Di., 12.02.2019

Zehn Jahre zeichnen die Lübbecker Werkstätten für erfolgreiche Arbeit verantwortlich »In der Mensa läuft’s beim Essen rund«

Zuständig für Snacks und warme Essen (von links): Jürgen Schmidt, Doris Südmeier, Dagmar Bekemeier, Mario Zühlke, Liza-Marie Procken, Martin Benker, Christian Harling und Ersel Sever bilden mit Melek Demit und Philip Wehrmann (nicht im Bild) das Team.

Zuständig für Snacks und warme Essen (von links): Jürgen Schmidt, Doris Südmeier, Dagmar Bekemeier, Mario Zühlke, Liza-Marie Procken, Martin Benker, Christian Harling und Ersel Sever bilden mit Melek Demit und Philip Wehrmann (nicht im Bild) das Team.

Rahden (WB). Genau am 10. Februar 2009 sind in der Mensa des Rahdener Schulzentrums die ersten Mahlzeiten über den Tresen gegangen. Neun Jahrgänge haben die Schule seitdem schon verlassen. Die Beschäftigten und Mitarbeiter sind größtenteils seit dem ersten Tag dabei und wollen es auch bleiben.

»Das erfolgreiche Konzept der Lübbecker Werkstätten ist unverändert: Frisch zubereitete Gerichte, Kleinigkeiten aus der Bistroküche, warme und kalte Snacks sorgen für Abwechslung. Die warmen Mahlzeiten werden in der Großküche in der Betriebsstätte »Am Osterbruch« in Lübbecke jeden Tag frisch gekocht, nach Rahden gebracht und dort serviert. Brötchen, Burger, Salate und Snacks werden vor Ort frisch zubereitet«, berichtet das Mensa-Team.

Mitarbeiter zum Teil von Anfang an dabei

Gruppenleiterin der zehnköpfigen Mannschaft ist Doris Südmeier. Sie kümmert sich um Bestellungen, teilt Aufgaben zu, ist für Ordnung, Hygiene und reibungslosen Ablauf verantwortlich. Unterstützt wird sie von Dagmar Bekemeier und Melek Demir, die wie die Beschäftigten Martin Benker, Christian Harling und Jürgen Schmidt von Anfang an zum Mensa-Team gehören. Ersel Sever und Mario Zühlke sind etwas später dazugekommen. Mittlerweile arbeiten auch sie schon acht Jahre im Schulzentrum.

Philipp Wehrmann ist in der Lübbecker Großküche beschäftigt und kommt nach Rahden, wenn die Speisen geliefert werden. Jüngste ist Liza-Marie Pricken. Sie arbeitet seit Sommer 2018 mit. »Am Anfang fand ich das ein bisschen stressig«, meint die 21-Jährige. »Aber mittlerweile habe ich mich daran gewöhnt und es gefällt mir hier.« Seit kurzem verstärkt Monika Wellmann das Team.

Verschiedene Vorlieben

»Mit Einfühlungsvermögen meistern die Beschäftigten die Herausforderungen und sind zu einer eingespielten Mannschaft zusammengewachsen. Es läuft rund. Davon profitieren alle, die Gäste und die Mitarbeiter«, heißt es von den Werkstätten. Doris Südmeier bringt langjährige Erfahrung in der Küche und eine pädagogische Ausbildung mit. »Dass bei uns so ein guter Teamgeist herrscht, liegt auch an Doris«, ist Jürgen Schmidt überzeugt. »Sie achtet darauf, dass wir zur Ruhe kommen können, wenn jemand mal nicht so gut drauf ist.« Manchmal sei das ganz schön schwer, meint Südmeier. »Wenn ein bis zwei Kräfte wegen Krankheit fehlen, und dann noch Urlaub oder Werkstattratssitzungen dazu kommen, ist es nicht immer leicht, allen gerecht zu werden.«

Verschieden seien die Vorlieben der Gäste bei den Mahlzeiten. »Je nach Saison sind Spargel und Grünkohl beim Lehrerkollegium besonders beliebt, bei den Schülern dagegen Chicken-Crossies mit Pommes der Hit.« Burger und Lahmacun gehörten immer zum Angebot. Und Ersel Sever bringe Ideen mit: »Ich habe in Bielefeld einen Tomaten-Mozzarella-Wrap gegessen. Und dann haben wir unseren Wrap gemacht.«

Spülen müssen alle einmal

Die Zubereitung teilen die Beschäftigten untereinander auf. »Spülen müssen wir alle mal«, scherzt Martin Benker, der mit Jürgen Schmidt häufig Gemüse putzt und die Brotkörbe füllt. Ersel Sever und Christian Harling kümmern sich in der Zwischenzeit um Wraps und Lahmacun und Mario Zühlke sorgt für sauberes Geschirr. »Hygiene hat für uns höchste Priorität«, sagt Doris Südmeier. »Abwaschen, den Boden schrubben und Aufwischen ist tägliche Pflicht.«

»Die Arbeit in der Mensa färbt auf alle Beschäftigten ab. Sie erfahren für ihre Arbeit Anerkennung und gewinnen Selbstvertrauen. Das Interesse für die Küche haben sie alle schon mitgebracht. Martin Benker kocht am liebsten für Freunde. Mario Zühlke, Philipp Wehrmann und ­Cristian Harling kochen manchmal gemeinsam. Jürgen Schmidt schaut auch gern mal anderen Köchen über die Schulter und schmunzelt: ›Aber natürlich nur im Fernsehen. Klassische Gerichte koche ich dann gerne nach‹. Nach kurzem Überlegen fügt er noch hinzu: ›Ich arbeite sehr gerne hier, aber es wäre schön, wenn wir noch ein bis zwei Beschäftigte dazu gewinnen könnten‹,« heißt es in der Mitteilung der Werkstätten.

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