Landrat lobt rücksichtsvolles Verhalten über Ostern im Mühlenkreis
Ruhige Entwicklung bei den Corona-Fallzahlen

Minden (WB). Auch nach dem Osterwochenende bleibt die Entwicklung bei den neuen Corona-Infizierungen im Mühlenkreis ruhig. „Die Bürgerinnen und Bürger im Kreis Minden-Lübbecke haben sich an den Ostertagen wirklich vorbildlich verhalten“, sagt Landrat Dr. Ralf Niermann. Aktuell gibt es 488 bestätigte Infektionen, 286 Personen sind wieder genesen. Die Zahl der Corona-Todesfälle ist bei drei geblieben.

Dienstag, 14.04.2020, 12:36 Uhr aktualisiert: 14.04.2020, 12:38 Uhr
Symbolbild. Foto: dpa
Symbolbild. Foto: dpa

„Wir können uns glücklich schätzen, dass wir in einem ländlichen Kreis leben, in dem die Wege in die freie Natur verhältnismäßig kurz und damit die Möglichkeit für Freizeit und Erholung außerhalb der eigenen vier Wände auch in Zeiten von Corona relativ nah ist“, sagt der Landrat dazu.

Hier die aktuellen Fallzahlen (Stand Dienstag, 11 Uhr) für den Kreis Minden-Lübbecke:

Bad Oeynhausen: 44 Infizierte/24 Genesene, Espelkamp: 38/28, Hille 35/21/1 Toter, Hüllhorst: 36/21, Lübbecke: 56/38, Minden: 113/72/1, Petershagen: 33/22, Porta Westfalica: 24/8, Preußisch Oldendorf: 17/7, Rahden: 23/9, Stemwede: 69/36/1.

Generell wird die Statistik so geführt, dass die neuen Zahlen eines Tages immer zu denen vom Vortag hinzu gerechnet werden. In der Spalte „bestätigte Infektionen“ steht also die jeweilige Gesamtzahl der Infektionen seit Beginn, in der Spalte „wieder genesen“ steht die Gesamtzahl der wieder als gesund geltenden Patienten.

Aktuell werden 22 Patienten auf der Isolierstation und 5 Patienten auf der Intensivstation im Johannes-Wesling-Klinikum behandelt. Darüber hinaus befinden sich vier Patienten in intensivmedizinischer Behandlung im Herz- und Diabeteszentrum in Bad Oeynhausen. Insgesamt 286 Personen, die sich in 14-tägiger Quarantäne befanden, konnten bisher vom Gesundheitsamt aus der Isolation entlassen werden. Sie gelten als gesund.

Die Fallzahlen werden vereinheitlicht

In dieser Woche wird landesweit die Meldung der Fallzahlen zur besseren nationalen und internationalen Vergleichbarkeit umgestellt. Gemeldet werden ab Mittwoch nur noch die durch Labortest bestätigten Fälle und nicht mehr alle Fälle, die sich aus dem epidemiologischen Zusammenhang ergeben. Bisher waren diese Fälle ebenfalls enthalten.

„Wenn also zum Beispiel in einem Haushalt ein Ehepaar lebt, eine Person ist positiv getestet und der Partner hat ebenfalls Krankheitssymptome, dann erfassen wir zukünftig nur noch den vom Labor bestätigten Fall. Unter Isolation stehen aber natürlich weiterhin beide erkrankten Personen“, so die Leiterin des Gesundheitsamtes Dr. Elke Lustfeld. Auch bei anderen Infektionskrankheiten ist es üblich, dass nur die durch Labortest bestätigten Fälle erfasst werden.

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