Sa., 15.02.2020

St. Dionysius-Reparatur: Decken und Altar müssen warten Sanierung der Fenster kostet 100.000 Euro

Die Gerüste im Inneren der St.-Dionysius-Kirche werden am Mittwoch abgebaut, damit am Sonntag ein Musical aufgeführt werden kann. Für die weitere Deckensanierung werden Fördermittel beantragt.

Die Gerüste im Inneren der St.-Dionysius-Kirche werden am Mittwoch abgebaut, damit am Sonntag ein Musical aufgeführt werden kann. Für die weitere Deckensanierung werden Fördermittel beantragt. Foto: Arndt Hoppe

Von Arndt Hoppe

Preußisch Oldendorf (WB). Nicht nur der Preußisch Oldendorfer Kirchplatz ist derzeit eine Baustelle. Auch die St.-Dionysius-Kirche selbst ist innen und außen an vielen Ecken reparatur- und sanierungsbedürftig. „Die vier Gerüsttürme, die zurzeit noch in der Kirche stehen, werden am kommenden Mittwoch abgebaut, weil wir am folgenden Sonntag ein Musical in der Kirche aufführen“, sagt Pfarrer Michael Weber. „Aber in nächster Zeit kommt noch einiges an Investitionen auf uns zu.“

So stehen Gerüste im Kirchengewölbe, weil die Decke an vielen Stellen ausgebessert werden musste. Dabei hat sich noch weiterer Renovierungsbedarf aufgetan. „Es sind erst einmal die größten Risse ausgebessert worden, aber eine umfassende Deckensanierung muss erst einmal warten“, sagt Weber. Vordringlicher sei vielmehr die Sanierung der Kirchenfenster rund um den Altarraum. Diese werde allein 100.000 Euro kosten, sagte Weber: „Und dafür haben wir gerade an diesem Donnerstag einen Antrag bei einem Förderprogramm des Bundes gestellt.“ Wie dringend die Fenster saniert werden müssen, sei aufgefallen, weil ein Gerüst am Ostende der Kirche aufgestellt wurde, um am Gesims etwas auszubessern. „Als die Handwerker sich die Fenster aus der Nähe anschauen konnten, haben sie unheimlich viele Schäden festgestellt“, macht Weber deutlich. „Sie sind an vielen Stellen undicht und zum Teil so verzogen, dass sie bis zu fünf Zentimeter nach außen stehen.“

Der Schaden an einer Kirchturm-Dachluke nach Sturm Sabine könnte teuer werden. Foto: Arndt Hoppe

Eine der Ursachen für die Schäden an den Kirchenfenstern ist laut Pfarrer Weber der kaputte Dachanschluss an der Taufsakristei. Diese ist ein kleiner Anbau am Ostende des Kirchengebäudes. Und der Übergang zwischen Sa­kristeidach und Kirchenwand ist marode. Dort konnte Feuchtigkeit eindringen, was dem Gemäuer über die Jahrzehnte geschadet habe. Deshalb drohte die Taufsakristei umkippen. Daher wurde das Häuschen schon vor Monaten gesichert und mit einer Holzverschalung versehen. „Ob sich ein Erhalt der Taufsakristei lohnt oder diese abgebrochen wird, hängt davon ab, wie denkmalwürdig sie ist“, sagt Weber. Bisher wisse niemand genau, wie alt die Sakristei eigentlich ist. „Dafür wird demnächst eine dendrochronologische Untersuchung gemacht, mit der das Alter der Holzbalken bestimmt wird“, erklärt er das weitere Vorgehen.

Was dadurch an Kosten auf die Kirchengemeinde Preußisch Oldendorf zukommt, ist noch offen. Das selbe gilt für die weitere Deckensanierung im Inneren, für die im Sommer ein neuer Förderantrag gestellt werden soll. „Die bereits geplante Sanierung unseres Altars ist mit 12.000 Euro finanziell noch das geringste Problem. Damit fangen aber wir erst an, wenn die anderen Arbeiten erledigt sind. Sonst würde der Altar ja sofort wieder verdreckt.“

Pfarrer Weber weist darauf hin, dass zu den größeren Reparaturprojekten aktuell noch einige kleinere kommen. So wird zum Beispiel die Seitentür restauriert, die kürzlich bei einem Einbruch beschädigt wurde. „Beim Sturm Sabine haben wir zwar insgesamt Glückt gehabt. Aber eine Luke am Turm macht uns Sorgen“, sagt er. Diese Klappe, die mitten im Spitzdach des Kirchturms sitzt, fehlt seit dem Sturm. Natürlich darf sie nicht dauerhaft offen bleiben. „Fachleute untersuchen am Freitagnachmittag, ob wir den Schaden von innen beheben können“, erklärt der Pfarrer. „Wenn das nicht möglich ist, müssen wir entweder mit einem Kran in die Höhe oder womöglich an den Kirchturm noch ein neues Gerüst anbringen.“

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