Gelegenheitsspieler Grannemann gewinnt die Altkreismeisterschaft
Frotheimer verblüfft Skat-Elite

Preußisch Oldendorf-Bad Holzhausen (WB). Da mussten die Vereinsspieler passen: Mit einer faustdicken Überraschung ist die Altkreismeisterschaft im Skat zu Ende gegangen. Michael Grannemann aus Frotheim, der nur hin und wieder zu den Karten greift, verblüffte in Bad Holzhausen die versammelte Skat-Elite des Altkreises und holte sich den Titel der 33. Auflage.

Freitag, 06.12.2019, 08:00 Uhr
Gelegenheits-Skatspieler Michael Grannemann zeigt das siegbringende Blatt, einen Kreuz mit den drei besten Buben. Foto: Andreas Kokemoor
Gelegenheits-Skatspieler Michael Grannemann zeigt das siegbringende Blatt, einen Kreuz mit den drei besten Buben. Foto: Andreas Kokemoor

Qualifiziert hatte sich der 48-jährige Grannemann bei der Vorrunde in Lübbecke, als einer der acht besten Nichtvereinsspieler. Beim Finalturnier im Wiehen-Traum Nobbe durfte sich der Frotheimer dann plötzlich an Tisch Nummer eins setzen. Tisch eins, das ist der Tisch mit den Spielern, die vor der abschließenden Runde die meisten Punkte haben.

Es ging knapp zu. Michael Grannemann fehlten ein paar Pünktchen, als die letzten Karten verteilt wurden. Und dann schaute der Frotheimer auf das siegbringende Blatt: Ein Kreuz mit drei Jungs. „Ich wusste sofort, das kann was werden.“ Routiniert spielte der kaufmännische Angestellte „sein Ding“ herunter und verbuchte 48 weitere Punkte auf seinem Konto. Unter dem Strich standen für ihn 3910 Zähler.

Karin Ehlers beste Frau

„Ich bin Gelegenheitsspieler“, sagte der neue Champion. „Und ich möchte auch Gelegenheitsspieler bleiben.“ Belohnt wurde Grannemann mit dem großen Wanderpokal, dem Erinnerungspokal sowie einem Geldpreis in Höhe von 600 Euro. Gut gelaunt gab der Sieger zu Protokoll: „Im kommenden Jahr möchte ich versuchen, den Titel zu verteidigen.“

Friedhelm Wittemeier aus Hille fehlte rein rechnerisch nur ein einziges Spiel, um den Frotheimer abzufangen. Doch der Hiller blieb bei 3822 Punkten stehen. Dritter wurde Roland Zimmler, Stadtmeister aus Rahden, mit 3661 Punkten. Der Zweit- und Drittplatzierte erhielten 400 Euro beziehungsweise 200 Euro. Beste Frau im hochklassigen Feld wurde Karin Ehlers. Sie war vor der Finalrunde noch deutlich im Hintertreffen, ehe sie Spiel um Spiel gewann und am Ende noch auf 3544 Punkte kam – Platz 4.

Auf den Plätzen fünf bis zehn landeten Karl-Ludwig Henke, Klaus Lischewski, Heiko Weimer, Dirk Oevermann, Janz Peter Helbach und Werner Henke. Schon früh abgeschlagen war im Finale der sechsfache Altkreis-Skatmeister und Titelverteidiger Andreas Hartmann aus Oberbauerschaft. Einen besonderen Preis erhielt Dieter Stasing vom Skatverein Limberger Kartenhalter, der bei der 33. Auflage der Meisterschaft auf dem 33. Platz landete.

Dankeschön für Spieler

Dankeschönpreise erhielten die Skatspieler, die an allen sechs Vorrunden teilnahmen. Dies waren Peter Nafziger, Stadtmeister aus Lübbecke, Klemens Isotow, Werner Hafer, Wilhelm Hucke, Horst Schmitt, Manfred Langeleh, Karin Ehlers, Bernd Schüttenberg, Karl Roth, Klaus Lischewski, Dieter Stasing und Friederike Bönning. In den Vorrunden waren insgesamt 251 Skatspieler dabei. Für das Finale hatten sich 46 Spielerinnen und Spieler und die sechs Stadt- und Gemeindemeister aus den jeweiligen Kommunen qualifiziert. Diese mussten einen Wohnsitz im Altkreis Lübbecke haben oder Mitglied eines Skatvereins des Altkreises sein. Von den insgesamt 60 Qualifizierten erschienen 59.

Einen besonderen Dank richtete Spielleiter Gerd Schöning an Bernd Rust (Sparkasse Minden-Lübbecke) und Beate Duffe (Marktkauf Lübbecke). Sie hatten die Altkreismeisterschaft großzügig unterstützt. Schöning dankte auch dem Wiehen-Traum Nobbe, der seine Räume für die Endrunde zur Verfügung gestellt hatte.

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