Im Corona-Jahr muss Preußisch Oldendorf auffällig oft „wilde Müllhalden“ entfernen
Illegale Entsorgung wird geahndet

Preußisch Oldendorf -

Dass viele Menschen wegen der Pandemie mehr Zeit zu Hause verbringen und weniger draußen unterwegs sind, scheint manch einen dazu zu verleiten, seine Abfälle unbemerkt in der Preußisch Oldendorfer Landschaft zu entsorgen.

Dienstag, 01.12.2020, 06:00 Uhr
In den vergangenen Wochen und Monaten hat die Preußisch Oldendorfer Stadtverwaltung oft mit wilder Müllentsorgung zu tun – wie hier in Engershausen.
In den vergangenen Wochen und Monaten hat die Preußisch Oldendorfer Stadtverwaltung oft mit wilder Müllentsorgung zu tun – wie hier in Engershausen. Foto: Eva Rahe

Dass viele Menschen wegen der Pandemie mehr Zeit zu Hause verbringen und weniger draußen unterwegs sind, scheint manch einen dazu zu verleiten, seine Abfälle unbemerkt in der Preußisch Oldendorfer Landschaft zu entsorgen. Von Fahrrädern, Autoreifen oder sperrigen Möbeln in Straßengräben bis hin zu großen Haufen von Grünabfällen ist im Stadtgebiet jede Menge Müll zu finden.

Dieses Verhalten hat aktuell die Stadtverwaltung dazu veranlasst auf diesen Missstand hinzuweisen. In einer Pressemittelung der Stadt heißt es: „In den vergangenen Wochen und Monaten mussten städtische Mitarbeiter wiederholt illegal entsorgte Abfälle in unserem Stadtgebiet einsammeln und entsorgen.“

Bürgermeister Marko Steiner erinnert daran, dass sich viele Preußisch Oldendorfer alljährlich mit großem Engagement an der Aktion „Saubere Landschaft“ beteiligen, um das Stadtgebiet von Müll und anderem Unrat zu befreien. „Leider musste diese vorbildliche Aktion in diesem Jahr aufgrund der Coronapandemie ausfallen, aber jeder Teilnehmer kann sich aus den vergangenen Jahren gut erinnern, welch teilweise kuriosen Gegenstände in der Natur gefunden wurden.“

Andererseits weist Steiner im Gespräch mit dieser Zeitung auch darauf hin, dass es in den vergangenen Jahren immer wieder Fälle „wilder Entsorgung gegeben habe – so zum Beispiel an einem Grundstück an der Leverner Straße. „Das hat damals viele Menschen geärgert“, sagt Steiner. Dieser spezielle Fall habe das Ordnungsamt längere Zeit beschäftigt, bis der Verursacher schließlich ermittelt werden konnte und der Abfall entfernt wurde.

Steiner betont, dass auch Abfälle, die mit der Zeit auf natürlichem Weg abgebaut werden, nicht einfach in die Landschaft geworfen werden dürfen. „Und deutlich ist zu sagen: jede Entsorgung von Abfällen in Natur und Landschaft stellt eine Ordnungswidrigkeit dar.“ Um „Abfallsünder“ zur Verantwortung zu ziehen, nehme die Stadtverwaltung auch Hinweise aus der Bevölkerung auf und gehen diesen konsequent nach, merkt er an. „Ausdrücklich sind hier auch Gartenabfälle gemeint, die selbstverständlich im eigenen Garten als Kompost zu wertvollem Humus werden, aber in der ‚freien Natur‘ große Probleme bei Pflanzen und Tieren verursachen können.“

Daher sammeln die städtischen Mitarbeiter diese illegalen Abfallablagerungen auch ein und entsorgen sie fachgerecht. Dass das Entsorgen in solchen „wilden Abfallhalden“ geahndet werde ist aus Sicht des Bürgermeisters auch deshalb wichtig, „weil wir alle – auch diejenigen, die ihren Müll fachgerecht entsorgen – die Kosten des wilden Mülls über unsere Restmüllgebühren mitbezahlen“.

Daher richtet Marko Steiner eine Bitte an alle Preußisch Oldendorfer: „Nutzen Sie die Möglichkeit der ordnungsgemäßen Abfallentsorgung. Entsprechende Informationen finden Sie auf Ihrem Abfallkalender. Oder wenden Sie sich telefonisch an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung. Wir helfen gerne weiter. Machen Sie mit und halten Sie unsere Stadt sauber.“

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