Sa., 13.10.2018

Sekundarschule: Rat entscheidet bei einer Gegenstimme Es wird neu gebaut

Ob die alte Realschule abgerissen wird, steht noch nicht fest. Die Stadt denkt über andere Nutzungen nach.

Ob die alte Realschule abgerissen wird, steht noch nicht fest. Die Stadt denkt über andere Nutzungen nach. Foto: Michael Nichau

Von Elke Bösch

Rahden (WB). Da der Umbau fast acht Millionen Euro kosten würde, hat der Rat der Stadt Rahden dafür votiert, die Sekundarschule neu zu bauen. Ausgeschrieben wird europaweit die Variante zwei in zwei Versionen. An die ehemalige Hauptschule wird ein weiteres Gebäude und ein zweigeschossiges auf dem Grundstück am Brullfeld angebaut. Mit neuer Turnhalle und größerer Mensa liegen die Kosten bei etwa 11 Millionen Euro, bei der leicht abgespeckten Lösung mit Sanierung der alten Turnhalle und kleinerer Mensa bei 9,9 Millionen Euro. Gebaut werden soll in zehn Bauabschnitten.

Bürgermeister Bert Honsel sprach an, dass Einsparungen geprüft werden müssten: Es komme auf jede Million an. Sogar auf jede 100.000 Euro, meinte Friedrich Schepsmeier. Seine Fraktionschefin Dorothee Brandt betonte, dass die SPD für den Neubau sei. »Wo können wir besser Geld investieren als in junge Menschen.«

»Die Summe ist enorm«

Guido Peitsmeier (CDU) sprach sich ebenfalls für den Neubau aus. »Die Summe ist enorm, aber wenn wir nichts machen, wäre das der Tod der Sekundarschule. »Es geht dann keiner mehr hin. Wir haben mit der Gesamtschule Hille und der Stemweder-Berg-Schule Konkurrenz in der Nähe.«

»Die in Planung befindlichen Baugebiete werden neue Bürger nach Rahden ziehen, die ein gutes schulisches Angebot erwarten, das sich in guter baulicher Qualität präsentiert und ausreichend Platz bietet«, meinte FDP-Fraktionschef Hans-Eckhard Meyer.

»Neubau ja, aber keine Luxusvariante«

»Zu dem stellen wir fest, dass es in Rahden noch ein staatliches und kommunal getragenes Schulangebot gibt, es dagegen zum Beispiel in Espelkamp nur konfessionelle, oder freikirchliche Schulangebote gibt. Auch dieser Umstand könnte für Schüler sorgen.«

Zustimmung kam auch von UfR und FWG. Grundsätzlich für den Neubau, aber nicht als Luxusvariante, votierte Winrich Dodenhöft (Bündnis90/Die Grünen). Carsten Zimmermann (FWG) regte an, im Schulzentrum die städtische Bücherei unterzubringen, die alte sei abgängig. Zudem sprach er die Kosten für den Abriss der Realschule an. Er sehe noch keinen Abrissbirne fliegen, meinte der Bürgermeister. Andere Nutzungen müssten angedacht werden.« Die Stadtbibliothek könne man woanders hin verlegen. Gegen den Neubau stimmte nur Carsten Zimmermann.

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