Kirchturm Bad Holzhausen erhält Plakette und Urkunde
Besonders vogelfreundlich

Preußisch Oldendorf (WB). Kirchtürme und andere Gebäude in Städten und Dörfern dienen als Ersatz für natürliche Bruthöhlen und -nischen in Felsen oder Bäumen. Leider gehen auch solche Ersatz-Brutmöglichkeiten im Siedlungsraum zunehmend verloren.

Freitag, 25.09.2020, 06:54 Uhr aktualisiert: 25.09.2020, 07:00 Uhr
Eckhard Schlömer vom Nabu-Kreisverband Minden-Lübbecke überreicht die Urkunde und die Plakette der Aktion „Lebensraum Kirchturm“ an Pfarrerin Hilke Vollert von der Kirchengemeinde Bad Holzhausen. Foto:
Eckhard Schlömer vom Nabu-Kreisverband Minden-Lübbecke überreicht die Urkunde und die Plakette der Aktion „Lebensraum Kirchturm“ an Pfarrerin Hilke Vollert von der Kirchengemeinde Bad Holzhausen.

Bei Sanierungen werden etwa oft Einfluglöcher oder Brutnischen verschlossen oder Gitter zur Abwehr von Tauben angebracht. Um Nistplätze bedrohter Arten zu sichern, hat der Nabu mit dem Beratungsausschuss für das Deutsche Glockenwesen 2007 die Aktion „Lebensraum Kirchturm“ ins Leben gerufen. Ziel ist es, Brutstätten für Turmfalken, Fledermäuse, Schleiereulen, Dohlen und andere Arten zu erhalten. Ebenso wichtig ist es, renovierte Kirchtürme wieder als Lebensraum zu öffnen, etwa indem dort Nistkästen angebracht werden.

Kirchen, die ihren Turm öffnen und sich besonders für den Artenschutz einsetzen, werden mit einer Urkunde ausgezeichnet und erhalten eine Plakette, die sie am Gebäude anbringen können. Deutschlandweit sind schon mehr als 1000 besonders gastfreundliche Kirchen damit ausgezeichnet worden.

Nun konnte auch die Kirche in Bad Holzhausen vom Nabu-Kreisverband Minden-Lübbecke ausgezeichnet werden. Eckhard Schlömer überreichte Pfarrerin Hilke Vollert von der Kirchengemeinde die Urkunde und Plakette, welche am Turm auf die Artenschutzbemühungen hinweist. Schon 2011 wurde im Kirchturm ein kombinierter Schleiereulen-Turmfalkennistkasten angebracht. In diesem Jahr folgten, im Zuge von notwendigen Baumaßnahmen, Artenschutzmaßnahmen für Dohlen und Fledermäuse. Die schon seit Jahren im Turm brütenden Dohlenpaare, auch des Pastors schwarze Tauben genannt, nahmen die neu gestalteten Brutmöglichkeiten gerne an.

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