Sa., 09.11.2019

Preußisch Oldendorf erhält Förderbescheide über 300.000 Euro Geld für Sanierung und Abriss

Freuen sich über die Übergabe dreier Förderbescheide von der Bezirksregierung (von links) Beate Große-Dunker (Bauamt), Martin Hempel (Bezirksregierung), Bürgermeister Marko Steiner, Günter Heidemann (Bezirksregierung), Heinrich Wildemann (Ortsheimatpfleger Offelten) und Doris Rosenbaum (Vorsitzende der Dorfgemeinschaft Offelten).

Freuen sich über die Übergabe dreier Förderbescheide von der Bezirksregierung (von links) Beate Große-Dunker (Bauamt), Martin Hempel (Bezirksregierung), Bürgermeister Marko Steiner, Günter Heidemann (Bezirksregierung), Heinrich Wildemann (Ortsheimatpfleger Offelten) und Doris Rosenbaum (Vorsitzende der Dorfgemeinschaft Offelten). Foto: Arndt Hoppe

Von Arndt Hoppe

Preußisch Oldendorf (WB). Solche Gäste sind in jedem Rathaus gern gesehen: Martin Hempel und Günter Heidemann von der Bezirksregierung haben am Freitag in Preußisch Oldendorf drei Förderbescheide in Höhe von insgesamt 300.000 Euro übergeben.

Der Löwenanteil von 250.000 Euro dieser Mittel fließt in die Sanierung des sogenannten Kutscherhauses am Haus des Gastes in Bad Holzhausen. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 467.000 Euro, von denen 65 Prozent durch die Förderung finanziert werden. »250.000 Euro sind Förderhöchstsatz«, sagte Martin Hempel. »Das Geld kommt der Umnutzung und dem Erhalt der Bausubstanz des historischen Gebäudes zugute.«

Bürgermeister Marko Steiner erklärte, dass es verschiedene Ansätze gebe, wie die Remise genutzt werden könnte. »Sie wird zurzeit als Abstellraum und Garage genutzt und soll ein Aufwertung erfahren.« So könne man sich vorstellen, in einem Teil des Hauses einen kleinen Kiosk einzurichten. Angedacht sei auch, einen Teil mit Glasfronten zu versehen, so dass er bei schlechtem Wetter als Überdachung für Konzerte des Blasorchesters dienen könnte. Möglich sei auch eine Nutzung für Ausstellungen, sagte Steiner.

Förderung für Abriss

Einen Betrag von 43.000 Euro erhält die Stadt Preußisch Oldendorf für den Abriss des Hauses Getmolder Straße 14 (Gesamtkosten 66.000, Förderanteil 65 Prozent). »Das gab es früher nicht. Erst seit neuestem werden vom NRW-Heimatministerium auch Abrisse gefördert, die der Beseitigung städtebaulicher Missstände dienen«, sagte Martin Hempel. »In dem betreffenden Haus war ursprünglich eine Kneipe und ein Kolonialwarenladen. Dann hat es die Stadt erworben und lange Jahre als Asylbewerberunterkunft genutzt«, sagte Bürgermeister Steiner. Nun sei es nicht mehr erhaltenswert. Nach Absprachen mit der Getmolder Dorfgemeinschaft sei beschlossen worden, das Haus abzubrechen. »Dort soll eine Blühwiese angelegt werden, eventuell mit einem Insektenhotel. »Das kommt sowohl dem Ortsbild zugute als auch dem Naturschutz und der Biodiversität.«

Das vom finanziellen Umfang her kleinste der unterstützten Projekte ist die Sanierung des Backhauses in Offelten, doch die Freude war nicht geringer. Die Dorfgemeinschaft erhält dafür 8800 Euro an Landesmitteln. »Nach der grundlegenden Sanierung des Backs’ in den 90-er Jahren ist es nun in die Jahre gekommen«, sagte Doris Rosenbaum, Vorsitzende der Dorfgemeinschaft Offelten. Seit zwei Jahren gebe es Überlegungen, das Haus zu renovieren. Dank der Förderung sei dies nun möglich. »Aber es wird noch ein Stück Arbeit sein«, wusste Doris Rosenbaum. Bis Februar 2021 haben die Offelter Zeit für die Umsetzung.

Viele gemeinsame Projekte

»Die förderfähigen Gesamtkosten dieser Maßnahme liegen bei 13.688,22 Euro. Das heißt, wir fördern auch hier mit einer Quote von 65 Prozent«, sagte Günter Heidemann, der den Bescheid an die Dorfgemeinschaftsvorsitzende und an Ortsheimatpfleger Heinrich Wildemann überreichte. Zusammen mit ihm erinnerte sich Heidemann an viele gemeinsam umgesetzte Projekte zu Dorferneuerung im Fachwerkdorf Offelten. Doris Rosenbaum dankte wiederum Günter Heidemann mit einem Blumenstrauß – aber nicht allein für die aktuelle Unterstützung. »Die Blumen sind ein Dank für 25 Jahre gute Zusammenarbeit. Ohne ihn sähe das Dorf nicht so aus, wie es das heute tut«, sagte sie. Heidemann, der in seiner Zeit bei der Bezirksregierung viele Förderprojekte in Preußisch Oldendorf und im gesamten Mühlenkreis begleitet und ermöglicht hat, geht Ende des Jahres in Ruhestand. »Aber ich komme gerne auch als Privatmann wieder her«, sagte er.

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