Neuer Entwurf: mehr Parkplätze erforderlich – Gebäude gedreht und zusammengerückt
Dorfzentrum Lashorst wird umgeplant

Preußisch Oldendorf (WB). Dass das neue Dorfzentrum Lashorst gebaut wird, ist längst beschlossene Sache. Aber die Pläne, wie die Kombination aus Feuerwehrgerätehaus und Räumen für die Dorfgemeinschaft aussehen soll, hat sich in den vergangenen Monaten deutlich verändert. Es gibt mehr Parkplätze, die Baukörper rücken dafür näher zusammen und werden parallel zur Lübbecker Straße gedreht.

Dienstag, 25.08.2020, 00:19 Uhr aktualisiert: 25.08.2020, 00:22 Uhr
Nach Gesprächen mit Feuerwehr und Lashorster Dorfgemeinschaft wurden die Entwürfe für das neue Dorfzentrum geändert: Vorder- und Rückansicht des Baukörpers mit Fahrzeughalle, Schulungsbereich und Gemeinschaftsraum. Foto: Stadt Preußisch Oldendorf
Nach Gesprächen mit Feuerwehr und Lashorster Dorfgemeinschaft wurden die Entwürfe für das neue Dorfzentrum geändert: Vorder- und Rückansicht des Baukörpers mit Fahrzeughalle, Schulungsbereich und Gemeinschaftsraum. Foto: Stadt Preußisch Oldendorf

Die geänderten Pläne stellte jetzt Gabriele Rotter vom Bauamt der Stadt Preußisch Oldendorf im Stadtentwicklungsausschuss vor. Die Änderungen hätten sich bei den Gesprächen der Stadt mit der Wehrleitung und Vertretern des Heimatvereins ergeben.

Einer der wesentlichen Gründe für das Umplanen ist die zu nie-drig angesetzte Zahl an Stellplätzen. „Bei der ursprünglichen Planung waren nur 32 Parkplätze einberechnet. Doch wie sich herausstellte, müssen allein für die Feuerwehr 42 Stellplätze vorgehalten werden“, sagte Rotter.

Externe Ausgleichsfläche notwendig

Diese Vorgabe ergebe sich aus der Zahl der Fahrzeuge und der entsprechenden Besatzung. Um trotzdem alle Räume in der notwendigen Größe auf dem Gelände unterzubringen, mussten die Baukörper anders ausgerichtet werden und zusammenrücken. Eine weitere Änderung gegenüber der ursprünglichen Planung betrifft die vorhandene Ausgleichsfläche. Die Fachfrau wies darauf hin, dass wegen der größeren Anzahl an Stellplätzen auch die vorhandene Ausgleichsfläche zum Teil überbaut beziehungsweise versiegelt werden müsse. Dies wäre jedoch auch unter Beibehaltung des ursprünglichen Entwurfs vom September 2019 erforderlich geworden, erklärte sie.

Auf Nachfrage von Barbara Glatzel (Grüne) bestätigte Rotter, dass eine externe Ausgleichsfläche notwendig sein werde. Auf dem Gelände würden aber einige große Bäume erhalten beziehungsweise eingeplant.

Die drei Teilbereiche des Gebäudekomplexes liegen nun direkt nebeneinander. Die Zufahrt zu den Parkplätzen, die links von der Fahrzeughalle und hinter dem Dorfzentrum liegen, erfolgt auf der linken Gebäudeseite von der Lübbecker Straße aus. Die Einsatzfahrzeuge können über eine breite Ausfahrt vor dem Haus auf kurzem Weg vom Gelände ausrücken. „Die Schulungsräume der Feuerwehr schließen sich unmittelbar rechts an die Fahrzeughalle ab. Die Umkleiden und Sanitärräume, getrennt nach männlichen und weiblichen Feuerwehrkräften, liegen hinter der Halle. Wenn die Feuerwehrleute vom Einsatz kommen sie durch Schleusen dorthin gelangen, wo sie sofort verschmutze oder kontaminierte Kleidung ablegen können“, erklärte Gabriele Rotter.

Satteldach für alle drei Gebäudeteile

Der Saal für die Dorfgemeinschaft, in dem zum Beispiel auch Proben und Aufführungen des Heimatvereins Singgemeinde Lashorst stattfinden werden, schließt sich an den Schulungsraum der Feuerwehr an. „Eine direkte Verbindung zwischen den Räumen ist aber nicht gewünscht“, sagte Gabriele Rotter. Diese Bereiche seien jeweils separat von der Rückseite des Gebäudes zu erreichen.

Die Dorfgemeinschaft erhält nach Aussagen Rotters auch einen großen Lagerraum. „Er dient zum Beispiel als Lager für die Stühle, für eine Kuchentheke oder auch für den Rasenmäher“, sagte Rotter. Sehr schön finde sie bei dem Entwurf, dass es einen gemeinsamen offen Außenbereich gebe.

Im neuen Entwurf bekommen alle drei Gebäudeteile ein Satteldach. „Das Bestreben war, den Baukörper zu vereinfachen“, sagte Rotter. Zusätzlich ergebe sich der Vorteil, dass ein großer Teil der Dachfläche für Photovoltaik genutzt werden könne.

Förderung bleibt erhalten

Barbara Glatzel wollte wissen, ob es eine Ampel zur Verkehrsregelung geben werde und wie mit dem Spielplatz verfahren wird. „Die zuständige Behörde hat uns erklärt, eine Ampel sei nicht erforderlich“, sagte Bürgermeister Marko Steiner. Die Spielgeräte würden in der Bauphase eingelagert und später wieder aufgebaut.

Dieter Gerlach fragte, ob die Parkplätze mit 58 Stellplätzen nicht überdimensioniert seien. „Für die Feuerwehr müssen 42 vorgehalten werden. Und es kann ja auch mal einen Einsatz geben, wenn eine Aufführung des Heimatvereins ist“, sagt Gabriele Rotter.

Wie Rotter betonte, bleibt die Förderung des Dorfgemeinschaftsbereiches auch nach der Neukonzeptionierung erhalten. Das habe die Bezirksregierung Detmold schriftlich bestätigt. Auf Nachfrage aus dem Ausschuss zu den Kosten der Umplanung konnte Gabriele Rotter noch keine genaue Angabe machen: „Wir weichen nicht wesentlich von den bisherigen Planungen ab.“

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