Irma und Werner Struß aus Preußisch Oldendorf feiern am Dienstag ihre Diamant-Hochzeit
Seit 60 Jahren unzertrennlich

Preußisch Oldendorf (WB/aha). In Corona-Zeiten ist vieles anders als gewohnt. Doch für Irma und Werner Struß aus Preußisch Oldendorf ist eines sicher: Das Ehepaar ist seit sechs Jahrzehnten unzertrennlich und feiert am Dienstag seine Diamant-Hochzeit. „Wo sind die 60 Jahre geblieben? Das muss ich mich manchmal fragen“, sagt Werner Struß. Gleichzeitig steht für ihn fest: „Eine bessere Frau hätte ich gar nicht kriegen können.“

Montag, 17.08.2020, 23:55 Uhr aktualisiert: 17.08.2020, 23:58 Uhr
Das Preußisch Oldendorfer Ehepaar Irma und Werner Struß feiert am Dienstag seine Diamant-Hochzeit. Standesamtlich heirateten die beiden am 18. August 1960, am nächsten Tag schlossen sie auch kirchlich den Bund fürs Leben. Foto: Arndt Hoppe
Das Preußisch Oldendorfer Ehepaar Irma und Werner Struß feiert am Dienstag seine Diamant-Hochzeit. Standesamtlich heirateten die beiden am 18. August 1960, am nächsten Tag schlossen sie auch kirchlich den Bund fürs Leben. Foto: Arndt Hoppe

Irma Struß, geborene Rössler, kam über Umwege nach Preußisch Oldendorf. In Michelsdorf im Sudetenland geboren, musste sie 1945 mit Mutter und Bruder fliehen. Die Familie fand in Preußisch Ströhen ein neues Zuhause, wo Irma auch die Schulzeit verbrachte. Als Paar kamen sie und Werner Struß zusammen, als sie sich beim Tanz in Levern kennengelernt hatten. Sie arbeitete damals bei der Gaststätte Wankelmann und wurde von Bekannten an Weihnachten 1959 zur Feier im Saal Nunnenkamp mitgenommen.

Malergeselle Werner Struß war mit seinen Kollegen dort. Von Anfang an funkte es bei den jungen Leuten. Schon bald folgten weitere Verabredungen. Schon am 18. August 1960 schloss das Paar standesamtlich den Bund fürs Leben, tags darauf wurde der Bund vor Gott von Pastor Herzog in der Preußisch Oldendorfer Kirche besiegelt.

Nicht gleich eigene Wohnung gehabt

Die ersten zehn Jahre seiner Ehe lebte das Paar mit im Haus von Werner Struß’ Mutter. „Gleich eine eigene Wohnung zu nehmen, das konnten sich damals die wenigsten leisten“, erinnert sich Irma Struß. Als das Paar 1969/70 sein Haus am Mittelweg baute, waren schon Tochter Gabriele (1961) und Sohn Dietmar (1968) geboren, im neuen Heim machte Sohn Eike 1975 die Familie Struß komplett. Inzwischen hatte Vater Werner den Beruf des Malers an den Nagel gehängt und wurde ziviler Kraftfahrer bei der Bundeswehr. Diesen Beruf übte er auch bis zum Vorruhestand im Jahr 1993 aus.

„Wir hatten immer eine tolle Nachbarschaft“, betont Irma Struß, die auch darüber hinaus in Preußisch Oldendorf sehr bekannt ist. Sie kümmerte sich von jeher um die Kinder und das Haus und war zudem bei vielen Oldendorfern als Haushaltshilfe aktiv. Seit zehn Jahren ist sie zudem ehrenamtlich bei der Tafel in Preußisch Oldendorf aktiv. Nach wie vor hält Irma Struß Haus und Garten selbst bestens ins Schuss. Die 85-Jährige treibt auch viel Sport – sie besucht regelmäßig eine Turngruppe des OTSV und geht im Sommer täglich schwimmen. „Ich stehe jeden Tag um 5.30 Uhr auf und gehe ins Freibad, wo ich meine 500 Meter zurücklege“, sagt sie.

Früher war auch der heute 85-jährige Werner Struß im Gesangverein und bei der Feuerwehr. Außerdem war er viel mit dem Fahrrad unterwegs. „Wir hatten im Jahr 2018 mit Verletzungen zu kämpfen, aber auch das haben wir ganz gut überstanden“, sagt Irma Struß.

Feier im kleinen Kreis

Nun freuen sich beide darauf, dass sie am Dienstag ihre Diamant-Hochzeit im kleinen Kreis der Familie und der lieben Nachbarn mit einem Essen im Lindenhof in Büscherheide feiern können. „Wir hatten zwischenzeitlich die Befürchtung, dass uns Corona da noch einen Strich durch die Rechnung machen würde, aber nun läuft alles wie vorgesehen“, sagt Werner Struß.

Besonders schön findet es das Jubelpaar, dass auch alle Kinder mit den vier Enkeln und drei Urenkeln bei dem festlichen Mahl dabei sein werden. „Die Kleinen sind eins, zwei und drei Jahre alt und für sie bin ich die Tick-Tack-Oma“, sagt Irma Struß und lacht fröhlich.

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