Kosten für notwendige Instandsetzung liegen über den angesetzten 180.000 Euro
Wird der Wiehenturm bald höher?

Preußisch Oldendorf (WB). Die Sanierung des Wiehenturms wird kostspieliger als zunächst veranschlagt. Dem Bau-, Planungs- und Umweltausschuss der Stadt sind zur Beratung Pläne vorgelegt worden, wonach mit etwa 100.000 Euro Mehrkosten zu rechnen ist. In der Sitzung am gestrigen Dienstagabend sind zwei verschiedene Varianten diskutiert worden. Eine Variante sieht auch die Erhöhung des Turms vor.

Mittwoch, 10.06.2020, 09:41 Uhr aktualisiert: 10.06.2020, 09:50 Uhr
Die Preußisch Oldendorfer Politik berät derzeit, auf welche Weise der Wiehenturm saniert wird. Eine Variante sieht auch eine Erhöhung der Kons­truktion auf 25 Meter vor. Foto: Eva Rahe
Die Preußisch Oldendorfer Politik berät derzeit, auf welche Weise der Wiehenturm saniert wird. Eine Variante sieht auch eine Erhöhung der Kons­truktion auf 25 Meter vor. Foto: Eva Rahe

In einer ersten Kostenermittlung zur Instandsetzung des bekannten Aussichtsturmes hatte die Stadt eine Summe von 180.000 Euro angesetzt. Wie am 5. Juni berichtet, ist es vor allem Fäulnisbildung, die den Turm in seiner Standfestigkeit gefährdet. Die Stadt steht in der Verkehrssicherungspflicht, kann aber auch mit einem Landeszuschuss über knapp 98.000 Euro rechnen.

Das für die genaueren Planungen engagierte Büro hat nun aber eine genauere Einschätzung der Lage am Wiehenturm abgegeben. Zunächst die gute Nachricht für die Stadt: Der Bauexperte hat festgestellt, dass die Schädigungen fast ausschließlich im oberen Drittel des Turms auftreten, nur eine Schadstelle befinde sich an einem der vier Fußpunkte. „Somit sind die Sanierungsarbeiten auch bezüglich der anfallenden Kosten noch sinnvoll, was bei einer Schädigung der unteren Bereiche nicht mehr darstellbar wäre“, heißt es.

Planungsbüro schlägt zwei Varianten vor

Das Büro aus Bad Oeynhausen schlägt nun zwei Sanierungsvarianten vor: Variante A würde 239.000 Euro kosten, Variante B 290.000 Euro. Beide Ansätze liegen damit deutlich über den ursprünglich angenommenen Sanierungskosten.

Die günstigere Variante beinhaltet eine Ausbesserung der geschädigten Stellen: Die Ersatzhölzer werden in die ausgefrästen Stellen geleimt. Eine Verschalung muss angebracht werden, um zukünftige Feuchtigkeitsansammlungen zu verhindern. Darüber hinaus muss eine Dachabdeckung angebracht werden.

Vorgefertigtes Turmstück soll mit altem Turm verbunden werden

Bei Variante B würde der obere Turmbereich gestutzt. Die Stützen werden um die geschädigten Bereiche um etwa sechs Meter eingekürzt und dann durch einen neuen Bereich ergänzt. Dieses Turmstück würde in einem Fachunternehmen präzise vorgefertigt werden und dann mit dem alten Turm verbunden werden. Die Anschlüsse seien nicht erkennbar, da auch bei dieser Variante eine konstruktive Verschalung der tragenden Konstruktion unbedingt erforderlich sei, erläutert das Planungsbüro.

Der Wind ist nicht das Problem

Aus den genaueren Unter­suchungen der Planer ergibt sich zudem eine andere Einschätzung der Windsituation rund um die Turmspitze als im Baujahr 1974. Rechnerisch könnte der Turm demnach sogar um eine weitere Podestebene aufgestockt werden. Die Planer schlagen vor, die aufgesattelte Stahlkonstruktion zurückzubauen und die obere Besucherplattform 1,70 Meter über der jetzigen anzusetzen. Insgesamt würden somit für die abgenommenen sechs Meter alten Turms 10,40 neuer Konstruktion aufgesattelt. Die Gesamthöhe des Wiehenturms würde sich dann auf 25 Meter erhöhen. Die Stadtverwaltung plädiert für diese Lösung.

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