Sportausschuss vertagt Beschluss über Allwetterplatz erneut
Keine Entscheidung zu Standort

Preußisch Oldendorf (WB/aha). Ein Kunstrasenplatz würde der Stadt Preußisch Oldendorf gut zu Gesicht stehen. Darüber sind sich die drei großen Rasensportvereine im Stadtgebiet einig. Offen bleibt aber auch nach der jüngsten Sportausschusssitzung, wo ein solcher Allwetterplatz gebaut werden soll.

Freitag, 15.11.2019, 08:00 Uhr
Wo soll der Kunstrasenplatz hin? Auf die freie Fläche zwischen Sekundarschule und OTSV-Platz (Foto) oder am Platz des SuS Holzhausen. Der Ausschuss möchte mehr Infos. Foto: Viola Willmann
Wo soll der Kunstrasenplatz hin? Auf die freie Fläche zwischen Sekundarschule und OTSV-Platz (Foto) oder am Platz des SuS Holzhausen. Der Ausschuss möchte mehr Infos. Foto: Viola Willmann

In Frage kommen entweder das Gelände zwischen OTSV-Sportplatz und Sekundarschule am Offelter Weg oder eine Fläche des SuS Holzhausen am Bahndamm.

Kostenpläne deutlich unter Schätzung

Da die Stadt bei der Förderung nicht zum Zuge kam, waren nun erneut die Vereine gefragt. Der OTSV und der SuS Holzhausen legten nun dem Sportausschuss Angebote für den Bau eines Kunstrasenplatzes vor, die deutlich unter der groben Kostenschätzung von 1,1 Millionen liegen, die ein Planungsbüro für die Stadt als Grundlage für den Förderantrag »Soziale Integration im Quartier« errechnet hatte.

Der OTSV legte für einen neuen Platz am Offelter Weg ein Angebot in Höhe von 660.000 Euro vor. Der Verein könne sich auch vorstellen, als Bauherr zu fungieren. Der SuS bekräftigte seinerseits sein früheres Angebot, dass er einen solchen Platz in Bad Holzhausen mit einem Investitionskostenzuschuss von 400.000 Euro realisieren könnte.

»Unterschied von einer Viertelmillion«

Auch Marlotte Oestreich (SPD) sagte: »Ein zweiter Platz an der Sekundarschule muss unbedingt gebaut werden. Wenn wir sowieso da bauen, dann können wir auch einen Allwetterplatz bauen.« Holger Petersmann (UEB) gab zu bedenken: »Ein Unterschied von einer Viertelmillion Euro ist schon relevant.«

Bürgermeister Marko Steiner wies darauf hin, dass bei den Angeboten beider Sportvereine die Planungskosten noch nicht enthalten seien. »Die lägen nach unser Schätzung bei etwa 120.000 Euro.« Auch seien nur die Kosten für die »reinen Sportplätze« bedacht. Lärmschutzwälle, wie sie zum Beispiel am Offelter Weg nötig wären, seien nicht in der Berechnung enthalten.

Hans Eikemeyer vom SVE erklärte, er wolle sich nicht auf einen Standort festlegen. Wichtig sei ihm ein Nutzungsrecht für den Börninghauser Verein. Der SVE habe seinerzeit beim Bau seines Platzes 140.000 Euro bekommen. »Wir hatten aber das Glück, dass wir selbst jemanden in unseren Reihen hatten, der die Planung und Abwicklung übernommen hat.«

Schulleiter beklagt mangelnde Kommunikation

Sekundarschulleiter Christian Schäffer kritisierte mangelnde Kommunikation in Sachen Sportplatzneubau. Ein neuer Platz am Offelter Weg würde dann dicht am Street-Soccer-Platz der Schule errichtet. Diese verliere einen Großteil ihres Geländes. »Ich bin schockiert über die Entwicklung. Da hätte man ja vorher mal fragen können«, sagte Schäffer.

Auf Vorschlag von Thomas Kunzemann (CDU) einigte sich der Ausschuss darauf, dass alle Kosten samt Nebenkosten für die Standorte genau gegenüber gestellt werden sollen. Außerdem sollen bei den Angeboten auch alternative umweltfreundliche Einstreumaterialien berücksichtigt werden. Wenn alle Zahlen vorliegen, soll der Sportausschuss darüber erneut beraten.

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