Planungen für zweiten Platz an der Sekundarschule in Preußisch Oldendorf ruhen seit Jahren – OTSV ergreift die Initiative
Diskussionsabend soll den Stillstand beim Sportplatzneubau beenden

Preußisch Oldendorf (WB). ,,Still ruht der See‘‘. Diese Redewendung trifft auch in der schon seit Jahren geführten Diskussion um einen zweiten Sportplatz an der jetzigen Sekundarschule in Preußisch Oldendorf zu. Deshalb möchte der OTSV mit der Einladung zu einem Diskussionsabend am Mittwoch, 24. Juni, Bewegung in die Angelegenheit bringen.

Mittwoch, 27.05.2020, 09:00 Uhr
Seit Jahren in den Planungsunterlagen, aber noch unberührt: Die für den neuen Sportplatz vorgesehene Fläche zwischen dem Sportplatz am Offelter Weg (links) und der Sekundarschule. Foto:
Seit Jahren in den Planungsunterlagen, aber noch unberührt: Die für den neuen Sportplatz vorgesehene Fläche zwischen dem Sportplatz am Offelter Weg (links) und der Sekundarschule.

Als der OTSV im Jahr 2006 mit dem Bau des Vereinsheims begonnen hatte, plante der Vereinsvorstand bereits einen zweiten Sportplatz am Offelter Weg. Nach Fertigstellung und Einweihung des Vereinsheims 2007 erfolgte die erste Kontaktaufnahme zur damaligen Bürgermeisterin Anke Korsmeier-Pawlitzky.

Im März 2009 stellte der OTSV den ersten Antrag zum Bau eines Sportplatzes mit dem Hinweis, dass das damalige Konjunkturpaket II für derartige Baumaßnahmen Fördermittel vorsieht. Allerdings wurde der Antrag des OTSV nicht positiv entschieden.

Thema wird bereits mit dem dritten Bürgermeister diskutiert

2010 wurde der Verein darüber informiert, dass seitens der Stadtverwaltung eine Überplanung des Sportplatzes an der Grundschule angestrebt wird. Ein Jahr später folgten detaillierte Gespräche mit Bürgermeister Jost Egen. Mit dem Konsens, dass ein Sportzentrum an der Sekundarschule anzustreben ist, wurde 2012 die Standortverlegung des Sportplatzes in den Haushaltsplan aufgenommen.

Der Verkauf der Fläche des Grundschulsportplatzes konnte allerdings nicht realisiert werden, in Folge dessen sank nach Meinung des Vereins das Interesse der Verwaltung, die Planungen für eine Verlegung ernsthaft voranzutreiben. Mit der Auflösung des einzigen Allwetterplatzes in Börninghausen wurde nun der Bau eines neuen Allwetterplatzes favorisiert.

Im Jahr 2014 bekam das Thema mit der Wahl von Marco Steiner seinen dritten Bürgermeister. 2018 wurde das Förderprogramm „Investitionspakt Soziale Integration im Quartier“ vom Land NRW aufgelegt. Mit Fördergeldern aus diesem Programm sollte nun endgültig der Bau eines Allwetterplatzes an der Sekundarschule realisiert werden. Allerdings fand auch dieser Antrag keine Mehrheit. „Dennoch ist die Verlegung des Sportplatzes unverändert bis heute Bestandteil des Haushaltsplanes“, betont man in der Vereinsspitze.

Der Stillstand soll endlich beendet werden

2019 stellte der SuS Holzhausen seinerseits einen Antrag auf die Errichtung eines Allwetterplatzes am Standort Holzhausen . Dieser Antrag sorgte für erneuten Beratungsbedarf bei den politischen Gremien im Stadtgebiet. Im November bekam die Stadtverwaltung um Bürgermeister Marco Steiner durch den zuständigen Ausschuss die Aufgabe, die Angebote des SuS Holzhausen und des OTSV Preußisch Oldendorf vergleichbar zu machen. „Mittlerweile sind weitere sieben Monate verstrichen, ohne dass weitere Erkenntnisse vorliegen“, beklagt man auf Seiten des OTSV.

Um den Stillstand zu beenden, hat der Verein alle politischen Fraktionen und Vertreter kleinerer Parteien zu einem Diskussionsabend am 24. Juni eingeladen. Hier sollen Lösungsmöglichkeiten und Kompromisse ausgelotet werden. Die Sitzung findet unter Berücksichtigung der dann gültigen Corona-Regelungen statt.

Abschließend stellt OTSV-Pressewartin Marion Vogt fest: „Die jetzige Pflege der Sportplätze an zwei Standorten stellt uns vor große Herausforderungen. Der Sportplatz an der Grundschule ist für jedermann zugänglich, somit kann die sachgemäße Nutzung und ein jederzeit ordnungsgemäßer Zustand nicht vom OTSV garantiert werden. Durch die Schäden, die beim jährlichen Stadtfest durch das Festzelt auf dem Sportplatz entstehen, verliert der OTSV zusätzlich mindestens 8 bis 10 Wochen seiner Hauptnutzungszeit.“

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