Covid-19-Ausbruch im Vitalis Wohnpark Bad Essen – Trost von vielen Menschen
Zweite Bewohnerin gestorben

Bad Essen (WB). Eine zweite Bewohnerin des Vitalis Wohnpark Bad Essen ist am Wochenende im Alter von 81 Jahren gestorben. Die Verstorbene litt an verschiedenen schweren Vorerkrankungen.

Dienstag, 13.10.2020, 15:26 Uhr aktualisiert: 13.10.2020, 18:04 Uhr
Viele Menschen schicken Grüße, Trost und Zuspruch in den Vitalis Wohnpark Bad Essen – so auch die Bewohner des benachbarten Vitalis Wohnpark Preußisch Oldendorf. Foto:
Viele Menschen schicken Grüße, Trost und Zuspruch in den Vitalis Wohnpark Bad Essen – so auch die Bewohner des benachbarten Vitalis Wohnpark Preußisch Oldendorf.

Sie war zuvor negativ auf Corona getestet worden. Der hausärztliche Notdienst diagnostizierte entsprechend Herzversagen als Todesursache. Die Auswertung eines zweiten PSR-Tests ergab am Montagmorgen, dass die Verstorbene ebenfalls mit Covid-19 infiziert war. Laut ärztlicher Auskunft verstarb sie mit und nicht an Covid-19. „Wir sind sehr betroffen, dass wir erneut einen Todesfall verzeichnen mussten. Unser tiefstes Mitgefühl gilt den Angehörigen,“ erklärt Susanne Schmidt, Geschäftsführerin der Vitalis Wohnpark.

Leichte Symptome bei 18 Bewohnern

Von den 124 Bewohner wurden 31 mit dem Covid-19-Virus infizier t. Zwei Personen verstarben. Weitere zwei Bewohner werden derzeit im Krankenhaus betreut. Ihnen geht es den Umständen entsprechend gut, ihr Zustand habe sich verbessert. Sie benötigen derzeit kein Beatmungsgerät mehr. 18 Bewohner zeigen bisher keine oder nur sehr leichte Symptome. Die übrigen neun Bewohner könnten zurzeit gut von den Mitarbeitern in der Einrichtung versorgt werden.

Von den 129 Mitarbeiter infizierten sich 20 mit dem Covid-19-Virus. 16 von ihnen zeigen Symptome. „Soweit wir davon Kenntnis haben, befinden sie sich in einem stabilen Zustand und müssen nicht im Krankenhaus betreut werden“, erklärt Schmidt. Um die personellen Ausfälle und die Mehrbelastung aufzufangen, konnten wir inzwischen 27 Vertretungskräfte gewinnen. „Wir bemühen uns um weiteres Personal, um die zeitliche, körperliche und psychische Belastung unseres Teams aufzufangen,“ so Schmidt.

Reihentestung

Am heutigen Mittwoch nimmt der Gesundheitsdienst des Landkreises Osnabrück eine weitere Reihentestung vor, um sicherzustellen, dass sich das Virus nicht weiter ausgebreitet hat. „Wir hoffen, dass wir dank der Schutz- und Hygienemaßnahmen den Ausbruch eindämmen konnten“, so Schmidt. Die Testergebnisse liegen voraussichtlich Ende der Woche vor.

Im Vitalis Wohnpark am Freibad 3 und 5 gelten seit vergangenem Mittwoch strikte Schutz- und Hygienemaßnahmen. Alle Mitarbeiter tragen Visier oder Schutzbrille, Schutzkittel, FFP-2-Masken und Handschuhe.

Antigen-Schnelltest

Die infizierten Bewohner wurden alle auf eine Wohnetage verlegt, um besser betreut werden zu können. Dreimal am Tag erhalten sie eine Temperaturmessung. Handdesinfektion war schon vor dem Infektionsausbruch üblich. Nun findet in allen Räumen ergänzend eine Oberflächendesinfektion statt. Alle Mitarbeiter wechseln nach dem Besuch von Zimmern ihre Schutzkittel. Zwischen den Etagen gibt es keinen personellen Austausch. Der Vitalis Wohnpark Bad Essen hat sich entschieden, außerdem alle Pflegekräfte, die von außen in das Gebäude kommen, täglich mit einem Antigen-Schnelltest zu testen. „So wollen wir noch mehr Sicherheit schaffen, dass es zu keinen weiteren Ansteckungen von außen kommen kann“, erläutert Schmidt.

Kommentare

Hermann  schrieb: 14.10.2020 13:12
Diese rührende Damen-Gruppe steht übrigens stellvertretend für die Menschen, die etwa nach der Argumentation des OB Tübingen, Boris Palmer, "ohnehin nicht mehr lange zu leben hätten"...ein utilitaristisches Menschenbild, das sich hoffentlich niemals in unserer humanistischen Gesellschaft durchsetzen wird!
1 Kommentare
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