletterturm

Die Treppe vor der Realschule soll als Aussichts- und Kletterturm umgebaut werden. Am Jugendtreff wird sie dann komplett frei stehen und die Kletterwände an den Seiten der jetzigen Eingangsplattformen angebracht werden.

Die Treppe vor der Realschule soll als Aussichts- und Kletterturm umgebaut werden. Am Jugendtreff wird sie dann komplett frei stehen und die Kletterwände an den Seiten der jetzigen Eingangsplattformen angebracht werden. Foto: Andreas Kokemoor

Von Freya Schlottmann

Preußisch Oldendorf (WB). Das Jugendzentrum an der Langenhegge wird bald um eine weitere Attraktion reicher sein. Sowohl der Haupt- und Finanzausschuss als auch der Rat haben die Kosten für den Bau einer neuen Aussichtsplattform mit Klettergelegenheiten genehmigt.

Bereits seit vielen Jahren seien Balancieren, Hangeln und Klettern fester Bestandteil des Angebotes der Jugendförderung beziehungsweise des Jugendtreffs der Stadt Preußisch Oldendorf, erklärte Jugendpfleger Andreas Keller im Haupt- und Finanzausschuss am Dienstagabend. Die bisherige Anlage würde sowohl für Eltern-Kind-Aktionen, für Ferienspiele, Kindergeburtstage oder von Schulklassen genutzt werden. Etwa 400 Teilnehmer würden die Kletterangebote des Jugendtreffs jährlich in Anspruch nehmen.

Sicherheitstreppe wird umfunktioniert

Neben einem bereits vorhandenen Niedrigseilgarten wolle man nun aber »richtig hoch hinaus« und weitere Angebote schaffen, sagte Keller. Der Plan lautet deshalb, eine ehemalige Sicherheitstreppe an der Realschule abzubauen, zu einer frei stehenden Aussichtsplattform mit verschiedenen Kletterwänden umzubauen und auf dem Außengelände des Jugendzentrums aufzustellen.

Die Gesamtkosten für dieses Projekt belaufen sich laut der Beschlussvorlage für den Haupt- und Finanzausschuss auf 30.500 Euro. Der Kreis bezuschusst das Projekt mit 1500 Euro. »Die restlichen 29.000 Euro können wir komplett aus unserer eigenen Rücklage finanzieren«, sagte Keller. Weil das Geld des Jugendtreffs als städtisches Geld betrachtet wird und somit auch die Ausgaben als städtisch gelten, mussten aus rechtlichen Gründen die Verwaltung und der Rat allerdings an der Entscheidung beteiligt werden und der Finanzausschuss am Dienstag und der Rat am Mittwoch darüber abstimmen. »Das Geld haben wir aber durch Spenden und verschiedene Aktionen eingenommen«, erklärte Keller.

Keine Kosten für die Stadt

Auf die Stadt kommen damit keine weiteren, ungeplanten Kosten zu. Aus formalen Gründen muss ein Teil der Ausgabe als außerplanmäßige Auszahlung von der Verwaltung bewilligt und ein anderer Teil im Haushalt für das Jahr 2020 eingetragen werden.

»Wir haben über Jahre hinweg das Geld gespart, weil wir dieses Projekt schon länger vor haben«, erklärte der Jugendpfleger. Weil die Kosten für neue Klettergeräte in den vergangenen Jahren extrem angestiegen seien, sei es zudem von Vorteil, dass die Treppe an der Realschule für die neue Aussichtsplattform wiederverwendet werden kann. »Der Kletterturm hat dann drei jeweils neun Meter hohe, bebaubare Seiten, die individuell gestaltet werden können. Beispielsweise mit einer Kletterwand mit Abseilmöglichkeiten«, sagte Andreas Keller.

Lob von der Politik

Weil der neue Aussichtsturm ziemlich hoch werden wird, erkundigte sich Iris Pfeiffer (SPD) während des Haupt- und Finanzsausschusses, ob der Turm eingezäunt werde, damit niemand unerlaubt darauf komme. Ein solcher Zaun sei Keller zufolge bereits in den Kosten eingeplant. Für die Sicherheit werden die Kletterer zudem immer von speziell ausgebildeten Mitarbeitern abgesichert.

Martin Schiegnitz (Bündnis 90/Die Grünen) befürwortete das Projekt: »Das ist eine tolle Bewegungsmöglichkeit für Kinder und bekommt unsere absolute Zustimmung. Es ist super, dass das komplett selbst finanziert wird.«

Durch die Zustimmung der Ausschuss- und Ratsmitglieder zu dem Projektantrag kann dieses laut Keller nun konkret angegangen werden. In der kommenden Woche soll dafür eine Firma mit dem Abbau der Sicherheitstreppe beauftragt werden, damit diese noch in diesem Jahr umgebaut und am Jugendtreff aufgebaut werden kann. Anfang kommenden Jahres sollen dann die Kletterwände folgen.

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