Preußisch Oldendorfer Schulen erhalten mobile Endgeräte für Schüler mit besonderem Bedarf
Land unterstützt das digitale Lernen

Preußisch Oldendorf (WB) -

Die Zukunft ist zunehmend digital. Umso wichtiger ist es, dass Jungen und Mädchen auch in ihrem Schulalltag den Umgang mit den digitalen Medien erlernen.

Samstag, 12.12.2020, 06:38 Uhr aktualisiert: 12.12.2020, 06:40 Uhr
Das digitale Lernen an der Sekundarschule Preußisch Oldendorf und an den beiden städtischen Grundschulen wird mit Mitteln aus dem sogenannten Digitalpakt gefördert. Unter anderem gibt es auch mobile Endgeräte für Schüler mit besonderem Bedarf wegen sozialer Ungleichgewichte.
Das digitale Lernen an der Sekundarschule Preußisch Oldendorf und an den beiden städtischen Grundschulen wird mit Mitteln aus dem sogenannten Digitalpakt gefördert. Unter anderem gibt es auch mobile Endgeräte für Schüler mit besonderem Bedarf wegen sozialer Ungleichgewichte.

Aus diesem Grund haben Bund und Länder den sogenannten „Digitalpakt Schule“ beschlossen, der über eine Milliarde Euro bereitstellt, die ausschließlich in die Digitalisierung der Schulen fließen.

Von einem Sofortausstattungsprogramm für die Jahre 2019 bis 2024 (einer Zusatzvereinbarung zum Digitalpakt) profitieren jetzt auch die drei Bildungseinrichtungen der Stadt Preußisch Oldendorf. Darüber wurden die Kommunalpolitiker im jüngsten Ausschuss für Bildung, Kultur und Sport informiert.

Aus dem Digitalpakt stehen Preußisch Oldendorf Fördermittel in Höhe von etwa 317.000 Euro zur Verfügung. Da es sich um eine 90-Prozent-Förderung handelt, steuert die Stadt selbst die übrigen 10 Prozent der Gesamtsumme von etwa 352.000 Euro bei. Mit diesem Geld werden überwiegend interaktive Tafeln sowie schulgebundene mobile Endgeräte beschafft. Frank Schäffer, Leiter der Sekundarschule Preußisch Oldendorf, betont, dass höchstens 20 Prozent der Summe für die Endgeräte verwendet werden dürfe.

Allerdings ist dieses Geld noch nicht beantragt. „Die Anträge müssen noch gestellt werden“, erklärte Brigitte Alschner vom Fachbereich Allgemeine Verwaltung. Wie Marlies Bormann auf Anfrage dieser Zeitung erklärte, müssten die Schulen zusammen mit der Stadt für die Antragstellung jeweils Konzepte vorlegen. „Sie sollen in der kommenden Woche vorliegen.“

Der Stadt Preußisch Oldendorf stehen außerdem für Schüler mit besonderem Bedarf 52.851,53 Euro zur Verfügung. Mit diesem Geld wurden für alle drei Schulen Endgeräte beschafft: 26 iPads inklusive Zubehör (wie Schutzhüllen) für die Grundschule Bad Holzhausen, 40 iPads mit Zubehör für die Grundschule Preußisch Oldendorf und 49 Laptops nebst Zubehör wie Taschen für die Sekundarschule. Das Geld stammt aus zusätzlichen Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen und der Kommune. Mit einem Investitionsvolumen von insgesamt 178 Millionen Euro werden Schüler mit besonderem Bedarf zum Ausgleich sozialer Ungleichgewichte unterstützt. Auch hier gilt der Fördersatz von 90 Prozent.

Die Laptops seien inzwischen angeliefert und in Gebrauch, die iPads dagegen lägen noch in Lemgo. „Wir beziehen sie über das Kommunale Rechenzentrum. Dort müssen die Geräte aber eingerichtet und mit der Software ausgestattet werden“, sagte sie. Die Stadt Preußisch Oldendorf habe zu den ersten gehört, die bestellt hätten. Dennoch werde es voraussichtlich noch zwei bis drei Monate dauern, bis die iPads ausgeliefert würden. „Es ist ein enormer Aufwand, die Geräte mit Betriebssystem und Apps zu bestücken.“

Bettina Gubkow (SPD) wollte im Ausschuss wissen, ob mit den zur Verfügung stehenden Geräten alle Kinder mit besonderem Bedarf die Möglichkeit hätten, das digitale Lernen zu nutzen. Sekundarschulleiter Schäffer: „Das hilft schon, um ex­treme Engpässe in den Griff zu bekommen.“ Viele Schüler seiner Schule hätten eigene Geräte, mit denen sie arbeiten könnten. Allerdings gebe es große Probleme mit der Netzzugang.

Christina Meese, Schulleiterin der Grundschule Preußisch Oldendorf, sagte, dass die Situation bei den jüngeren Kindern anders sei. „Bei uns haben die Kinder noch keine eigenen Geräte.“ Eine Chancengleichheit zu erzielen, sei aber nicht möglich: „Es sind Ansätze, aber keine Lösung.“

Mit dem Förderprogramm investiert das Land NRW außerdem zum ersten Mal in die Ausstattung der Lehrkräfte mit digitalen Endgeräten (insgesamt weitere 103 Millionen Euro). Ziel, so erklärt die Stadtverwaltung, sei die Unterstützung der Schulen insbesondere in der Zeit der Pandemie bei der Ausgestaltung des Distanzunterrichts sowie bei der rechtssicheren Arbeit mit personenbezogenen Daten. Für die Ausstattung der Lehrkräfte erhält Preußisch Oldendorf 38.000 Euro. Damit werden beschafft: 13 iPads (mit Zubehör wie Pencils und Tastaturen) für die Grundschule Bad Holzhausen, iPads inklusive Zubehör für die Grundschule Preußisch Oldendorf und 41 Laptops mit Taschen für die Sekundarschule. Marlies Bormann verwies ausdrücklich darauf, dass in allen Fällen die Kosten für Inbetriebnahme und Administration hinzukämen.

Am Ende der Ausschusssitzung fragte Claus Wilhelm Klipler (UEB), ob es in Corona-Zeiten eine Möglichkeit gebe, Fördermittel für Luftreinigungsgeräte zu bekommen. Marlies Bormann entgegnete: „Wir können an unseren Schulen lüften.“ Gefördert würde nur, wo kein Lüften möglich sei.“ Und Bürgermeister Marko Steiner ergänzte: „Das natürliche Lüften ist auch immer noch das effektivste.“

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